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	<title>You searched for tagetes - Pflanzenlexikon</title>
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	<description>Garten oder Balkon - die Flora wächst und gedeiht überall</description>
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		<title>Erdbeeren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe Ross]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 13:10:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[E]]></category>
		<category><![CDATA[Slider]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeeren]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeerpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeersorten]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeertorte. Erdbeermarmelade]]></category>
		<category><![CDATA[Fragaria]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wahre Disziplin beweist, wer Erdbeeren pflücken kann, ohne sich dabei welche in den Mund zu stecken. Die Erdbeeren gehören zu den aromatischen Köstlichkeiten, die uns die Natur schenkt. Lassen Sie sich in die Welt dieser schmackhaften Früchte verführen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wahre Disziplin beweist, wer Erdbeeren pflücken kann, ohne sich dabei welche in den Mund zu stecken. Die Erdbeeren (Fragaria) gehören zu den aromatischen Köstlichkeiten, die uns die Natur schenkt.</strong></p>
<div id="attachment_338" style="width: 199px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Walderdbeere-Fragaria-vesca.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-338" class="wp-image-338 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Walderdbeere-Fragaria-vesca-189x300.jpg" alt="Walderdbeere - Fragaria vesca" width="189" height="300" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Walderdbeere-Fragaria-vesca-189x300.jpg 189w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Walderdbeere-Fragaria-vesca.jpg 487w" sizes="(max-width: 189px) 100vw, 189px" /></a><p id="caption-attachment-338" class="wp-caption-text">Walderdbeere &#8211; Fragaria vesca</p></div>
<p><em><div id='toc'><div id='toc_title' class='post-259'>Inhaltsverzeichnis</div>
<ul><li><a href="#Botanischer-Steckbrief">Botanischer Steckbrief</a></li>
<li><a href="#Volkstmliche-Namen">Volkstümliche Namen</a></li>
<li><a href="#Heimat-und-Verbreitung">Heimat und Verbreitung</a></li>
<li><a href="#Inhaltsstoffe">Inhaltsstoffe</a></li>
<li><a href="#"></a></li>
<li><a href="#Geschmack-und-Wrze">Geschmack und Würze</a></li>
<li><a href="#Anbau-und-Pflege">Anbau und Pflege</a></li>
<li><a href="#Samenbau-und-Vermehrung">Samenbau und Vermehrung</a></li>
<li><a href="#Pflanzengesundheit">Pflanzengesundheit</a></li>
<li><a href="#Biologische-Tipps-und-Mischkultur">Biologische Tipps und Mischkultur</a></li>
<li><a href="#Ernte-und-Lagerung">Ernte und Lagerung</a></li>
<li><a href="#Verwendungsmglichkeiten">Verwendungsmöglichkeiten</a>
<ul><li><a href="#Hausapotheke">Hausapotheke</a></li>
<li><a href="#Homopathie">Homöopathie</a></li>
<li><a href="#Kche">Küche</a></li></ul></li>
<li><a href="#Historische-Verwendung">Historische Verwendung</a></li>
<li><a href="#Besondere-Arten-und-Sorten">Besondere Arten und Sorten</a>
<ul><li><a href="#Erdbeersorten-bersicht">Erdbeersorten Übersicht</a></li></ul></li>
<li><a href="#Nebenwirkungen">Nebenwirkungen</a></li>
<li><a href="#Wichtiger-Hinweis">Wichtiger Hinweis</a></li>
<li><a href="#Tipp-am-Ende-des-Artikels">Tipp am Ende des Artikels</a></li>
</ul></li></ul>
</div></em></p>
<h3 id='Botanischer-Steckbrief'><span style="text-decoration: underline;">Botanischer Steckbrief</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie der Name schon vermuten lässt, trägt die Erdbeere ihre Früchte in der Nähe des Bodens. Die krautartig wachsende Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse. Unterschieden werden bei den heutigen Züchtungsformen zwischen Kultur-Erdbeeren (Fragaria x ananassa) und den Wald-Erdbeeren (Fragaria vesca).</p>
<p>Langgestielte, dreizählige Blätter wachsen aus einer Rosettenstaude, die bis zu 30 cm hoch werden kann. Die Oberseite der Blätter ist meist grün; auf der Unterseite weißlich bis graugrün und behaart. Aus dem Blütenboden, der von 5 grünen Kelchblättern und 5 weißen Kronblättern umgeben ist, entwickeln sich Scheinfrüchte, die wir als Erdbeeren schätzen.</p>
<p>In der heutigen kultivierten Sortenvielfalt unserer Gartenerdbeeren gibt es kaum noch Pflanzen, die eine andere zum Bestäuben brauchen; sie sind also Zwitter. Wie unterscheiden außerdem zwischen mehrmals-, zweimal- oder einmal tragenden Erdbeerpflanzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Volkstmliche-Namen'><span style="text-decoration: underline;">Volkstümliche Namen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besingkraut, Darmkraut, Erbel, Erbern, Flohbeere, Hafelsbeere, Rote Besinge, Walderdbeere</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Heimat-und-Verbreitung'><span style="text-decoration: underline;">Heimat und Verbreitung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Obwohl die Urform der Erdbeere der ungefähren Größe unserer heutigen Walderdbeeren entspricht, wurden sie in vielen Regionen unserer Erde schon in der Steinzeit verspeist. Im Mittelalter baute man diese Erdbeeren erstmals flächenmäßig an. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden erste Verkreuzungen und gezielte Züchtungen erschaffen, um die eigentlichen Früchte zu vergrößern. Eine entscheidende Rolle dabei spielte die Chile-Erdbeere, da sie zwar über große Früchte, aber wenig Geschmack verfügte.</p>
<p>Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden mehr als 1000 Erdbeersorten gezüchtet, um die gesunden und schmackhaften Erdbeeren in aller Munde zu legen. Erdbeeren werden heute vor allem als Pflanze oder Frucht in Gartencenter und Supermarkt angeboten. Wer den ursprünglichen Geschmack der Erdbeere erfahren möchte, dem empfehle ich einen Waldspaziergang von Mai bis August. In dieser Zeit findet man die süßen Köstlichkeiten auf sonnigen Lichtungen, Holzbschlägen, an Wegböschungen oder -rändern bis zur Waldgrenze der Berge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Inhaltsstoffe'><span style="text-decoration: underline;">Inhaltsstoffe</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Blätter: ätherische Öle, Salycilsäure, Flavonoide, 5-10% Gerbstoffe (in jungen Blättern eher weniger) und Vitamin-C</li>
<li>Früchte: Eisen, Flavonoide, Folsäure, Fruchtsäuren, Kalium, Kalzium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor, Phytosterine, Zink, Zuckeralkohole, viel Vitamin-C (in 100 g bis zu 60 mg) und weitere Vitamine wie E, K und B</li>
<li>Wurzel: bis zu 10% Gerbstoffe</li>
</ul>
<h3 id=''></h3>
<h3 id='Geschmack-und-Wrze'><span style="text-decoration: underline;">Geschmack und Würze</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gartenerdbeeren: Ein fruchtig, süß- bis säuerliches Erlebnis. Sie ist beliebt bei Alt und Jung und je nach Sorte gibt es Unterscheidungen in Größe und Farbe.</p>
<p>Walderdbeeren wiederum stehen unseren kultivierten Sorten in nichts nach. Wer einige findet, sollte sich dieses Geschmackserlebnis nicht entgehen lassen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Anbau-und-Pflege'><span style="text-decoration: underline;">Anbau und Pflege</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie lange sollte eine Erdbeerpflanze in unserem Garten an der selben Stelle verharren? Man geht von maximal 2-3 Jahren aus. Diese Kulturdauer sichert die höchsten Erträge, größten Beeren und gesündesten Pflanzen. Wenn Sie die Pflanzen frühzeitig im Boden vergraben und ihnen klimatisch günstige Bedingungen bieten können, empfiehlt sich sogar eine einjährige Kultur. Stehen die Erdbeeren länger als 3 Jahre an der gleichen Stelle, werden die Früchte von Jahr zu Jahr kleiner und die nachfolgenden Ernten fallen geringer aus.</p>
<p>Ein gut vorbereitetes und gepflegtes Erdbeerbeet kann den Ertrag um ein Vielfaches steigern. Als Rosengewächs wollen die Erdbeeren gehätschelt und betätschelt werden. Spielen Sie ihnen ab und zu etwas leichte Klassik-Musik zwischen die Reihen und reden Sie Ihnen ein, dass sie die wichtigsten Pflanzen in Ihrem Garten seien. Nein, Spaß beiseite.</p>
<div id="attachment_350" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-350" class="wp-image-350 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze-300x199.jpg" alt="Reife und grüne Erdbeeren an der Pflanze" width="300" height="199" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze-300x199.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze-207x136.jpg 207w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze-140x94.jpg 140w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-350" class="wp-caption-text">Reife und grüne Erdbeeren an der Pflanze &#8211; (Foto: <a title="Die externe Seite " href="http://www.flickr.com/people/jronaldlee/" target="_blank" rel="noopener">jronaldlee</a> / flickr.com, Lizenz: <a title="Die externe Seite " href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener">CC-BY)</a></p></div>
<p>Es gibt aber schon einige Kultur-Maßnahmen, die Ihnen eine Menge mehr schmackhafter Früchte beschehren. Die Erdbeere liebt einen neutralen, bis schwach sauren Boden. So wie seine Großeltern, die Walderdbeere, mögen die heutigen kultivierten und gezüchteten Sorten eher keinen stark kalkhaltigen Boden.</p>
<p>Ansonsten ist die Erdbeere nicht sehr anspruchsvoll bei der Bodenwahl und gedeiht auf praktisch allem, was man guten Gartenboden nennen kann. In einem lockeren und gut mit Humus versorgtem Boden wächst sie aber deutlich gesünder. Der günstigste Pflanzzeitpunkt für neue Erdbeer-Pflanzen ist der (Spät)Sommer Ende Juli bis in den September hinein. Erdbeeren eignen sich als Nachfrucht von Hülsenfrüchten, Kartoffeln oder jedem anderen Gemüse, dass seinen Platz rechtzeitig räumt.</p>
<p>Aber auch im Frühling können Sie die Erdbeeren noch pflanzen. Der April bietet sich hierfür an. Die Auspflanzung im Frühjahr hat aber einen entscheidenden Nachteil: Im ersten Ertragsjahr wird die Ernte wahrscheinlich nicht so reichhaltig ausfallen, wie bei der Herbstpflanzung, da diese Erdbeerpflanzen bereits gut angewurzelt sind und im Frühjahr aus dem Vollen schöpfen.</p>
<p>Weiterhin müssen Sie sich schon beim Einkauf; spätestens aber vor dem Beet fragen, ob die Pflanzen ein- oder mehrjährig kultiviert werden. Sie haben heutzutage die Wahl, ob Sie Ihre Erdbeerpflanzen als Frigopflanzen, Topfpflanzen oder als Grünpflanzen ordern. Die <strong>Frigopflanzen</strong>, überwiegend für den Erwerbsanbau und damit in großen Stückzahlen erhältlich, werden im Winter geerntet und für den Anbau im Frühjahr versendet. Den Erntezeitpunkt kann man bei Erdbeerfrigopflanzen genau steuern.</p>
<p><strong>Grünpflanzen</strong> wiederum werden in luftundurchlässige Kunststoffbeutel gepackt und dann versendet, um eine lange Frischehaltung zu garantieren.Wenn Sie nicht sofort nach der Lieferung zum Auspflanzen kommen, entfernen Sie trotzdem die Plastik, damit die Pflanzen nicht faulen. Halten Sie die Wurzeln feucht. Es empfiehlt sich etwas feuchtes Küchenpapier um die empfindlichen Wurzeln zu legen und diese kühl aufzubewahren.</p>
<p>Vor dem Umzug in den Garten werden die Wurzeln in Wasser gestellt, damit sie noch einen ordentlichen Schluck aufnehmen können. Als Pflanzenabstand hat sich für den Kleingärtner folgende Anbaumethode bewährt:</p>
<ul>
<li>Mehrjährige Kultur: Reihenabstand 60-80 cm &#8211; Pflanzabastand in der Reihe 25 &#8211; 30 cm</li>
<li>Einjährige Kultur: Reihenabstand 50 cm &#8211; Pflanzenabstand in der Reihe 20 cm</li>
</ul>
<p>Für welche der Möglichkeiten Sie sich entscheiden hängt nicht zuletzt von Ihrem Platzangebot und der Beetgröße ab. Pflanzen Sie aber nicht zu dicht in der Hoffnung, dadurch einen höheren Ertrag zu erhalten. Meist gesellen sich zum engen Anbau diverse Krankheiten oder Schädlingspopulationen, die den gesamten Bestand hinwegraffen können.</p>
<p>Das entsprechende Pflanzloch in Ihrem Garten sollten Sie tief genug ausheben, damit die kurzen Wurzelstücken der Grünpflanzen genügend Platz haben und nicht gestaucht werden. Das Herzblatt oder die Herzknospe nicht mit Erde bedecken, hingegen die Wurzel in der Erde versenken und die ganze Erdbeerpflanze fest andrücken.</p>
<p>Erdbeeren als <strong>Topfpflanzen</strong> gibt es im gut sortierten Gartencenter. Diese führen meist verschiedene Sorten, die sich nicht nur im Preis, sondern auch im Anbau, der Pflege und dem Geschmack unterscheiden. Im Gegensatz zu den Frigo- und Grünpflanzen muss man für Topfpflanzen mit einem höheren Einkaufspreis rechnen.</p>
<p>Was ja auch logisch ist, da diese bereits über einen kräftigen Wurzelballen verfügen und in einem mit Erde gefüllten Topf geliefert werden. Achten Sie beim Topfpflanzen-Einkauf auf eine gut ausgebildete Herzknospe und mindestens 3 gesunde und voll entwickelte Blätter. Ausgepflanzt werden die Topfpflänzchen ähnlich den Grünpflanzen wie weiter oben beschrieben. Die Wurzelballen vorher gut anfeuchten, nicht stauchen, gut mit Erde bedecken und leicht andrücken.</p>
<p>Alle Erdbeeren, ob Frigo-, Grün- oder Topfpflanze werden nach dem versenken kräftig angegossen. Gerade in der Phase des Anwachsens, die in 8 &#8211; 14 Tagen nach der Planzung abgeschlossen ist, dürfen die Erdbeerpflanzen nicht austrocknen. Dies gilt auch und vor allem während der Ernteperiode. Halten Sie Ihre Pflanzen über die gesamte Ernteperiode feucht, dann werden Sie lange Freude daran haben. Gießen Sie möglichst mit Regenwasser. Auch die Erdbeeren freuen sich über ein unkrautfreies und flach gelockertes Beet.</p>
<p>Nach der Ernte schneiden Sie bei mehrjährig-kultivierten Erdbeerpflanzungen die Ranken ab, da diese den Ertrag im nächsten Jahr mindern. Alte vertrocknete oder kranke Blätter werden entfernt um die Pflanze in die wohlverdiente Winterruhe zu entlassen. Etwas umstritten ist die Entfernung sämtlicher Blätter vor dem Winter. Einerseits können die Erdbeeren im Frühjahr wieder aus einem gesunden und wuchsigen Neuaustrieb wachsen. Andererseits fehlt den Pflanzen dann aber auch der nötige Winterschutz im rauhen und frostigen Winter.</p>
<p>Erdbeeren zu hegen und zu pflegen ist keine besonders schwierige Aufgabe und vor allem für Gartenanfänger geeignet. Wer keinen Garten hat, kann die Erdbeerpflanzen auch auf dem eigenen Balkon anbauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Samenbau-und-Vermehrung'><span style="text-decoration: underline;">Samenbau und Vermehrung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Falls Sie aus Ihrem Bestand neue Pflanzen gewinnen möchten, schneiden Sie die Ranken nach der Ernte nicht ab. Sie werden feststellen, dass die Ranken bei der Berührung mit dem Erdreich schnell Wurzeln schlagen und neue Blätter bilden. Nutzen Sie diese enorme Vitalität und Wuchskraft der Erdbeerpflanze aus und legen Sie pro Pflanze 1 &#8211; 3 Ranken in einen kleinen Topf mit Erde. Wenn dieser feucht gehalten wird, entwickeln sich schon nach spätestens 14 Tagen kleine Blätter und ein Wurzelballen.</p>
<p>Nun können Sie die Verbindung zur Mutterpflanze kappen und die kleinen Pflänzchen nach frühestens 4 Wochen ihrem neuen Platz zuweisen. Wählen Sie aber nur gesunde und kräftige Erdbeerpflanzen für diese Vermehrungsmethode aus, um auch zukünftige Ernten zu sichern.</p>
<div id="attachment_262" style="width: 277px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeersamen.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-262" class="wp-image-262 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeersamen-267x300.jpg" alt="Die kleinen Körner auf der Haut der Erdbeere sind gleichzeitig die Samen" width="267" height="300" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeersamen-267x300.jpg 267w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeersamen.jpg 446w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" /></a><p id="caption-attachment-262" class="wp-caption-text">Die kleinen Körner auf der Haut der Erdbeere sind gleichzeitig die Samen (Foto: <a title="Die externe Seite " href="http://www.flickr.com/people/emzee/" target="_blank" rel="noopener">Micky**</a> / flickr.com, Lizenz: <a title="Die externe Seite " href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener">CC-BY)</a></p></div>
<p>Auch eine Vermehrung über Samen ist möglich. Die schmackhaftesten, schönsten und größten Früchte, so sagt man, liefern die besten Samen. Diese befinden sich unscheinbar an der Außenhülle der Erdbeere. Mit einem scharfen Messer schneiden Sie diese Außenhaut ab und lassen die Samen im Schatten abtrocknen. Das Ergebnis: Samen, die wiederum zum Keimen gebracht werden, um neue Pflanzen zu züchten. Ihre ganz persönliche Sorte, gewonnen aus selektiertem Saatgut. Auf alle Fälle ein Experiment wert!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Pflanzengesundheit'><span style="text-decoration: underline;">Pflanzengesundheit</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen, die unseren Erdbeeren schwer zusetzen können.Halten Sie die Abstände Ihrer Erdbeerpflanzen ein und pflegen Sie diese wie empfohlen; so werden Sie hoffentlich von den meisten verschont.</p>
<p>Bevor die Erdbeeren ihre Blütenstände und Früchte entwickeln, können Sie um die Pflanzen etwas Folie, ein wenig Stroh oder Holzwolle legen. Dies verhindert nicht nur das verschmutzen der leckeren Ernte bei Regen, sondern hält die Früchte trocken und beugt so der <strong>Fruchtfäule</strong> vor.</p>
<p>Bei <strong>Grauschimmel</strong> handelt es sich um einen Pilz, der sich gern in windstillen Lagen oder bei feuchter Witterung ausbreitet. Verhindern Sie eine Überdüngung mit Stickstoff um den Blattwuchs einzuschränken, entfernen Sie alle befallenen Früchte regelmäßig und wählen Sie einen sonnigen Standort für Ihre Erdbeeren. Zur Sicherheit sollten Erdbeeren bei Befall nur 2 Jahre auf dem selben Beet angebaut werden, um danach einen geeigneteren Platz erhalten. Anbieten würde sich die Auspflanzung auf einem Beet, auf dem vorher Kartoffeln standen.</p>
<p>Die <strong>Wurzelfäule</strong> tritt meist auf verdichteten und schweren Lehmböden auf. Hier gilt ebenfalls: Standort wechseln, falls Sie noch ein paar Ableger retten konnten. Die Pflanzen werden in dem Fall aber nicht auf dem Kompost entsorgt, damit sich die Pilzsporen nicht im ganzen Garten verbreiten. Vermeiden Sie zukünftig Staunässe, indem Sie weniger gießen. Der schwere Boden freut sich über eine Ladung Humus der tief eingearbeitet wird.</p>
<p>Mehltau macht den Pflanzen manchmal auch zu schaffen. Der sogenannte <strong>Erdbeermehltau</strong> kann zu Ertragseinbußen im Folgejahr führen. Er tritt meist nach der Ernte auf. Düngen Sie schlecht versorgte Böden mit einem chloridarmen Dünger oder speziell im Handel erhältlichen Erdbeerdünger. Zusätzlich werden die Pflanzen auf eine Höhe von 5 cm zurück geschnitten. Achten Sie darauf, dass Sie nicht die Herzknospe oder das Herzblatt erwischen &#8211; einige Erdbeerpflanzen reagieren darauf ziemlich ungehalten.</p>
<p>Ein weiterer Übeltäter, der Ihren wertvollen Erdbeeren übel zusetzen kann nennt sich <strong>Weißfleckenkrankheit</strong>. Abhängig von Bodenstruktur und Witterung tritt dieser Erreger meist an Pflanzen mit dunklem Laub auf. Ist ihr gesamtes Beet davon befallen, lohnt sich eventuell ein Versetzen von Ablegern auf ein neues Beet. Ansonsten werden die Erdbeerpflanzen nach der Ernte ebenfalls nur auf 5 cm zurück geschnitten, um Ertragseinbußen im Folgejahr zu vermeiden.</p>
<p>Zum <strong>Erdbeerblütenstecher</strong> erhielt ich in einem Gärtnerforum folgenden Hinweis. Zur Familie der Rüsselkäfer gehörend, legt das Weibchen im Frühjahr einzelne Eier in die Blütenknospen von Rosengewächsen. Also auch Brombeeren, Himbeeren, Nelkenwurz oder Rosen. Die Larve verpuppt sich darin und und die Knospe dient ihr als Nahrung. Danach lässt sich der neue Käfer andere Erdbeer-Blütenblätter schmecken und kommt erst im Spätsommer zur Ruhe. Helfen kann in der Erntezeit nur das kontinuierliche Absammeln der vertrockneten Blütenknospen und der kleinen Plagegeister. Nach der Ernte empfiehlt sich eine Spritzung mit Rainfarntee. Diese soll neuem Befall vorbeugen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Biologische-Tipps-und-Mischkultur'><span style="text-decoration: underline;">Biologische Tipps und Mischkultur</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Düngen sollten Sie Ihre Erdbeeren, um eine ertragreiche Ernte zu gewährleisten. Es gibt im Handel diverse Volldünger speziell für Erdbeeren. Auf 25 qm arbeiten Sie um die 1-2 kg dieses Vorratsdüngers gründlich in den Boden ein. Bei einer 2. Düngung verwenden Sie dann noch die Hälfte dieser Menge pro 25 qm. Zwischen den Düngungen sollten 4 Wochen liegen. Dies gilt für frische Anpflanzungen.</p>
<p>Bei bereits mehrjährigen Kulturen streuen Sie die gleiche Menge im Abstand von 6 Wochen; am besten nach der Ernte auf die Fläche rund um Ihre Erdbeerpflanzen, damit diese neue Kraft tanken können. Wer keine künstlichen Dünger einsetzen möchte, kann auch gut verrotteten Stallmist, Kompost oder Humus zwischen die Erdbeeren geben. Die Ausbringung von Dünger sollte vor dem Bepflanzen des Beetes von Juli bis September oder für Frühlingsanpflanzungen nach der Ernte erfolgen.</p>
<p>Knoblauch hat auf Erdbeeren eine bakterizide und fungizide Wirkung. Zwiebeln oder Schalotten in ihrer Nähe angebaut sollen gegen Pilzkrankheiten und Spinnmilben schützen. Tagetes mit Erdbeeren zusammen angebaut wirkt gegen Nematoden und Drahtwürmer, erhöht den Ernteertrag und fördern die Bodengesundheit. Außerdem bedeckt es den Boden mit einer natürlichen Mulchschicht und schützt ihn so vor Austrocknung oder Auschschwemmung.</p>
<p>Bei der Mischkultur von Gartenbohnen und Erdbeeren gibt es widersprüchliche Informationen. Testen Sie es einfach selbst einmal und teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mit?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Ernte-und-Lagerung'><span style="text-decoration: underline;">Ernte und Lagerung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie können Erdbeeren einkochen oder trocknen um sie zu konservieren. Manche Sorten eignen sich auch hervorragend zum einfrieren. Frische Erdbeeren sollten im Kühlschrank nicht länger als 1 &#8211; 2 Wochen aufbewahrt werden. Danach verlieren sie meist ihre satte Farbe und vor allem den Geschmack. Entfernen Sie sorgfältig alle weichen oder bereits faulenden Früchte, damit diese die gesunden nicht anstecken.</p>
<p>Erdbeeren sind sogenannte nichtklimakterische Früchte. Das bedeutet auf Deutsch: Wenn sie diese Früchte im grünen Stadium ernten, reifen diese wie z. B. Äpfel oder Bananen unter Sauerstoffzufuhr nicht nach. Also mit der Ernte am besten immer warten, bis die Früchte eine schöne rote oder bei manchen Sorten auch weiße Farbe vorweisen. Ein typisches Anzeichen für die Reife ist auch ein intensiver Erdbeerduft und relativ weiche Früchte.</p>
<p>Leckere Delikatessen schenken uns frühe Sorten der Gartenerdbeeren schon Anfang Mai. Wer späte oder dauernd tragende Sorten sein Eigen nennt, kann diese Pflanzen bis zum ersten Frost beernten. Die Natur bietet uns diese Möglichkeit nicht. Dort werden Sie die schmackhaften kleinen Früchte der Wald-Erdbeeren nur von Juni &#8211; Juli an Waldwegen, Wegböschungen und Waldlichtungen finden.</p>
<p>Ernten Sie die Früchte der Wald-Erdbeere die mehr heilende und stärkende Wirkstoffe besitzen, als unsere Gartenerdbeeren. Sie können auch an einem luftigen und schattigen Platz getrocknet werden.</p>
<p>Die Blätter dieser Heilpflanze sammeln Sie möglichst von Mai &#8211; Juni, da der Gerbstoffgehalt in diesem Stadium eher gering ist, dann aber ständig ansteigt. Ein geringer Gerbstoffgehalt ergibt den besten Tee. Wer den Gerbstoff zu Heilzwecken benötigt, erntet die Blätter der Walderdbeere dann zu einem späteren Zeitpunkt.</p>
<p>Die Pflanzen stehen sehr häufig einzeln oder in kleinen Gruppen. Sollten Sie jedoch auf eine Wald-Erdbeerwiese mit einem flächigen Bestand treffen, können Sie das getrost als Ihren Glückstag bezeichnen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Wurzeln der Walderdbeeren können bei Bedarf im Frühjahr oder Herbst ausgegraben und ebenfalls getrocknet werden. Dies empfiehlt sich aber nur, wenn Sie auf größere Bestände treffen oder eine sinnvolle Verwendung für diese Pflanzenteile haben. Nehmen Sie Rücksicht auf unsere Natur &#8211; Sie sind ein Teil davon!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Verwendungsmglichkeiten'><span style="text-decoration: underline;">Verwendungsmöglichkeiten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Hausapotheke'><span style="text-decoration: underline;">Hausapotheke</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn hier in der Hausapotheke von Erdbeerblättern, Früchten oder Wurzeln die Rede ist, sind ausschließlich die Pflanzenteile der Wald-Erdbeere gemeint. Unsere kultivierten und gezüchteten Gartenerdbeerblätter eignen sich weniger für diese Anwendungen. Die Rezeptur eines wohltuenden Tees kann wie folgt zubereitet werden:</p>
<ul>
<li>20 g Himbeerblätter</li>
<li>10 g Erdbeerblätter</li>
<li>5 g Brombeerblätter</li>
<li>2 g Waldmeisterkraut</li>
</ul>
<p>250 ml kochendes Wasser werden über 2 gehäufte Teelöffel dieser Mischung gegeben. Ziehen darf der Tee 5 min; danach abseihen und genießen. Er eignet sich als Haustee und kann durch eigene Geschmacksrichtungen durchaus noch <del>verändert</del> verbessert werden. Geben Sie Hagebutten, Melissenblätter, Zitrone, Hibiskusblüten oder eine Teelöffel Honig hinzu und kreieren Sie Ihren ganz persönlichen Favoriten.</p>
<p>Wurzeln und spät geerntete Blätter werden durch ihren hohen Gehalt an Gerbstoffen oft bei Durchfällen, Magen- und Darmstörungen oder zum Spülen und Gurgeln bei entzündeten Schleinhäuten verwendet. Man kocht die Drogen ab und bereitet daraus einen Tee.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Homopathie'><span style="text-decoration: underline;">Homöopathie</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei der Behandlung von Verdauungsstörungen, Nesselausschlägen oder Durchblutungsstörungen wird aus den Früchten der Erdbeere das Homöopathikum Fragaria hergestellt. 2 Mal täglich werden dem Patienten davon 5-8 Tropfen in der Potenz D2 und D3 verabreicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Kche'><span style="text-decoration: underline;">Küche</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Blüten der Erdbeeren sind ebenfalls essbar. Sie können diese hübschen Gebilde kandieren oder mit ihnen Salate und Desserts garnieren. Auch Ihrer eigenen Teemischung können sie eine dekorative Nuance verleihen und ihre Wirkstoffe an selbigen abgeben; frisch oder getrocknet.</p>
<div id="attachment_270" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeertorte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-270" class="wp-image-270 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeertorte-300x196.jpg" alt="Eine leckere Erdbeertorte - wer kann da widerstehen?" width="300" height="196" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeertorte-300x196.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeertorte.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-270" class="wp-caption-text">Eine leckere Erdbeertorte &#8211; wer kann da widerstehen? (Foto: <a title="Die externe Seite " href="http://www.flickr.com/people/hexenesi/" target="_blank" rel="noopener">HeXeNeSi</a> / flickr.com, Lizenz: <a title="Die externe Seite " href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener">CC-BY)</a></p></div>
<p>Am besten schmecken jedoch die sich daraus entwickelnden Früchte. Unsere geliebte Erdbeere ist beliebt bei Alt und Jung. Ich kennen niemanden, der einer Erdbeertorte aus frisch geernteten Erdbeeren widerstehen kann.</p>
<p>Aber auch Erdbeermarmelade, Erdbeereis, Erdbeerquark, Erdbeerbowle, Erdbeerdessert und Erdbeercreme können den Gaumen von Groß und Klein verwöhnen.</p>
<p>Und es geht noch weiter: Ein Erdbeerkräuterlikör tut nicht nur Ihrer Gesundheit gut, sondern ist auch ein ausgefallenes Geschenk für so manche Gelegenheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Historische-Verwendung'><span style="text-decoration: underline;">Historische Verwendung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>(In eigener Sache: Die Zeiten, in denen man sich nach einer Zahnwurzelbehandlung eine Nelke in die Backe schob oder eine Betäubung mit einem Knüppel bzw. literweise Alkohol herbeiführte sind vorbei. Heutzutage gibt es wirksamere Methoden, um die eigene Gesundheit zu erhalten. Vor dem Gebrauch der hier aufgeführten historischen Verwendungsmöglichkeiten ist immer der Hausarzt oder Apotheker zu konsultieren! Sehen Sie die Nutzbarmachung der Flora, die unsere Vorfahren einsetzten, mit einem zwinckerndem Auge und mehr als unterhaltende Lektüre. Nichtsdestotrotz sind viele dieser älteren Methoden, unseren Pflanzenreichtum zu nutzen, auch heute noch und bspw. in Notzeiten durchaus wirksam und nur wenig an ihrer Bedeutung verloren.)</em></p>
<p>Auch hier der Hinweis, dass es sich ausschließlich um Pflanzenteile der wild vorkommenden Walderdbeere handelt.</p>
<p>Schon im Altertum naschten die Leute Erdbeer-Früchte und verbesserten damit die Gallen- und Leberfunktion. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die wohltuende Wirkung auf eine überbeanspruchte Leber und empfehlen diese Erdbeerkur:</p>
<p>An einem Tag pro Woche werden in der Walderdbeeren-Saison 3 mal täglich 125 g Walderdbeeren verspeisst. Viel Erfolg bei der Suche.</p>
<p>Früher wurde aus den gerbstoffhaltigen älteren Blättern und Wurzeln der Wald-Erdbeeren ein Gebräu bereitet, dass gegen Gelbsucht geholfen haben soll.</p>
<p>Schwächlichen Kindern empfahl Sebastian Kneipp (1821-1897) die Einnahme eines Tees aus getrockneten Erdbeerblättern nach folgender Zubereitung:</p>
<ul>
<li>250 ml kochendes Wasser überr 2 gehäufte Teelöffel Blätter geben</li>
<li>voe dem abseihen 15 min ziehen lassen</li>
<li>täglich werden davon 3 Tassen getrunken</li>
<li>bei Bedarf kann mit dem lauwarmen Tee auch die Mundhöhle gespült oder gegurgelt werden</li>
</ul>
<p>Bei Verwendung der getrockneten Wurzel halbieren Sie die Droge; also 1 Teelöffel auf 250 ml kochendes Wasser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Besondere-Arten-und-Sorten'><span style="text-decoration: underline;">Besondere Arten und Sorten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt momentan mehr als 1000 gezüchtete Erdbeersorten. Eine grobe Unterteilung empfiehlt sich nach den Kriterien <em>Erwerbsanbau</em> oder <em>Sorten für Kleingärtner</em>. In diversen Farben oder Größen, optimal in sämtliche Regionen wachsend, für den großen oder kleinen Geldbeutel und vor allem jeden Geschmack wurde diese kleine Walderdbeere in den letzten Jahrzehnten gezüchtet.</p>
<p>Einen kleinen Überblick der vielfältigen Erdbeersorten möchte ich Ihnen in dieser Übersicht präsentieren. Wichtigen und vor allem oft angebauten Erdbeerpflanzen wurde der Vorrang gegeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Erdbeersorten-bersicht'><span style="text-decoration: underline;">Erdbeersorten Übersicht</span></h4>
<ul>
<li><strong>Elsanta</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; rote bis orangerote, große bis mittelgroße, süße bis sehr süße, glänzende Früchte mit orangerotem Fruchtfleisch und hohem Vitamin-C Gehalt; Erdbeerpflanze die nur auf optimalen Böden gut gedeiht; typische Supermarkt-Erdbeere die relativ lange haltbar ist und sich gut einfrieren lässt; bei zweiter Ernte kleinere Früchte</li>
<li><strong>Honeyoye</strong> &#8211; frühe Erntezeit; dunkelpurpurrote mittelgroße bis große Früchte mit dunkelorangerotem Fleisch; markantes aromatisches aber nicht zu süßes Erdbeeraroma; geeignet für Desserts und Marmeladen; zweite Ernte möglich jedoch mit kleineren Früchten</li>
<li><strong>Korona</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; mittelfeste, mittelgroße bis große, leuchtend-hellrote, relativ lang haltbare Früchte mit süßem, aromatischen Aroma; hoher Ertrag, bei zweiter Ernte kleinere Früchte; schöner aufrechter Pflanzenwuchs und hoher Ertrag</li>
<li><strong>Lambada</strong> &#8211; frühe Erntezeit; hellrote, länglich kegelförmige, gleichmäßige, große und sehr süße Früchte mit ausgezeichnetem Geschmack; etwas geringerer Ertrag; dafür kommen die Pflanzen in der Reihe mit einem Abstand von 20 cm aus; mag eher trockenen Boden</li>
<li><strong>Mieze Schindler</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; kleine bis mittelgroße, süße, zarte und aromatische Früchte die eher Himbeeren oder Brombeeren ähneln; Kelch eingewachsen; älteste kultivierte Sorte (fast 100 Jahre); eine Praline unter den Erdbeeren die aber rein weibliche Blüten besitzt und eine andere Erdbeersorte in ihrer Nähe braucht, um befruchtet zu werden</li>
<li><strong>Mieze Schindler Nova</strong> &#8211; mittelspäte bis späte und sehr lange Ernteperiode; kräftig rote, mittelgroße bis große und feste Früchte mit ausgezeichnetem Aroma; Kelch aufsitzend; kleinere Früchte bei zweiter Ernte; neue Züchtung aus Sachsen, die Blüten mit eigenen Staubgefäßen bildet und sich somit selbst bestäubt</li>
<li><strong>Ostara</strong> &#8211; immertragende, sogenannte remontierende Sorte; diese Erdbeerpflanze hat mehrere Ernteschübe im Jahr und kann Ihnen bis in den Herbst hinein mittelgroße Früchte schenken, die ein leckeres Aroma besitzen und gut haltbar sind</li>
<li><strong>Polka</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; dunkelrote bis purpurrote, mittelgroße, stark glänzende aromatische und süße Früchte mit mittelrotem Fruchtfleisch; bei zweiter Ernte kleinere Erdbeeren; gleichmäßiger Wuchs und hoher Ertrag; braucht viel Feuchtigkeit während der Blüte- und Reifezeit und mag schwere Böden</li>
<li><strong>Salsa</strong> &#8211; späte Erntezeit; trägt erst im Juni hellrote, große bis sehr große, lange haltbare, aromatische und saftige Früchte</li>
<li><strong>Senga Sengana</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; dunkelrote, aromatische und sehr süße Früchte; geeignet für Desserts, Marmeladen, Erdbeertorten, zum Frischverzehr oder gut zum Einfrieren; widerstandfähige und sehr robuste Sorte, daher für Gartenanfänger geeignet</li>
<li><strong>Sonata</strong> &#8211; mittelspäte Erntezeit; sehr schöne, gleichmäßige, große, hellrote, saftige und süße Früchte mit etwas rosa gefärbtem Fruchtfleisch; nur einmaltragend; geeignet für frühe Gewächshauskulturen und kältere Anbaugebiete; Erdbeeren relativ lange haltbar; gute Befruchtungseigenschaften</li>
<li><strong>Symphony</strong> &#8211; späte Erntezeit; mittelgroße bis große, mittelrote Früchte mit glänzender Oberfläche, durchgefärbtem Fruchtfleisch und gutem Aroma; relativ lange haltbar; guter Ertrag; durch ihre Anpassungsfähigkeit ist die Pflanze auch für den Anbau in kühleren Regionen geeignet; resistent gegen Wurzelfäule; starker Wuchs, daher nicht zu eng setzen</li>
</ul>
<div id="attachment_195" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Erdbeeren.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-195" class="wp-image-195 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Erdbeeren-300x235.jpg" alt="Erdbeeren" width="300" height="235" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Erdbeeren-300x235.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Erdbeeren.jpg 500w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-195" class="wp-caption-text">Erdbeeren schmecken im Sommer doch am besten</p></div>
<p>Für ausgefallene Sorten steht Ihnen das Internet mit seinen diversen Online Shops zur Verfügung, in denen viele Erdbeerhändler und -Züchter Ihre Pflanzen anbieten.</p>
<p>Die sogenannte <strong>Indische Erdbeere</strong> oder <strong>Scheinerdbeere</strong> (Potentilla indica), füher (Duchesnea indica), findet man häufig in Schuttunkrautfluren, Feldrändern, Berghängen, in Wiesen oder an feuchten Standorten wie Flussufern. Sie stammt ursprünglich aus Asien. Andere bekannte Namen sind Erdbeer-Fingerkraut oder Falsche Erdbeere. Die Früchte dieser potenziell invasiven Wildpflanze haben aber eher wenig bis keinen Geschmack.</p>
<p><strong>Zimt-Erdbeeren</strong> (Fragaria moschata) findet man häufig in Laubwäldern und Gebüschen. Diese ebenfalls wild wachsende Art wurde in der Schweiz und in Teilen Österreichs unter Schutz gestellt &#8211; darf also nicht beerntet oder die Pflanzen entfernt werden. Findet man diese wohlschmeckenden und würzigen Früchte in Deutschland, eignen sich diese zur Bereitung von Fruchtmarmeladen, Kräuterlikör oder die frischen bzw. getrockneten Blätter und Blüten für Teemischungen.</p>
<p>Wer öfter in unserer Natur unterwegs ist, wird sicher auch schon auf die <strong>Hügel-Erdbeere</strong> (Fragaria viridis) gestoßen sein. Sie finden diese seltene Art vorwiegend in sonnigen Staudensäumen an Gehölzen. Sie ist ebenso verwendbar wie die Zimt-Erdbeere.</p>
<p>In Waldlichtungsfluren und -gebüschen öfter anzutreffen ist unsere ebenfalls heimische <strong>Wald-Erdbeere</strong> (Fragaria vesca). Diese Urform unserer Gartenerdbeere hat kleinere Früchte als unsere kultivierten Sorten. Geschmacklich können sie aber durchaus mit den <em>Großen</em> mithalten. Auf alle Fälle schmecken diese kleinen Erdbeeren besser als die nebensaisonale Supermarktware, die zwar akkurat aussieht, geschmacklich aber mehr als enttäuscht.</p>
<p>Blätter, Blüten und Früchte &#8211; diese Wald-Erdbeere ist ein wahres Schatzkästchen unserer heimischen Flora. Ob getrocknet oder frisch, für eine schmackhafte und wohltuende Terkräutermischung, zum Garnieren oder Dekorieren &#8211; experimentieren Sie selbst und lassen Sie der Fundstelle genug Blattwerk übrig, damit sie sich von Ihrem <em>Raubzug</em> erholen kann. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Nebenwirkungen'><span style="text-decoration: underline;">Nebenwirkungen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Manche Menschen reagieren auf Erdbeeren allergisch und bekommen einen stark juckenden Ausschlag, wenn sie die Früchte essen. Dies gilt auch für Wald-Erdbeeren. Nebenwirkungen auf einen Tee aus den Erdbeerblättern sind hingegen nicht bekannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Wichtiger-Hinweis'><span style="text-decoration: underline;">Wichtiger Hinweis</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wichtiger Hinweis: Die in diesem Artikel und dem gesamten Pflanzenlexikon aufgeführten Hinweise zur Verwendung der einzelnen Pflanzen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen. Bevor Sie diese Pflanzen verwenden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Diverse Pflanzen und deren Inhaltsstoffe können in Verbindung mit bereits eingenommenen Medikamenten schwere Nebenwirkungen verursachen. Eine fachliche Beratung kann Ihnen nur Ihr Arzt garantieren. Sie muss <strong>vor</strong> der Einnahme der hier vorgestellten Pflanze erfolgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Tipp-am-Ende-des-Artikels'><span style="text-decoration: underline;">Tipp am Ende des Artikels</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Tabelle zu den <a href='http://pflanzenlexikon.org/buecher-ueber-essbare-wildpflanzen-und-wildkraeuter/' class='small-button smallgreen' target="_blank">Büchern über essbare Wildpflanzen und Wildkräuter</a> gibt es jede Menge mehr Informationen zu den Pflanzen die wir nicht nur als Nahrung achten. Mehr als 600 Bücher werden dort vorgestellt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dill</title>
		<link>http://www.pflanzenlexikon.org/dill-anethum-graveolens/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=dill-anethum-graveolens</link>
					<comments>http://www.pflanzenlexikon.org/dill-anethum-graveolens/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uwe Ross]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Feb 2013 17:20:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[D]]></category>
		<category><![CDATA[Slider]]></category>
		<category><![CDATA[(Anethum graveolens)]]></category>
		<category><![CDATA[Dill]]></category>
		<category><![CDATA[Dill-Tee]]></category>
		<category><![CDATA[Dillsamen]]></category>
		<category><![CDATA[Dillsoße]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe Senf und Dill, mein Mann muss tun was ich will. Diesen Spruch murmelten einst junge Bräute auf Ihrem Weg zum Altar und steckten sich einige Dillsamen in die Schuhe. Ob das heute noch funktioniert? Man(n) sollte es mal ausprobieren.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe Senf und Dill, mein Mann muss tun was ich will. Diesen Spruch murmelten einst junge Bräute auf Ihrem Weg zum Altar und steckten sich einige Dillsamen in die Schuhe. Andere reglementierten mit dieser Pflanzen-Kombination das Liebesleben. Ob das heute noch funktioniert? Man(n) sollte es mal ausprobieren.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_223" style="width: 198px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dill-Anethum-graveolens.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-223" class="wp-image-223 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dill-Anethum-graveolens-188x300.jpg" alt="Dill (Anethum graveolens)" width="188" height="300" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dill-Anethum-graveolens-188x300.jpg 188w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dill-Anethum-graveolens.jpg 300w" sizes="(max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a><p id="caption-attachment-223" class="wp-caption-text">Dill (Anethum graveolens)</p></div>
<p><em><div id='toc'><div id='toc_title' class='post-218'>Inhaltsverzeichnis</div>
<ul><li><a href="#Botanischer-Steckbrief">Botanischer Steckbrief</a></li>
<li><a href="#Verwechslungsgefahr-mit-giftigen-Pflanzen">Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen</a></li>
<li><a href="#Volkstmliche-Namen">Volkstümliche Namen</a></li>
<li><a href="#Heimat-und-Verbreitung">Heimat und Verbreitung</a></li>
<li><a href="#Inhaltsstoffe">Inhaltsstoffe</a></li>
<li><a href="#Geschmack-und-Wrze">Geschmack und Würze</a></li>
<li><a href="#Anbau-und-Pflege">Anbau und Pflege</a></li>
<li><a href="#Samenbau-und-Vermehrung">Samenbau und Vermehrung</a></li>
<li><a href="#Pflanzengesundheit">Pflanzengesundheit</a></li>
<li><a href="#Biologische-Tipps-und-Mischkultur">Biologische Tipps und Mischkultur</a></li>
<li><a href="#Ernte-und-Lagerung">Ernte und Lagerung</a></li>
<li><a href="#Verwendungsmglichkeiten">Verwendungsmöglichkeiten</a>
<ul><li><a href="#Hausapotheke">Hausapotheke</a></li>
<li><a href="#Kche">Küche</a></li></ul></li>
<li><a href="#Historische-Verwendung">Historische Verwendung</a></li>
<li><a href="#Besondere-Arten-und-Sorten">Besondere Arten und Sorten</a></li>
<li><a href="#Nebenwirkungen">Nebenwirkungen</a></li>
<li><a href="#Wichtiger-Hinweis">Wichtiger Hinweis</a></li>
<li><a href="#Tipp-am-Ende-des-Artikels">Tipp am Ende des Artikels</a></li>
</ul></li></ul>
</div></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Botanischer-Steckbrief'><span style="text-decoration: underline;">Botanischer Steckbrief</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dill (Anethum graveolens) ist eines der ältesten Gewürz- und Heilkräuter. Es gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und der Gattung Anethum. Zwischen 50 &#8211; 125 cm hoch kann sich der Stengel des Dills aus einer spindelförmigen, dünnen Wurzel emporstrecken. Die fein gefiederten Blätter verzweigen sich meist mehrfach und ihre Blattscheide umfasst den Stengel.</p>
<p>Von Juni bis August erscheinen auf den großen, strahlenförmigen Dolden gelbe kleine Blüten. Wurden diese reichlich durch diverse Kleininsekten bestäubt, reifen daraus die runden, länglichen Dillsamen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Verwechslungsgefahr-mit-giftigen-Pflanzen'><span style="text-decoration: underline;">Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einige Pflanzen in Wald und Flur sehen dem wild wachsenden Dill zum Verwechseln ähnlich. Wer in der Natur unterwegs und sich nicht 100%ig sicher ist, sollte die Finger von den Doldenblütlern lassen. Es gibt darunter tödlich giftige Arten.</p>
<p>So z. B. die Hundspetersilie (Aethusa cynapium), den Gefleckten Schierling (Conium maculatum) oder den Wasserschierling (Cicuta virosa). Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal sind hier die Blätter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Volkstmliche-Namen'><span style="text-decoration: underline;">Volkstümliche Namen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Blähkraut, Däll, Dille, Dillfenchel, Dillich, Dillsamen, Dillscheiben, Dyl, Gurkenkraut, Gurkenkräutl, Gurkenkümmel, Hochkraut, Ille, Kapernkraut, Kappiskraut, Kümmerlingskraut, Till, Umorkenkraut</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Heimat-und-Verbreitung'><span style="text-decoration: underline;">Heimat und Verbreitung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Dill stammt ursprünglich aus Südwest- und Vorderasien. Auch Südeuropa wird als Herkunftsgebiet gerne genannt. Bereits die alten Ägypter wussten dieses Kraut zu schätzen und einigen Mönchen war es zu verdanken, dass sie diese Gewürz- und Heilpflanze über die Alpen in unsere Regionen schleppten.</p>
<p>Schon die antiken Griechen und Römer wussten es zu schätzen und in der legendären Pflanzenliste Karls des Großen (747 &#8211; 814) hatte Dill ebenfalls einen würdigen Platz erhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Inhaltsstoffe'><span style="text-decoration: underline;">Inhaltsstoffe</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>2,5 &#8211; 4% Ätherische Öle mit hohem Carvon-Anteil, 18% fette Öle, Cumarine</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Geschmack-und-Wrze'><span style="text-decoration: underline;">Geschmack und Würze</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine herbe, ganz leicht frische Würze zeichnen die Blätter des Dills aus. Das intensive Aroma verdankt er seinem hohen Anteil an ätherischen Ölen. Diese werden ebenfalls konzentriert in den Dillsamen gespeichert. Das führt dazu, dass die Samen eher einen kümmelartigen, leicht bitteren Geschmack aufweisen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Anbau-und-Pflege'><span style="text-decoration: underline;">Anbau und Pflege</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Dill ist als einjähriges Kraut nicht frosthart. Ab Ende März / Anfang April und über die gesamte Saison, also in mehreren Abständen, können Sie Ihre Dillsamen im Boden versenken oder einfach breitwürfig im Garten verteilen. Da er ziemlich schnell keimt und wächst, werden die ersten Blätter schon nach 6-8 Wochen erntereif.</p>
<p>Der Dill mag feuchte Füße aber keine stauende Nässe. Lassen Sie den Boden um die Pflanzen niemals austrocknen. Ich empfehle eine Untersaat mit Tagetes oder Ringelblumen. Wenn der Boden durch andere großblättrige Pflanzen wie Gurken oder Kürbis beschattet wird; umso besser für beide Pflanzen, da diese sich gegenseitig ergänzen. Steht der Dill alleine, kann auch eine Mulchschicht den Boden feucht halten.</p>
<div id="attachment_245" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/3-kg-frischer-Dill.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-245" class="  wp-image-245 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/3-kg-frischer-Dill-300x243.png" alt="3 kg frischer Dill" width="300" height="243" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/3-kg-frischer-Dill-300x243.png 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/3-kg-frischer-Dill.png 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-245" class="wp-caption-text">3 kg frischer Dill</p></div>
<p>Dill samt sich, wenn er einmal im Garten heimisch wurde und es ihm dort gefällt, meist selbst aus. Dafür sorgen unter anderem die nicht geernteten Samen vom letzten Herbst und/oder die vielen Tiere in unserem kleinen Paradies. Falls Sie ihn auf ein extra Beet anbauen möchten, sollten die Reihen 25 &#8211; 30 cm Abstand einhalten. Die einzelnen Reihen werden bei Bedarf ausgelichtet, um kräftige und gesunde Pflanzen zu erhalten.</p>
<p>Wer meint, Dill sei ein anspruchsloses Kraut, kann leicht eines Besseren belehrt werden, wenn der eigene Dill nur kümmert. Obwohl er als Doldenblütler die Bodengare eher belastet, mag er selbst einen lockeren und humusreichen Boden. Windgeschützt sollte diese Primadonna stehen und volle Sonne braucht sie, um ihre wertvollen ätherischen Öle zu <em>produzieren</em>.</p>
<p>Ein Umsetzen oder Umpflanzen mag Dill gar nicht gerne, da seine empfindlichen Pfahlwurzeln und die daran befindlichen Nebenwurzeln dabei Schaden nehmen. Schon nach kurzer Zeit ohne Feuchtigkeit lässt die Pflanze den Kopf hängen und braucht einige Zeit, um anständig weiter zu wachsen und schmackhafte Blätter oder Samen abzuliefern. Wenn der Dill doch im Weg steht, empfehle ich nur die jungen Pflänzchen zu versetzen, da sie das gegenüber den schon größeren Exemplaren besser wegstecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Samenbau-und-Vermehrung'><span style="text-decoration: underline;">Samenbau und Vermehrung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vermehrt wird Dill generativ, also über Samen. Ernten Sie neben den Blättern auch die Samen im späten Herbst rechtzeitig. Die einzelnen Samendolden reifen leider nicht zur gleichen Zeit ab. Ab August und je nach Witterung entdecken sie in 2 &#8211; 3 Monaten bei den bestäubten Blüten erste Anzeichen von Samen. Kontrollieren Sie öfters Ihren Bestand, um ein vorzeitiges Ausfallen der Samen zu verhindern.</p>
<p>Wer auf auf Nummer sicher gehen will, schneidet die Dolden bereits ab, wenn diese zu bräunen beginnen, aber noch nicht reif genug sind um auszufallen. Im engmaschigen Netz werden die Dolden an einem schattigen und trockenen Platz aufgehängt und trocken so nach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Pflanzengesundheit'><span style="text-decoration: underline;">Pflanzengesundheit</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nur den direkten Kontakt zu anderen Doldenblütlern wie Fenchel, Pastinaken oder Petersilie mag der Dill nicht. Dill sollte auch nicht 2 Jahre hintereinander auf dem selben Beet angebaut werden. Empfehle eine Anbaupause von 4-5 Jahren zu anderen Doldenblütlern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Biologische-Tipps-und-Mischkultur'><span style="text-decoration: underline;">Biologische Tipps und Mischkultur</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dill eignet sich sehr gut als Mischkulturpartner. Bei sämtlichen Kohlsorten und Roter Bete hält er die Schädlinge ab. Zusätzlich soll er die das Aufgehen und die Keimfähigkeit verschiedener anderer Gemüsesaaten wie Kohl, Möhren, Rote Bete, Salat und Zwiebeln fördern.</p>
<p>Ihm gefällt es neben Erbsen, Gartenbohnen, Kartoffeln, Porree, Rettich, Salat, Spinat, Tomaten, Zuckermais und Zwiebeln. Den Geschmack der Gurken soll er verbessern, wenn er dicht neben diesen wächst. In Mischkultur mit Sellerie gibt es widersprüchliche Informationen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Ernte-und-Lagerung'><span style="text-decoration: underline;">Ernte und Lagerung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_244" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dillsamen-fuer-einen-ganzen-Winter.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-244" class="wp-image-244 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dillsamen-fuer-einen-ganzen-Winter-300x246.png" alt="Dillsamen für einen ganzen Winter" width="300" height="246" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dillsamen-fuer-einen-ganzen-Winter-300x246.png 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dillsamen-fuer-einen-ganzen-Winter.png 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-244" class="wp-caption-text">Dillsamen für einen ganzen Winter</p></div>
<p>Die feinen Blätter des Dills können laufend geerntet werden. Achten Sie aber darauf, dass Sie der Pflanze genügend Blattwerk zum Überleben übrig lassen. Falls ausreichend Grünzeug zur Verfügung steht, kann Dill auch sehr gut eingefroren werden, um einen Vorrat für die kalten Wintermonate zu schaffen. Dill verliert zwar im gefrorenen Zustand einen Teil seiner Geschmacksstoffe, gehört aber zu den wenigen Kräutern, bei denen sich der Geschmacksverlust durch das Einfrieren in Grenzen hält.</p>
<p>Die getrockneten Dillsamen fühlen sich in einem gut schließenden Twist-Off Glas wohl. Dunkel und trocken gelagert, behält der Samen bei günstigen Lagerbedingungen seine Keimfähigkeit 2 &#8211; 3 Jahre.</p>
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<h3 id='Verwendungsmglichkeiten'><span style="text-decoration: underline;">Verwendungsmöglichkeiten</span></h3>
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<h4 id='Hausapotheke'><span style="text-decoration: underline;">Hausapotheke</span></h4>
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<p>Einen bekömmlichen Tee erhalten Sie, wenn einige Dillsamen mit kochendem Wasser überbrüht werden. Er verspricht Linderung bei krampfartigen Bauchschmerzen, Blähungen und allgemeine Magenverstimmungen. Bei stillenden Müttern regt er den Fluss der Muttermilch an.</p>
<p>Ungesüßt hilft er gegen Schluckauf. Als wirkungsvolles und natürliches Schlafmittel wird mit einem Löffel Honig gemischt und vor dem zu Bett gehen warm getrunken. Dem Dill-Tee, der auch mit Fenchel- oder Kümmelsamen gemischt werden kann, wurde ebenfalls eine leicht harntreibende Wirkung nachgewiesen.</p>
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<h4 id='Kche'><span style="text-decoration: underline;">Küche</span></h4>
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<p>Zu einer hellen Soße gesellt sich eine Handvoll frischer (oder gefrorener) Dill, ein Spritzer Zitrone und eine Prise Zucker. Das Endprodukt: eine schmackhafte Dillsoße, die nicht nur zu allerlei Fischsorten oder Schalentieren passt, sondern auch über gekochten Eiern dem Magen und Gaumen ein Festmahl bereitet.</p>
<div id="attachment_243" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Ein-leckerer-und-gesunder-Salat-mit-Dill-garniert.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-243" class="  wp-image-243 size-full" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Ein-leckerer-und-gesunder-Salat-mit-Dill-garniert.png" alt="Ein leckerer und gesunder Salat mit Dill garniert" width="300" height="287" /></a><p id="caption-attachment-243" class="wp-caption-text">Ein leckerer und gesunder Salat mit Dill garniert</p></div>
<p>Kalte Platten werden durch Garnituren von frischem Dill nicht nur zum Augenschmaus. Wer gern Gurken einlegt, wird auf das Gewürzkraut ebenso wenig verzichten, wie der Salat-Fan, sei es nun Grüner oder Kartoffelsalat.</p>
<p>Auch dem Hammelbraten verleiht er einen unverwechselbaren Geschmack und trägt zur besseren Verdauung des schweren Essens bei. Geben Sie Dillblütenstände, Blätter oder die Samen, in eine saubere Flasche und gießen Sie mit Obst- oder Weinessig auf. Der sogenannte Kräuteressig wird regelmäßig durchgeschüttelt und verbleibt 2-3 Wochen an einem sonnigen Platz. In dieser Zeit gehen die wohltuenden Inhaltsstoffe in den Essig über.</p>
<p>Dieser Kräuteressig ist fast unbegrenzt haltbar. Ein Blickfang für Ihre gesunde Küche und noch dazu sehr schmackhaft. Und ein ausgefallenes Geschenk für liebe Mitmenschen. Achten Sie aber darauf, dass keine Pflanzenteile aus der Flüssigkeit ragen, die sonst faulen könnten. Sie können den Dill aber auch mit anderen Kräutern mischen und auf die gleiche Weise ein Kräuteröl herstellen.</p>
<p>Auch möglich: Schneiden Sie einige frische Dillblätter klein und vermengen diese mit Butter oder Käse? Dill hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und lässt unsere Geschmacksrezeptoren Achterbahn fahren. Probieren und Experimentieren Sie ein wenig mit dem Kraut, um Ihre Spezialitäten zu kreieren!</p>
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<h3 id='Historische-Verwendung'><span style="text-decoration: underline;">Historische Verwendung</span></h3>
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<blockquote><p><em>Hinweis in eigener Sache: Die Zeiten, in denen man sich nach einer Zahnwurzelbehandlung eine Nelke in die Backe schob oder eine Betäubung mit einem Knüppel bzw. literweise Alkohol herbeiführte, sind vorbei. Heutzutage gibt es wirksamere Methoden, um die eigene Gesundheit zu erhalten. </em></p>
<p><em>Vor dem Gebrauch der hier aufgeführten historischen Verwendungsmöglichkeiten ist immer der Hausarzt oder Apotheker zu konsultieren! Sehen Sie die Nutzbarmachung der Flora, die unsere Vorfahren einsetzten, mit einem zwinckernden Auge und mehr als unterhaltende Lektüre. </em></p>
<p><em>Nichtsdestotrotz sind viele dieser älteren Methoden auch heute noch und bspw. in Notzeiten durchaus wirksam und verlieren dadurch nur wenig an ihrer Bedeutung.</em></p></blockquote>
<p>Schon in jungsteinzeitlichen Siedlungen wurden Dillsamen gefunden. Das war etwa 4.000 Jahre vor dem Beginn unserer Zeitrechnung. Somit zählt Dill zu den ältesten Gewürzen der Menschheit. Die Ägypter verwendeten die Heilpflanze gegen Kopfschmerzen und auch die antiken Griechen und Römer konnten ihr nicht wiederstehen.</p>
<p>Dioscurides (1. Jahrhundert) meinte zu Lebzeiten: &#8220;Vom Dill braucht man die Dolde und Samen als Mittel, die Milch zu vermehren, die Verdauung zu verbessern, zu viel und zu oft genossen schwächt er jedoch.&#8221;</p>
<p>Ein Römer namens Palladius empfahl: &#8220;Im Februar sät man den Dill; er verträgt jedes Klima; allein das laue ist ihm am liebsten! Fehlt es an Regen so gießt man! Man darf ihn nicht zu dicht säen. Manche bedecken den Samen gar nicht mit Erde, weil sie glauben, kein Vogel gehe daran.&#8221; In der römischen Küche würzte der Dill Wein und Geflügel.</p>
<p>Skeptisch gegenüber stand Hildegard von Bingen (1098 &#8211; 1179) dem Dill. Sie sagte: &#8220;Der Dille ist trocken und warm, sein Genuss stimmt den Menschen zu Traurigkeit. Roh genossen ist er nicht gesund, weil er die Feuchtigkeit und etwas Fettigkeit der Erde an sich hat; gekocht vertreibt er die Gicht.&#8221; Der bekannte deutsch Gelehrte Albert Magnus (1200 &#8211; 1280) empfahl den Dill erstmals in unseren Breiten gegen Blähungen und um die Muttermilch reichlich fließen zu lassen.</p>
<p>Schon im Mittelalter galt eine Mischung den Samen von Dill, Fenchel, Anis und Kümmel als besonders wertvoll. Nicht nur zum Brot backen oder Tee zubereiten wurden diese 4 Kräuter verwendet. Sie wirken auf Grund ihrer Inhaltsstoffe erwärmend, beruhigend und krampfstillend und durften in keinem gut sortierten Haushalt fehlen.</p>
<p>Im späten Mittelalter setzten die Kräuterväter den Dill wieder in das rechte Licht und rieten zur Verwendung des Kappiskraut nicht nur &#8220;zum Einmachen der jungen cucumern (Gurken), weil es ihnen einen guten Geschmack verleihet, sondern nehmet ihnen auch die Windigkeit und machet es desto verdaulicher&#8221;.</p>
<p>Ein anderer großer Botaniker, Tabernaemontanus (1522 &#8211; 1590), schrieb: &#8220;In Summa / unsere Weiber und Köch können des Dills in ihren Küchen keines wegs entbehren.&#8221; Und vom Dillsamen: Im Wein &#8220;stillet er das Magenwehen / das Grimmen im Leib und Reissen in den Därmen.&#8221;</p>
<p>Eine andere Verwendungsmöglichkeit, Dillsamen in die Schuhe der jungen Bräute auf dem Weg zum Altar zu stecken, um sich den Mann gefügig zu machen, habe ich ja schon am Anfang des Artikels genannt. Gibt es Erfahrungswerte der werten Leserschaft in dieser Richtung? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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<h3 id='Besondere-Arten-und-Sorten'><span style="text-decoration: underline;">Besondere Arten und Sorten</span></h3>
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<p>Wir unterscheiden heute den wild wachsenden Ackerdill (Anethum graveolens L. var. graveolens), den Indischen Dill (Anethum graveolens L. subsp. sowa) und den bekannten und beliebten Gartendill (Anethum graveolens L. var. hortorum Alef.). Von diesem Gartendill gibt es diverse Züchtungen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte kultiviert wurden. Da hätten wir zum einen den:</p>
<ul>
<li><strong>Tetra Dill</strong> &#8211; der sich durch seine blattreiche Form auszeichnet</li>
<li><strong>Farnblättriger Dill</strong> &#8211; auch Fernleaf genannt, besitzt farnähnliche Blätter und gedeiht gut in Töpfen z. B. auf dem Balkon, da er nicht so hoch wächst</li>
<li><strong>Vierling Dill</strong> &#8211; hohe standfeste Blätter mit blaugrünen Blättern</li>
<li><strong>Dukat</strong> &#8211; Sorte mit hohem Ölgehalt und starkem Aroma</li>
<li><strong>Hercules</strong> &#8211; deutsche Züchtung, die bis zu 160 cm hoch wächst, spät in Blüte geht und viele Blätter schenkt</li>
<li><strong>Bouquet</strong> &#8211; kleine, feine Blätter und niedriger Wuchs</li>
<li><strong>Elefant</strong> &#8211; eine ebenfalls stark wachsende Sorte die nicht für den Anbau im Topf geeignet ist</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Nebenwirkungen'><span style="text-decoration: underline;">Nebenwirkungen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sind keine bekannt.</p>
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<h3 id='Wichtiger-Hinweis'><strong><span style="text-decoration: underline;">Wichtiger Hinweis</span></strong></h3>
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<p>Die in diesem Artikel und dem gesamten Pflanzenlexikon aufgeführten Hinweise zur Verwendung der einzelnen Pflanzen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen. Bevor Sie diese Pflanzen verwenden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Diverse Pflanzen und deren Inhaltsstoffe können in Verbindung mit bereits eingenommenen Medikamenten schwere Nebenwirkungen verursachen. Eine fachliche Beratung erhalten Sie <strong>nur von Ihrem Arzt</strong>. Sie muss <strong>vor der Einnahme</strong> der hier vorgestellten Pflanze erfolgen.</p>
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<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
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<h3 id='Tipp-am-Ende-des-Artikels'>Tipp am Ende des Artikels</h3>
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<p>In der Tabelle zu den <a href='http://pflanzenlexikon.org/buecher-ueber-essbare-wildpflanzen-und-wildkraeuter/' class='small-button smallgreen' target="_blank">Büchern über essbare Wildpflanzen und Wildkräuter</a> gibt es jede Menge mehr Informationen zu den Pflanzen die wir nicht nur als Nahrung achten. Mehr als 600 Bücher werden dort vorgestellt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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