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	<title>Pflanzenlexikon</title>
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	<description>Garten oder Balkon - die Flora wächst und gedeiht überall</description>
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		<title>Erdbeeren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe Ross]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 13:10:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[E]]></category>
		<category><![CDATA[Slider]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeeren]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeerpflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeersorten]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeertorte. Erdbeermarmelade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wahre Disziplin beweist, wer Erdbeeren pflücken kann, ohne sich dabei welche in den Mund zu stecken. Die Erdbeeren gehören zu den aromatischen Köstlichkeiten, die uns die Natur schenkt. Lassen Sie sich in die Welt dieser schmackhaften Früchte verführen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wahre Disziplin beweist, wer Erdbeeren pflücken kann, ohne sich dabei welche in den Mund zu stecken. Die Erdbeeren (Fragaria) gehören zu den aromatischen Köstlichkeiten, die uns die Natur schenkt.</strong></p>
<div id="attachment_338" style="width: 199px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Walderdbeere-Fragaria-vesca.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-338" class="wp-image-338 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Walderdbeere-Fragaria-vesca-189x300.jpg" alt="Walderdbeere - Fragaria vesca" width="189" height="300" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Walderdbeere-Fragaria-vesca-189x300.jpg 189w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Walderdbeere-Fragaria-vesca.jpg 487w" sizes="(max-width: 189px) 100vw, 189px" /></a><p id="caption-attachment-338" class="wp-caption-text">Walderdbeere &#8211; Fragaria vesca</p></div>
<p><em><div id='toc'><div id='toc_title' class='post-259'>Inhaltsverzeichnis</div>
<ul><li><a href="#Botanischer-Steckbrief">Botanischer Steckbrief</a></li>
<li><a href="#Volkstmliche-Namen">Volkstümliche Namen</a></li>
<li><a href="#Heimat-und-Verbreitung">Heimat und Verbreitung</a></li>
<li><a href="#Inhaltsstoffe">Inhaltsstoffe</a></li>
<li><a href="#"></a></li>
<li><a href="#Geschmack-und-Wrze">Geschmack und Würze</a></li>
<li><a href="#Anbau-und-Pflege">Anbau und Pflege</a></li>
<li><a href="#Samenbau-und-Vermehrung">Samenbau und Vermehrung</a></li>
<li><a href="#Pflanzengesundheit">Pflanzengesundheit</a></li>
<li><a href="#Biologische-Tipps-und-Mischkultur">Biologische Tipps und Mischkultur</a></li>
<li><a href="#Ernte-und-Lagerung">Ernte und Lagerung</a></li>
<li><a href="#Verwendungsmglichkeiten">Verwendungsmöglichkeiten</a>
<ul><li><a href="#Hausapotheke">Hausapotheke</a></li>
<li><a href="#Homopathie">Homöopathie</a></li>
<li><a href="#Kche">Küche</a></li></ul></li>
<li><a href="#Historische-Verwendung">Historische Verwendung</a></li>
<li><a href="#Besondere-Arten-und-Sorten">Besondere Arten und Sorten</a>
<ul><li><a href="#Erdbeersorten-bersicht">Erdbeersorten Übersicht</a></li></ul></li>
<li><a href="#Nebenwirkungen">Nebenwirkungen</a></li>
<li><a href="#Wichtiger-Hinweis">Wichtiger Hinweis</a></li>
<li><a href="#Tipp-am-Ende-des-Artikels">Tipp am Ende des Artikels</a></li>
</ul></li></ul>
</div></em></p>
<h3 id='Botanischer-Steckbrief'><span style="text-decoration: underline;">Botanischer Steckbrief</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie der Name schon vermuten lässt, trägt die Erdbeere ihre Früchte in der Nähe des Bodens. Die krautartig wachsende Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse. Unterschieden werden bei den heutigen Züchtungsformen zwischen Kultur-Erdbeeren (Fragaria x ananassa) und den Wald-Erdbeeren (Fragaria vesca).</p>
<p>Langgestielte, dreizählige Blätter wachsen aus einer Rosettenstaude, die bis zu 30 cm hoch werden kann. Die Oberseite der Blätter ist meist grün; auf der Unterseite weißlich bis graugrün und behaart. Aus dem Blütenboden, der von 5 grünen Kelchblättern und 5 weißen Kronblättern umgeben ist, entwickeln sich Scheinfrüchte, die wir als Erdbeeren schätzen.</p>
<p>In der heutigen kultivierten Sortenvielfalt unserer Gartenerdbeeren gibt es kaum noch Pflanzen, die eine andere zum Bestäuben brauchen; sie sind also Zwitter. Wie unterscheiden außerdem zwischen mehrmals-, zweimal- oder einmal tragenden Erdbeerpflanzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Volkstmliche-Namen'><span style="text-decoration: underline;">Volkstümliche Namen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besingkraut, Darmkraut, Erbel, Erbern, Flohbeere, Hafelsbeere, Rote Besinge, Walderdbeere</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Heimat-und-Verbreitung'><span style="text-decoration: underline;">Heimat und Verbreitung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Obwohl die Urform der Erdbeere der ungefähren Größe unserer heutigen Walderdbeeren entspricht, wurden sie in vielen Regionen unserer Erde schon in der Steinzeit verspeist. Im Mittelalter baute man diese Erdbeeren erstmals flächenmäßig an. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden erste Verkreuzungen und gezielte Züchtungen erschaffen, um die eigentlichen Früchte zu vergrößern. Eine entscheidende Rolle dabei spielte die Chile-Erdbeere, da sie zwar über große Früchte, aber wenig Geschmack verfügte.</p>
<p>Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden mehr als 1000 Erdbeersorten gezüchtet, um die gesunden und schmackhaften Erdbeeren in aller Munde zu legen. Erdbeeren werden heute vor allem als Pflanze oder Frucht in Gartencenter und Supermarkt angeboten. Wer den ursprünglichen Geschmack der Erdbeere erfahren möchte, dem empfehle ich einen Waldspaziergang von Mai bis August. In dieser Zeit findet man die süßen Köstlichkeiten auf sonnigen Lichtungen, Holzbschlägen, an Wegböschungen oder -rändern bis zur Waldgrenze der Berge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Inhaltsstoffe'><span style="text-decoration: underline;">Inhaltsstoffe</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Blätter: ätherische Öle, Salycilsäure, Flavonoide, 5-10% Gerbstoffe (in jungen Blättern eher weniger) und Vitamin-C</li>
<li>Früchte: Eisen, Flavonoide, Folsäure, Fruchtsäuren, Kalium, Kalzium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Phosphor, Phytosterine, Zink, Zuckeralkohole, viel Vitamin-C (in 100 g bis zu 60 mg) und weitere Vitamine wie E, K und B</li>
<li>Wurzel: bis zu 10% Gerbstoffe</li>
</ul>
<h3 id=''></h3>
<h3 id='Geschmack-und-Wrze'><span style="text-decoration: underline;">Geschmack und Würze</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gartenerdbeeren: Ein fruchtig, süß- bis säuerliches Erlebnis. Sie ist beliebt bei Alt und Jung und je nach Sorte gibt es Unterscheidungen in Größe und Farbe.</p>
<p>Walderdbeeren wiederum stehen unseren kultivierten Sorten in nichts nach. Wer einige findet, sollte sich dieses Geschmackserlebnis nicht entgehen lassen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Anbau-und-Pflege'><span style="text-decoration: underline;">Anbau und Pflege</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie lange sollte eine Erdbeerpflanze in unserem Garten an der selben Stelle verharren? Man geht von maximal 2-3 Jahren aus. Diese Kulturdauer sichert die höchsten Erträge, größten Beeren und gesündesten Pflanzen. Wenn Sie die Pflanzen frühzeitig im Boden vergraben und ihnen klimatisch günstige Bedingungen bieten können, empfiehlt sich sogar eine einjährige Kultur. Stehen die Erdbeeren länger als 3 Jahre an der gleichen Stelle, werden die Früchte von Jahr zu Jahr kleiner und die nachfolgenden Ernten fallen geringer aus.</p>
<p>Ein gut vorbereitetes und gepflegtes Erdbeerbeet kann den Ertrag um ein Vielfaches steigern. Als Rosengewächs wollen die Erdbeeren gehätschelt und betätschelt werden. Spielen Sie ihnen ab und zu etwas leichte Klassik-Musik zwischen die Reihen und reden Sie Ihnen ein, dass sie die wichtigsten Pflanzen in Ihrem Garten seien. Nein, Spaß beiseite.</p>
<div id="attachment_350" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-350" class="wp-image-350 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze-300x199.jpg" alt="Reife und grüne Erdbeeren an der Pflanze" width="300" height="199" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze-300x199.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze-207x136.jpg 207w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze-140x94.jpg 140w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/04/Reife-und-gruene-Erdbeeren-an-der-Pflanze.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-350" class="wp-caption-text">Reife und grüne Erdbeeren an der Pflanze &#8211; (Foto: <a title="Die externe Seite " href="http://www.flickr.com/people/jronaldlee/" target="_blank" rel="noopener">jronaldlee</a> / flickr.com, Lizenz: <a title="Die externe Seite " href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener">CC-BY)</a></p></div>
<p>Es gibt aber schon einige Kultur-Maßnahmen, die Ihnen eine Menge mehr schmackhafter Früchte beschehren. Die Erdbeere liebt einen neutralen, bis schwach sauren Boden. So wie seine Großeltern, die Walderdbeere, mögen die heutigen kultivierten und gezüchteten Sorten eher keinen stark kalkhaltigen Boden.</p>
<p>Ansonsten ist die Erdbeere nicht sehr anspruchsvoll bei der Bodenwahl und gedeiht auf praktisch allem, was man guten Gartenboden nennen kann. In einem lockeren und gut mit Humus versorgtem Boden wächst sie aber deutlich gesünder. Der günstigste Pflanzzeitpunkt für neue Erdbeer-Pflanzen ist der (Spät)Sommer Ende Juli bis in den September hinein. Erdbeeren eignen sich als Nachfrucht von Hülsenfrüchten, Kartoffeln oder jedem anderen Gemüse, dass seinen Platz rechtzeitig räumt.</p>
<p>Aber auch im Frühling können Sie die Erdbeeren noch pflanzen. Der April bietet sich hierfür an. Die Auspflanzung im Frühjahr hat aber einen entscheidenden Nachteil: Im ersten Ertragsjahr wird die Ernte wahrscheinlich nicht so reichhaltig ausfallen, wie bei der Herbstpflanzung, da diese Erdbeerpflanzen bereits gut angewurzelt sind und im Frühjahr aus dem Vollen schöpfen.</p>
<p>Weiterhin müssen Sie sich schon beim Einkauf; spätestens aber vor dem Beet fragen, ob die Pflanzen ein- oder mehrjährig kultiviert werden. Sie haben heutzutage die Wahl, ob Sie Ihre Erdbeerpflanzen als Frigopflanzen, Topfpflanzen oder als Grünpflanzen ordern. Die <strong>Frigopflanzen</strong>, überwiegend für den Erwerbsanbau und damit in großen Stückzahlen erhältlich, werden im Winter geerntet und für den Anbau im Frühjahr versendet. Den Erntezeitpunkt kann man bei Erdbeerfrigopflanzen genau steuern.</p>
<p><strong>Grünpflanzen</strong> wiederum werden in luftundurchlässige Kunststoffbeutel gepackt und dann versendet, um eine lange Frischehaltung zu garantieren.Wenn Sie nicht sofort nach der Lieferung zum Auspflanzen kommen, entfernen Sie trotzdem die Plastik, damit die Pflanzen nicht faulen. Halten Sie die Wurzeln feucht. Es empfiehlt sich etwas feuchtes Küchenpapier um die empfindlichen Wurzeln zu legen und diese kühl aufzubewahren.</p>
<p>Vor dem Umzug in den Garten werden die Wurzeln in Wasser gestellt, damit sie noch einen ordentlichen Schluck aufnehmen können. Als Pflanzenabstand hat sich für den Kleingärtner folgende Anbaumethode bewährt:</p>
<ul>
<li>Mehrjährige Kultur: Reihenabstand 60-80 cm &#8211; Pflanzabastand in der Reihe 25 &#8211; 30 cm</li>
<li>Einjährige Kultur: Reihenabstand 50 cm &#8211; Pflanzenabstand in der Reihe 20 cm</li>
</ul>
<p>Für welche der Möglichkeiten Sie sich entscheiden hängt nicht zuletzt von Ihrem Platzangebot und der Beetgröße ab. Pflanzen Sie aber nicht zu dicht in der Hoffnung, dadurch einen höheren Ertrag zu erhalten. Meist gesellen sich zum engen Anbau diverse Krankheiten oder Schädlingspopulationen, die den gesamten Bestand hinwegraffen können.</p>
<p>Das entsprechende Pflanzloch in Ihrem Garten sollten Sie tief genug ausheben, damit die kurzen Wurzelstücken der Grünpflanzen genügend Platz haben und nicht gestaucht werden. Das Herzblatt oder die Herzknospe nicht mit Erde bedecken, hingegen die Wurzel in der Erde versenken und die ganze Erdbeerpflanze fest andrücken.</p>
<p>Erdbeeren als <strong>Topfpflanzen</strong> gibt es im gut sortierten Gartencenter. Diese führen meist verschiedene Sorten, die sich nicht nur im Preis, sondern auch im Anbau, der Pflege und dem Geschmack unterscheiden. Im Gegensatz zu den Frigo- und Grünpflanzen muss man für Topfpflanzen mit einem höheren Einkaufspreis rechnen.</p>
<p>Was ja auch logisch ist, da diese bereits über einen kräftigen Wurzelballen verfügen und in einem mit Erde gefüllten Topf geliefert werden. Achten Sie beim Topfpflanzen-Einkauf auf eine gut ausgebildete Herzknospe und mindestens 3 gesunde und voll entwickelte Blätter. Ausgepflanzt werden die Topfpflänzchen ähnlich den Grünpflanzen wie weiter oben beschrieben. Die Wurzelballen vorher gut anfeuchten, nicht stauchen, gut mit Erde bedecken und leicht andrücken.</p>
<p>Alle Erdbeeren, ob Frigo-, Grün- oder Topfpflanze werden nach dem versenken kräftig angegossen. Gerade in der Phase des Anwachsens, die in 8 &#8211; 14 Tagen nach der Planzung abgeschlossen ist, dürfen die Erdbeerpflanzen nicht austrocknen. Dies gilt auch und vor allem während der Ernteperiode. Halten Sie Ihre Pflanzen über die gesamte Ernteperiode feucht, dann werden Sie lange Freude daran haben. Gießen Sie möglichst mit Regenwasser. Auch die Erdbeeren freuen sich über ein unkrautfreies und flach gelockertes Beet.</p>
<p>Nach der Ernte schneiden Sie bei mehrjährig-kultivierten Erdbeerpflanzungen die Ranken ab, da diese den Ertrag im nächsten Jahr mindern. Alte vertrocknete oder kranke Blätter werden entfernt um die Pflanze in die wohlverdiente Winterruhe zu entlassen. Etwas umstritten ist die Entfernung sämtlicher Blätter vor dem Winter. Einerseits können die Erdbeeren im Frühjahr wieder aus einem gesunden und wuchsigen Neuaustrieb wachsen. Andererseits fehlt den Pflanzen dann aber auch der nötige Winterschutz im rauhen und frostigen Winter.</p>
<p>Erdbeeren zu hegen und zu pflegen ist keine besonders schwierige Aufgabe und vor allem für Gartenanfänger geeignet. Wer keinen Garten hat, kann die Erdbeerpflanzen auch auf dem eigenen Balkon anbauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Samenbau-und-Vermehrung'><span style="text-decoration: underline;">Samenbau und Vermehrung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Falls Sie aus Ihrem Bestand neue Pflanzen gewinnen möchten, schneiden Sie die Ranken nach der Ernte nicht ab. Sie werden feststellen, dass die Ranken bei der Berührung mit dem Erdreich schnell Wurzeln schlagen und neue Blätter bilden. Nutzen Sie diese enorme Vitalität und Wuchskraft der Erdbeerpflanze aus und legen Sie pro Pflanze 1 &#8211; 3 Ranken in einen kleinen Topf mit Erde. Wenn dieser feucht gehalten wird, entwickeln sich schon nach spätestens 14 Tagen kleine Blätter und ein Wurzelballen.</p>
<p>Nun können Sie die Verbindung zur Mutterpflanze kappen und die kleinen Pflänzchen nach frühestens 4 Wochen ihrem neuen Platz zuweisen. Wählen Sie aber nur gesunde und kräftige Erdbeerpflanzen für diese Vermehrungsmethode aus, um auch zukünftige Ernten zu sichern.</p>
<div id="attachment_262" style="width: 277px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeersamen.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-262" class="wp-image-262 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeersamen-267x300.jpg" alt="Die kleinen Körner auf der Haut der Erdbeere sind gleichzeitig die Samen" width="267" height="300" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeersamen-267x300.jpg 267w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeersamen.jpg 446w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" /></a><p id="caption-attachment-262" class="wp-caption-text">Die kleinen Körner auf der Haut der Erdbeere sind gleichzeitig die Samen (Foto: <a title="Die externe Seite " href="http://www.flickr.com/people/emzee/" target="_blank" rel="noopener">Micky**</a> / flickr.com, Lizenz: <a title="Die externe Seite " href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener">CC-BY)</a></p></div>
<p>Auch eine Vermehrung über Samen ist möglich. Die schmackhaftesten, schönsten und größten Früchte, so sagt man, liefern die besten Samen. Diese befinden sich unscheinbar an der Außenhülle der Erdbeere. Mit einem scharfen Messer schneiden Sie diese Außenhaut ab und lassen die Samen im Schatten abtrocknen. Das Ergebnis: Samen, die wiederum zum Keimen gebracht werden, um neue Pflanzen zu züchten. Ihre ganz persönliche Sorte, gewonnen aus selektiertem Saatgut. Auf alle Fälle ein Experiment wert!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Pflanzengesundheit'><span style="text-decoration: underline;">Pflanzengesundheit</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen, die unseren Erdbeeren schwer zusetzen können.Halten Sie die Abstände Ihrer Erdbeerpflanzen ein und pflegen Sie diese wie empfohlen; so werden Sie hoffentlich von den meisten verschont.</p>
<p>Bevor die Erdbeeren ihre Blütenstände und Früchte entwickeln, können Sie um die Pflanzen etwas Folie, ein wenig Stroh oder Holzwolle legen. Dies verhindert nicht nur das verschmutzen der leckeren Ernte bei Regen, sondern hält die Früchte trocken und beugt so der <strong>Fruchtfäule</strong> vor.</p>
<p>Bei <strong>Grauschimmel</strong> handelt es sich um einen Pilz, der sich gern in windstillen Lagen oder bei feuchter Witterung ausbreitet. Verhindern Sie eine Überdüngung mit Stickstoff um den Blattwuchs einzuschränken, entfernen Sie alle befallenen Früchte regelmäßig und wählen Sie einen sonnigen Standort für Ihre Erdbeeren. Zur Sicherheit sollten Erdbeeren bei Befall nur 2 Jahre auf dem selben Beet angebaut werden, um danach einen geeigneteren Platz erhalten. Anbieten würde sich die Auspflanzung auf einem Beet, auf dem vorher Kartoffeln standen.</p>
<p>Die <strong>Wurzelfäule</strong> tritt meist auf verdichteten und schweren Lehmböden auf. Hier gilt ebenfalls: Standort wechseln, falls Sie noch ein paar Ableger retten konnten. Die Pflanzen werden in dem Fall aber nicht auf dem Kompost entsorgt, damit sich die Pilzsporen nicht im ganzen Garten verbreiten. Vermeiden Sie zukünftig Staunässe, indem Sie weniger gießen. Der schwere Boden freut sich über eine Ladung Humus der tief eingearbeitet wird.</p>
<p>Mehltau macht den Pflanzen manchmal auch zu schaffen. Der sogenannte <strong>Erdbeermehltau</strong> kann zu Ertragseinbußen im Folgejahr führen. Er tritt meist nach der Ernte auf. Düngen Sie schlecht versorgte Böden mit einem chloridarmen Dünger oder speziell im Handel erhältlichen Erdbeerdünger. Zusätzlich werden die Pflanzen auf eine Höhe von 5 cm zurück geschnitten. Achten Sie darauf, dass Sie nicht die Herzknospe oder das Herzblatt erwischen &#8211; einige Erdbeerpflanzen reagieren darauf ziemlich ungehalten.</p>
<p>Ein weiterer Übeltäter, der Ihren wertvollen Erdbeeren übel zusetzen kann nennt sich <strong>Weißfleckenkrankheit</strong>. Abhängig von Bodenstruktur und Witterung tritt dieser Erreger meist an Pflanzen mit dunklem Laub auf. Ist ihr gesamtes Beet davon befallen, lohnt sich eventuell ein Versetzen von Ablegern auf ein neues Beet. Ansonsten werden die Erdbeerpflanzen nach der Ernte ebenfalls nur auf 5 cm zurück geschnitten, um Ertragseinbußen im Folgejahr zu vermeiden.</p>
<p>Zum <strong>Erdbeerblütenstecher</strong> erhielt ich in einem Gärtnerforum folgenden Hinweis. Zur Familie der Rüsselkäfer gehörend, legt das Weibchen im Frühjahr einzelne Eier in die Blütenknospen von Rosengewächsen. Also auch Brombeeren, Himbeeren, Nelkenwurz oder Rosen. Die Larve verpuppt sich darin und und die Knospe dient ihr als Nahrung. Danach lässt sich der neue Käfer andere Erdbeer-Blütenblätter schmecken und kommt erst im Spätsommer zur Ruhe. Helfen kann in der Erntezeit nur das kontinuierliche Absammeln der vertrockneten Blütenknospen und der kleinen Plagegeister. Nach der Ernte empfiehlt sich eine Spritzung mit Rainfarntee. Diese soll neuem Befall vorbeugen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Biologische-Tipps-und-Mischkultur'><span style="text-decoration: underline;">Biologische Tipps und Mischkultur</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Düngen sollten Sie Ihre Erdbeeren, um eine ertragreiche Ernte zu gewährleisten. Es gibt im Handel diverse Volldünger speziell für Erdbeeren. Auf 25 qm arbeiten Sie um die 1-2 kg dieses Vorratsdüngers gründlich in den Boden ein. Bei einer 2. Düngung verwenden Sie dann noch die Hälfte dieser Menge pro 25 qm. Zwischen den Düngungen sollten 4 Wochen liegen. Dies gilt für frische Anpflanzungen.</p>
<p>Bei bereits mehrjährigen Kulturen streuen Sie die gleiche Menge im Abstand von 6 Wochen; am besten nach der Ernte auf die Fläche rund um Ihre Erdbeerpflanzen, damit diese neue Kraft tanken können. Wer keine künstlichen Dünger einsetzen möchte, kann auch gut verrotteten Stallmist, Kompost oder Humus zwischen die Erdbeeren geben. Die Ausbringung von Dünger sollte vor dem Bepflanzen des Beetes von Juli bis September oder für Frühlingsanpflanzungen nach der Ernte erfolgen.</p>
<p>Knoblauch hat auf Erdbeeren eine bakterizide und fungizide Wirkung. Zwiebeln oder Schalotten in ihrer Nähe angebaut sollen gegen Pilzkrankheiten und Spinnmilben schützen. Tagetes mit Erdbeeren zusammen angebaut wirkt gegen Nematoden und Drahtwürmer, erhöht den Ernteertrag und fördern die Bodengesundheit. Außerdem bedeckt es den Boden mit einer natürlichen Mulchschicht und schützt ihn so vor Austrocknung oder Auschschwemmung.</p>
<p>Bei der Mischkultur von Gartenbohnen und Erdbeeren gibt es widersprüchliche Informationen. Testen Sie es einfach selbst einmal und teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mit?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Ernte-und-Lagerung'><span style="text-decoration: underline;">Ernte und Lagerung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie können Erdbeeren einkochen oder trocknen um sie zu konservieren. Manche Sorten eignen sich auch hervorragend zum einfrieren. Frische Erdbeeren sollten im Kühlschrank nicht länger als 1 &#8211; 2 Wochen aufbewahrt werden. Danach verlieren sie meist ihre satte Farbe und vor allem den Geschmack. Entfernen Sie sorgfältig alle weichen oder bereits faulenden Früchte, damit diese die gesunden nicht anstecken.</p>
<p>Erdbeeren sind sogenannte nichtklimakterische Früchte. Das bedeutet auf Deutsch: Wenn sie diese Früchte im grünen Stadium ernten, reifen diese wie z. B. Äpfel oder Bananen unter Sauerstoffzufuhr nicht nach. Also mit der Ernte am besten immer warten, bis die Früchte eine schöne rote oder bei manchen Sorten auch weiße Farbe vorweisen. Ein typisches Anzeichen für die Reife ist auch ein intensiver Erdbeerduft und relativ weiche Früchte.</p>
<p>Leckere Delikatessen schenken uns frühe Sorten der Gartenerdbeeren schon Anfang Mai. Wer späte oder dauernd tragende Sorten sein Eigen nennt, kann diese Pflanzen bis zum ersten Frost beernten. Die Natur bietet uns diese Möglichkeit nicht. Dort werden Sie die schmackhaften kleinen Früchte der Wald-Erdbeeren nur von Juni &#8211; Juli an Waldwegen, Wegböschungen und Waldlichtungen finden.</p>
<p>Ernten Sie die Früchte der Wald-Erdbeere die mehr heilende und stärkende Wirkstoffe besitzen, als unsere Gartenerdbeeren. Sie können auch an einem luftigen und schattigen Platz getrocknet werden.</p>
<p>Die Blätter dieser Heilpflanze sammeln Sie möglichst von Mai &#8211; Juni, da der Gerbstoffgehalt in diesem Stadium eher gering ist, dann aber ständig ansteigt. Ein geringer Gerbstoffgehalt ergibt den besten Tee. Wer den Gerbstoff zu Heilzwecken benötigt, erntet die Blätter der Walderdbeere dann zu einem späteren Zeitpunkt.</p>
<p>Die Pflanzen stehen sehr häufig einzeln oder in kleinen Gruppen. Sollten Sie jedoch auf eine Wald-Erdbeerwiese mit einem flächigen Bestand treffen, können Sie das getrost als Ihren Glückstag bezeichnen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Wurzeln der Walderdbeeren können bei Bedarf im Frühjahr oder Herbst ausgegraben und ebenfalls getrocknet werden. Dies empfiehlt sich aber nur, wenn Sie auf größere Bestände treffen oder eine sinnvolle Verwendung für diese Pflanzenteile haben. Nehmen Sie Rücksicht auf unsere Natur &#8211; Sie sind ein Teil davon!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Verwendungsmglichkeiten'><span style="text-decoration: underline;">Verwendungsmöglichkeiten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Hausapotheke'><span style="text-decoration: underline;">Hausapotheke</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn hier in der Hausapotheke von Erdbeerblättern, Früchten oder Wurzeln die Rede ist, sind ausschließlich die Pflanzenteile der Wald-Erdbeere gemeint. Unsere kultivierten und gezüchteten Gartenerdbeerblätter eignen sich weniger für diese Anwendungen. Die Rezeptur eines wohltuenden Tees kann wie folgt zubereitet werden:</p>
<ul>
<li>20 g Himbeerblätter</li>
<li>10 g Erdbeerblätter</li>
<li>5 g Brombeerblätter</li>
<li>2 g Waldmeisterkraut</li>
</ul>
<p>250 ml kochendes Wasser werden über 2 gehäufte Teelöffel dieser Mischung gegeben. Ziehen darf der Tee 5 min; danach abseihen und genießen. Er eignet sich als Haustee und kann durch eigene Geschmacksrichtungen durchaus noch <del>verändert</del> verbessert werden. Geben Sie Hagebutten, Melissenblätter, Zitrone, Hibiskusblüten oder eine Teelöffel Honig hinzu und kreieren Sie Ihren ganz persönlichen Favoriten.</p>
<p>Wurzeln und spät geerntete Blätter werden durch ihren hohen Gehalt an Gerbstoffen oft bei Durchfällen, Magen- und Darmstörungen oder zum Spülen und Gurgeln bei entzündeten Schleinhäuten verwendet. Man kocht die Drogen ab und bereitet daraus einen Tee.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Homopathie'><span style="text-decoration: underline;">Homöopathie</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei der Behandlung von Verdauungsstörungen, Nesselausschlägen oder Durchblutungsstörungen wird aus den Früchten der Erdbeere das Homöopathikum Fragaria hergestellt. 2 Mal täglich werden dem Patienten davon 5-8 Tropfen in der Potenz D2 und D3 verabreicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Kche'><span style="text-decoration: underline;">Küche</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Blüten der Erdbeeren sind ebenfalls essbar. Sie können diese hübschen Gebilde kandieren oder mit ihnen Salate und Desserts garnieren. Auch Ihrer eigenen Teemischung können sie eine dekorative Nuance verleihen und ihre Wirkstoffe an selbigen abgeben; frisch oder getrocknet.</p>
<div id="attachment_270" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeertorte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-270" class="wp-image-270 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeertorte-300x196.jpg" alt="Eine leckere Erdbeertorte - wer kann da widerstehen?" width="300" height="196" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeertorte-300x196.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/03/Erdbeertorte.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-270" class="wp-caption-text">Eine leckere Erdbeertorte &#8211; wer kann da widerstehen? (Foto: <a title="Die externe Seite " href="http://www.flickr.com/people/hexenesi/" target="_blank" rel="noopener">HeXeNeSi</a> / flickr.com, Lizenz: <a title="Die externe Seite " href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener">CC-BY)</a></p></div>
<p>Am besten schmecken jedoch die sich daraus entwickelnden Früchte. Unsere geliebte Erdbeere ist beliebt bei Alt und Jung. Ich kennen niemanden, der einer Erdbeertorte aus frisch geernteten Erdbeeren widerstehen kann.</p>
<p>Aber auch Erdbeermarmelade, Erdbeereis, Erdbeerquark, Erdbeerbowle, Erdbeerdessert und Erdbeercreme können den Gaumen von Groß und Klein verwöhnen.</p>
<p>Und es geht noch weiter: Ein Erdbeerkräuterlikör tut nicht nur Ihrer Gesundheit gut, sondern ist auch ein ausgefallenes Geschenk für so manche Gelegenheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Historische-Verwendung'><span style="text-decoration: underline;">Historische Verwendung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>(In eigener Sache: Die Zeiten, in denen man sich nach einer Zahnwurzelbehandlung eine Nelke in die Backe schob oder eine Betäubung mit einem Knüppel bzw. literweise Alkohol herbeiführte sind vorbei. Heutzutage gibt es wirksamere Methoden, um die eigene Gesundheit zu erhalten. Vor dem Gebrauch der hier aufgeführten historischen Verwendungsmöglichkeiten ist immer der Hausarzt oder Apotheker zu konsultieren! Sehen Sie die Nutzbarmachung der Flora, die unsere Vorfahren einsetzten, mit einem zwinckerndem Auge und mehr als unterhaltende Lektüre. Nichtsdestotrotz sind viele dieser älteren Methoden, unseren Pflanzenreichtum zu nutzen, auch heute noch und bspw. in Notzeiten durchaus wirksam und nur wenig an ihrer Bedeutung verloren.)</em></p>
<p>Auch hier der Hinweis, dass es sich ausschließlich um Pflanzenteile der wild vorkommenden Walderdbeere handelt.</p>
<p>Schon im Altertum naschten die Leute Erdbeer-Früchte und verbesserten damit die Gallen- und Leberfunktion. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die wohltuende Wirkung auf eine überbeanspruchte Leber und empfehlen diese Erdbeerkur:</p>
<p>An einem Tag pro Woche werden in der Walderdbeeren-Saison 3 mal täglich 125 g Walderdbeeren verspeisst. Viel Erfolg bei der Suche.</p>
<p>Früher wurde aus den gerbstoffhaltigen älteren Blättern und Wurzeln der Wald-Erdbeeren ein Gebräu bereitet, dass gegen Gelbsucht geholfen haben soll.</p>
<p>Schwächlichen Kindern empfahl Sebastian Kneipp (1821-1897) die Einnahme eines Tees aus getrockneten Erdbeerblättern nach folgender Zubereitung:</p>
<ul>
<li>250 ml kochendes Wasser überr 2 gehäufte Teelöffel Blätter geben</li>
<li>voe dem abseihen 15 min ziehen lassen</li>
<li>täglich werden davon 3 Tassen getrunken</li>
<li>bei Bedarf kann mit dem lauwarmen Tee auch die Mundhöhle gespült oder gegurgelt werden</li>
</ul>
<p>Bei Verwendung der getrockneten Wurzel halbieren Sie die Droge; also 1 Teelöffel auf 250 ml kochendes Wasser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Besondere-Arten-und-Sorten'><span style="text-decoration: underline;">Besondere Arten und Sorten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt momentan mehr als 1000 gezüchtete Erdbeersorten. Eine grobe Unterteilung empfiehlt sich nach den Kriterien <em>Erwerbsanbau</em> oder <em>Sorten für Kleingärtner</em>. In diversen Farben oder Größen, optimal in sämtliche Regionen wachsend, für den großen oder kleinen Geldbeutel und vor allem jeden Geschmack wurde diese kleine Walderdbeere in den letzten Jahrzehnten gezüchtet.</p>
<p>Einen kleinen Überblick der vielfältigen Erdbeersorten möchte ich Ihnen in dieser Übersicht präsentieren. Wichtigen und vor allem oft angebauten Erdbeerpflanzen wurde der Vorrang gegeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Erdbeersorten-bersicht'><span style="text-decoration: underline;">Erdbeersorten Übersicht</span></h4>
<ul>
<li><strong>Elsanta</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; rote bis orangerote, große bis mittelgroße, süße bis sehr süße, glänzende Früchte mit orangerotem Fruchtfleisch und hohem Vitamin-C Gehalt; Erdbeerpflanze die nur auf optimalen Böden gut gedeiht; typische Supermarkt-Erdbeere die relativ lange haltbar ist und sich gut einfrieren lässt; bei zweiter Ernte kleinere Früchte</li>
<li><strong>Honeyoye</strong> &#8211; frühe Erntezeit; dunkelpurpurrote mittelgroße bis große Früchte mit dunkelorangerotem Fleisch; markantes aromatisches aber nicht zu süßes Erdbeeraroma; geeignet für Desserts und Marmeladen; zweite Ernte möglich jedoch mit kleineren Früchten</li>
<li><strong>Korona</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; mittelfeste, mittelgroße bis große, leuchtend-hellrote, relativ lang haltbare Früchte mit süßem, aromatischen Aroma; hoher Ertrag, bei zweiter Ernte kleinere Früchte; schöner aufrechter Pflanzenwuchs und hoher Ertrag</li>
<li><strong>Lambada</strong> &#8211; frühe Erntezeit; hellrote, länglich kegelförmige, gleichmäßige, große und sehr süße Früchte mit ausgezeichnetem Geschmack; etwas geringerer Ertrag; dafür kommen die Pflanzen in der Reihe mit einem Abstand von 20 cm aus; mag eher trockenen Boden</li>
<li><strong>Mieze Schindler</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; kleine bis mittelgroße, süße, zarte und aromatische Früchte die eher Himbeeren oder Brombeeren ähneln; Kelch eingewachsen; älteste kultivierte Sorte (fast 100 Jahre); eine Praline unter den Erdbeeren die aber rein weibliche Blüten besitzt und eine andere Erdbeersorte in ihrer Nähe braucht, um befruchtet zu werden</li>
<li><strong>Mieze Schindler Nova</strong> &#8211; mittelspäte bis späte und sehr lange Ernteperiode; kräftig rote, mittelgroße bis große und feste Früchte mit ausgezeichnetem Aroma; Kelch aufsitzend; kleinere Früchte bei zweiter Ernte; neue Züchtung aus Sachsen, die Blüten mit eigenen Staubgefäßen bildet und sich somit selbst bestäubt</li>
<li><strong>Ostara</strong> &#8211; immertragende, sogenannte remontierende Sorte; diese Erdbeerpflanze hat mehrere Ernteschübe im Jahr und kann Ihnen bis in den Herbst hinein mittelgroße Früchte schenken, die ein leckeres Aroma besitzen und gut haltbar sind</li>
<li><strong>Polka</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; dunkelrote bis purpurrote, mittelgroße, stark glänzende aromatische und süße Früchte mit mittelrotem Fruchtfleisch; bei zweiter Ernte kleinere Erdbeeren; gleichmäßiger Wuchs und hoher Ertrag; braucht viel Feuchtigkeit während der Blüte- und Reifezeit und mag schwere Böden</li>
<li><strong>Salsa</strong> &#8211; späte Erntezeit; trägt erst im Juni hellrote, große bis sehr große, lange haltbare, aromatische und saftige Früchte</li>
<li><strong>Senga Sengana</strong> &#8211; mittlere Erntezeit; dunkelrote, aromatische und sehr süße Früchte; geeignet für Desserts, Marmeladen, Erdbeertorten, zum Frischverzehr oder gut zum Einfrieren; widerstandfähige und sehr robuste Sorte, daher für Gartenanfänger geeignet</li>
<li><strong>Sonata</strong> &#8211; mittelspäte Erntezeit; sehr schöne, gleichmäßige, große, hellrote, saftige und süße Früchte mit etwas rosa gefärbtem Fruchtfleisch; nur einmaltragend; geeignet für frühe Gewächshauskulturen und kältere Anbaugebiete; Erdbeeren relativ lange haltbar; gute Befruchtungseigenschaften</li>
<li><strong>Symphony</strong> &#8211; späte Erntezeit; mittelgroße bis große, mittelrote Früchte mit glänzender Oberfläche, durchgefärbtem Fruchtfleisch und gutem Aroma; relativ lange haltbar; guter Ertrag; durch ihre Anpassungsfähigkeit ist die Pflanze auch für den Anbau in kühleren Regionen geeignet; resistent gegen Wurzelfäule; starker Wuchs, daher nicht zu eng setzen</li>
</ul>
<div id="attachment_195" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Erdbeeren.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-195" class="wp-image-195 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Erdbeeren-300x235.jpg" alt="Erdbeeren" width="300" height="235" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Erdbeeren-300x235.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Erdbeeren.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-195" class="wp-caption-text">Erdbeeren schmecken im Sommer doch am besten</p></div>
<p>Für ausgefallene Sorten steht Ihnen das Internet mit seinen diversen Online Shops zur Verfügung, in denen viele Erdbeerhändler und -Züchter Ihre Pflanzen anbieten.</p>
<p>Die sogenannte <strong>Indische Erdbeere</strong> oder <strong>Scheinerdbeere</strong> (Potentilla indica), füher (Duchesnea indica), findet man häufig in Schuttunkrautfluren, Feldrändern, Berghängen, in Wiesen oder an feuchten Standorten wie Flussufern. Sie stammt ursprünglich aus Asien. Andere bekannte Namen sind Erdbeer-Fingerkraut oder Falsche Erdbeere. Die Früchte dieser potenziell invasiven Wildpflanze haben aber eher wenig bis keinen Geschmack.</p>
<p><strong>Zimt-Erdbeeren</strong> (Fragaria moschata) findet man häufig in Laubwäldern und Gebüschen. Diese ebenfalls wild wachsende Art wurde in der Schweiz und in Teilen Österreichs unter Schutz gestellt &#8211; darf also nicht beerntet oder die Pflanzen entfernt werden. Findet man diese wohlschmeckenden und würzigen Früchte in Deutschland, eignen sich diese zur Bereitung von Fruchtmarmeladen, Kräuterlikör oder die frischen bzw. getrockneten Blätter und Blüten für Teemischungen.</p>
<p>Wer öfter in unserer Natur unterwegs ist, wird sicher auch schon auf die <strong>Hügel-Erdbeere</strong> (Fragaria viridis) gestoßen sein. Sie finden diese seltene Art vorwiegend in sonnigen Staudensäumen an Gehölzen. Sie ist ebenso verwendbar wie die Zimt-Erdbeere.</p>
<p>In Waldlichtungsfluren und -gebüschen öfter anzutreffen ist unsere ebenfalls heimische <strong>Wald-Erdbeere</strong> (Fragaria vesca). Diese Urform unserer Gartenerdbeere hat kleinere Früchte als unsere kultivierten Sorten. Geschmacklich können sie aber durchaus mit den <em>Großen</em> mithalten. Auf alle Fälle schmecken diese kleinen Erdbeeren besser als die nebensaisonale Supermarktware, die zwar akkurat aussieht, geschmacklich aber mehr als enttäuscht.</p>
<p>Blätter, Blüten und Früchte &#8211; diese Wald-Erdbeere ist ein wahres Schatzkästchen unserer heimischen Flora. Ob getrocknet oder frisch, für eine schmackhafte und wohltuende Terkräutermischung, zum Garnieren oder Dekorieren &#8211; experimentieren Sie selbst und lassen Sie der Fundstelle genug Blattwerk übrig, damit sie sich von Ihrem <em>Raubzug</em> erholen kann. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Nebenwirkungen'><span style="text-decoration: underline;">Nebenwirkungen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Manche Menschen reagieren auf Erdbeeren allergisch und bekommen einen stark juckenden Ausschlag, wenn sie die Früchte essen. Dies gilt auch für Wald-Erdbeeren. Nebenwirkungen auf einen Tee aus den Erdbeerblättern sind hingegen nicht bekannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Wichtiger-Hinweis'><span style="text-decoration: underline;">Wichtiger Hinweis</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wichtiger Hinweis: Die in diesem Artikel und dem gesamten Pflanzenlexikon aufgeführten Hinweise zur Verwendung der einzelnen Pflanzen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen. Bevor Sie diese Pflanzen verwenden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Diverse Pflanzen und deren Inhaltsstoffe können in Verbindung mit bereits eingenommenen Medikamenten schwere Nebenwirkungen verursachen. Eine fachliche Beratung kann Ihnen nur Ihr Arzt garantieren. Sie muss <strong>vor</strong> der Einnahme der hier vorgestellten Pflanze erfolgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Tipp-am-Ende-des-Artikels'><span style="text-decoration: underline;">Tipp am Ende des Artikels</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Tabelle zu den <a href='http://pflanzenlexikon.org/buecher-ueber-essbare-wildpflanzen-und-wildkraeuter/' class='small-button smallgreen' target="_blank">Büchern über essbare Wildpflanzen und Wildkräuter</a> gibt es jede Menge mehr Informationen zu den Pflanzen die wir nicht nur als Nahrung achten. Mehr als 600 Bücher werden dort vorgestellt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dill</title>
		<link>http://www.pflanzenlexikon.org/dill-anethum-graveolens/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=dill-anethum-graveolens</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe Ross]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Feb 2013 17:20:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[D]]></category>
		<category><![CDATA[Slider]]></category>
		<category><![CDATA[(Anethum graveolens)]]></category>
		<category><![CDATA[Dill]]></category>
		<category><![CDATA[Dill-Tee]]></category>
		<category><![CDATA[Dillsamen]]></category>
		<category><![CDATA[Dillsoße]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe Senf und Dill, mein Mann muss tun was ich will. Diesen Spruch murmelten einst junge Bräute auf Ihrem Weg zum Altar und steckten sich einige Dillsamen in die Schuhe. Ob das heute noch funktioniert? Man(n) sollte es mal ausprobieren.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe Senf und Dill, mein Mann muss tun was ich will. Diesen Spruch murmelten einst junge Bräute auf Ihrem Weg zum Altar und steckten sich einige Dillsamen in die Schuhe. Andere reglementierten mit dieser Pflanzen-Kombination das Liebesleben. Ob das heute noch funktioniert? Man(n) sollte es mal ausprobieren.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_223" style="width: 198px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dill-Anethum-graveolens.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-223" class="wp-image-223 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dill-Anethum-graveolens-188x300.jpg" alt="Dill (Anethum graveolens)" width="188" height="300" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dill-Anethum-graveolens-188x300.jpg 188w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dill-Anethum-graveolens.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a><p id="caption-attachment-223" class="wp-caption-text">Dill (Anethum graveolens)</p></div>
<p><em><div id='toc'><div id='toc_title' class='post-218'>Inhaltsverzeichnis</div>
<ul><li><a href="#Botanischer-Steckbrief">Botanischer Steckbrief</a></li>
<li><a href="#Verwechslungsgefahr-mit-giftigen-Pflanzen">Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen</a></li>
<li><a href="#Volkstmliche-Namen">Volkstümliche Namen</a></li>
<li><a href="#Heimat-und-Verbreitung">Heimat und Verbreitung</a></li>
<li><a href="#Inhaltsstoffe">Inhaltsstoffe</a></li>
<li><a href="#Geschmack-und-Wrze">Geschmack und Würze</a></li>
<li><a href="#Anbau-und-Pflege">Anbau und Pflege</a></li>
<li><a href="#Samenbau-und-Vermehrung">Samenbau und Vermehrung</a></li>
<li><a href="#Pflanzengesundheit">Pflanzengesundheit</a></li>
<li><a href="#Biologische-Tipps-und-Mischkultur">Biologische Tipps und Mischkultur</a></li>
<li><a href="#Ernte-und-Lagerung">Ernte und Lagerung</a></li>
<li><a href="#Verwendungsmglichkeiten">Verwendungsmöglichkeiten</a>
<ul><li><a href="#Hausapotheke">Hausapotheke</a></li>
<li><a href="#Kche">Küche</a></li></ul></li>
<li><a href="#Historische-Verwendung">Historische Verwendung</a></li>
<li><a href="#Besondere-Arten-und-Sorten">Besondere Arten und Sorten</a></li>
<li><a href="#Nebenwirkungen">Nebenwirkungen</a></li>
<li><a href="#Wichtiger-Hinweis">Wichtiger Hinweis</a></li>
<li><a href="#Tipp-am-Ende-des-Artikels">Tipp am Ende des Artikels</a></li>
</ul></li></ul>
</div></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Botanischer-Steckbrief'><span style="text-decoration: underline;">Botanischer Steckbrief</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dill (Anethum graveolens) ist eines der ältesten Gewürz- und Heilkräuter. Es gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und der Gattung Anethum. Zwischen 50 &#8211; 125 cm hoch kann sich der Stengel des Dills aus einer spindelförmigen, dünnen Wurzel emporstrecken. Die fein gefiederten Blätter verzweigen sich meist mehrfach und ihre Blattscheide umfasst den Stengel.</p>
<p>Von Juni bis August erscheinen auf den großen, strahlenförmigen Dolden gelbe kleine Blüten. Wurden diese reichlich durch diverse Kleininsekten bestäubt, reifen daraus die runden, länglichen Dillsamen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Verwechslungsgefahr-mit-giftigen-Pflanzen'><span style="text-decoration: underline;">Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einige Pflanzen in Wald und Flur sehen dem wild wachsenden Dill zum Verwechseln ähnlich. Wer in der Natur unterwegs und sich nicht 100%ig sicher ist, sollte die Finger von den Doldenblütlern lassen. Es gibt darunter tödlich giftige Arten.</p>
<p>So z. B. die Hundspetersilie (Aethusa cynapium), den Gefleckten Schierling (Conium maculatum) oder den Wasserschierling (Cicuta virosa). Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal sind hier die Blätter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Volkstmliche-Namen'><span style="text-decoration: underline;">Volkstümliche Namen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Blähkraut, Däll, Dille, Dillfenchel, Dillich, Dillsamen, Dillscheiben, Dyl, Gurkenkraut, Gurkenkräutl, Gurkenkümmel, Hochkraut, Ille, Kapernkraut, Kappiskraut, Kümmerlingskraut, Till, Umorkenkraut</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Heimat-und-Verbreitung'><span style="text-decoration: underline;">Heimat und Verbreitung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Dill stammt ursprünglich aus Südwest- und Vorderasien. Auch Südeuropa wird als Herkunftsgebiet gerne genannt. Bereits die alten Ägypter wussten dieses Kraut zu schätzen und einigen Mönchen war es zu verdanken, dass sie diese Gewürz- und Heilpflanze über die Alpen in unsere Regionen schleppten.</p>
<p>Schon die antiken Griechen und Römer wussten es zu schätzen und in der legendären Pflanzenliste Karls des Großen (747 &#8211; 814) hatte Dill ebenfalls einen würdigen Platz erhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Inhaltsstoffe'><span style="text-decoration: underline;">Inhaltsstoffe</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>2,5 &#8211; 4% Ätherische Öle mit hohem Carvon-Anteil, 18% fette Öle, Cumarine</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Geschmack-und-Wrze'><span style="text-decoration: underline;">Geschmack und Würze</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine herbe, ganz leicht frische Würze zeichnen die Blätter des Dills aus. Das intensive Aroma verdankt er seinem hohen Anteil an ätherischen Ölen. Diese werden ebenfalls konzentriert in den Dillsamen gespeichert. Das führt dazu, dass die Samen eher einen kümmelartigen, leicht bitteren Geschmack aufweisen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Anbau-und-Pflege'><span style="text-decoration: underline;">Anbau und Pflege</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Dill ist als einjähriges Kraut nicht frosthart. Ab Ende März / Anfang April und über die gesamte Saison, also in mehreren Abständen, können Sie Ihre Dillsamen im Boden versenken oder einfach breitwürfig im Garten verteilen. Da er ziemlich schnell keimt und wächst, werden die ersten Blätter schon nach 6-8 Wochen erntereif.</p>
<p>Der Dill mag feuchte Füße aber keine stauende Nässe. Lassen Sie den Boden um die Pflanzen niemals austrocknen. Ich empfehle eine Untersaat mit Tagetes oder Ringelblumen. Wenn der Boden durch andere großblättrige Pflanzen wie Gurken oder Kürbis beschattet wird; umso besser für beide Pflanzen, da diese sich gegenseitig ergänzen. Steht der Dill alleine, kann auch eine Mulchschicht den Boden feucht halten.</p>
<div id="attachment_245" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/3-kg-frischer-Dill.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-245" class="  wp-image-245 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/3-kg-frischer-Dill-300x243.png" alt="3 kg frischer Dill" width="300" height="243" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/3-kg-frischer-Dill-300x243.png 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/3-kg-frischer-Dill.png 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-245" class="wp-caption-text">3 kg frischer Dill</p></div>
<p>Dill samt sich, wenn er einmal im Garten heimisch wurde und es ihm dort gefällt, meist selbst aus. Dafür sorgen unter anderem die nicht geernteten Samen vom letzten Herbst und/oder die vielen Tiere in unserem kleinen Paradies. Falls Sie ihn auf ein extra Beet anbauen möchten, sollten die Reihen 25 &#8211; 30 cm Abstand einhalten. Die einzelnen Reihen werden bei Bedarf ausgelichtet, um kräftige und gesunde Pflanzen zu erhalten.</p>
<p>Wer meint, Dill sei ein anspruchsloses Kraut, kann leicht eines Besseren belehrt werden, wenn der eigene Dill nur kümmert. Obwohl er als Doldenblütler die Bodengare eher belastet, mag er selbst einen lockeren und humusreichen Boden. Windgeschützt sollte diese Primadonna stehen und volle Sonne braucht sie, um ihre wertvollen ätherischen Öle zu <em>produzieren</em>.</p>
<p>Ein Umsetzen oder Umpflanzen mag Dill gar nicht gerne, da seine empfindlichen Pfahlwurzeln und die daran befindlichen Nebenwurzeln dabei Schaden nehmen. Schon nach kurzer Zeit ohne Feuchtigkeit lässt die Pflanze den Kopf hängen und braucht einige Zeit, um anständig weiter zu wachsen und schmackhafte Blätter oder Samen abzuliefern. Wenn der Dill doch im Weg steht, empfehle ich nur die jungen Pflänzchen zu versetzen, da sie das gegenüber den schon größeren Exemplaren besser wegstecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Samenbau-und-Vermehrung'><span style="text-decoration: underline;">Samenbau und Vermehrung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vermehrt wird Dill generativ, also über Samen. Ernten Sie neben den Blättern auch die Samen im späten Herbst rechtzeitig. Die einzelnen Samendolden reifen leider nicht zur gleichen Zeit ab. Ab August und je nach Witterung entdecken sie in 2 &#8211; 3 Monaten bei den bestäubten Blüten erste Anzeichen von Samen. Kontrollieren Sie öfters Ihren Bestand, um ein vorzeitiges Ausfallen der Samen zu verhindern.</p>
<p>Wer auf auf Nummer sicher gehen will, schneidet die Dolden bereits ab, wenn diese zu bräunen beginnen, aber noch nicht reif genug sind um auszufallen. Im engmaschigen Netz werden die Dolden an einem schattigen und trockenen Platz aufgehängt und trocken so nach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Pflanzengesundheit'><span style="text-decoration: underline;">Pflanzengesundheit</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nur den direkten Kontakt zu anderen Doldenblütlern wie Fenchel, Pastinaken oder Petersilie mag der Dill nicht. Dill sollte auch nicht 2 Jahre hintereinander auf dem selben Beet angebaut werden. Empfehle eine Anbaupause von 4-5 Jahren zu anderen Doldenblütlern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Biologische-Tipps-und-Mischkultur'><span style="text-decoration: underline;">Biologische Tipps und Mischkultur</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dill eignet sich sehr gut als Mischkulturpartner. Bei sämtlichen Kohlsorten und Roter Bete hält er die Schädlinge ab. Zusätzlich soll er die das Aufgehen und die Keimfähigkeit verschiedener anderer Gemüsesaaten wie Kohl, Möhren, Rote Bete, Salat und Zwiebeln fördern.</p>
<p>Ihm gefällt es neben Erbsen, Gartenbohnen, Kartoffeln, Porree, Rettich, Salat, Spinat, Tomaten, Zuckermais und Zwiebeln. Den Geschmack der Gurken soll er verbessern, wenn er dicht neben diesen wächst. In Mischkultur mit Sellerie gibt es widersprüchliche Informationen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Ernte-und-Lagerung'><span style="text-decoration: underline;">Ernte und Lagerung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_244" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dillsamen-fuer-einen-ganzen-Winter.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-244" class="wp-image-244 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dillsamen-fuer-einen-ganzen-Winter-300x246.png" alt="Dillsamen für einen ganzen Winter" width="300" height="246" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dillsamen-fuer-einen-ganzen-Winter-300x246.png 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Dillsamen-fuer-einen-ganzen-Winter.png 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-244" class="wp-caption-text">Dillsamen für einen ganzen Winter</p></div>
<p>Die feinen Blätter des Dills können laufend geerntet werden. Achten Sie aber darauf, dass Sie der Pflanze genügend Blattwerk zum Überleben übrig lassen. Falls ausreichend Grünzeug zur Verfügung steht, kann Dill auch sehr gut eingefroren werden, um einen Vorrat für die kalten Wintermonate zu schaffen. Dill verliert zwar im gefrorenen Zustand einen Teil seiner Geschmacksstoffe, gehört aber zu den wenigen Kräutern, bei denen sich der Geschmacksverlust durch das Einfrieren in Grenzen hält.</p>
<p>Die getrockneten Dillsamen fühlen sich in einem gut schließenden Twist-Off Glas wohl. Dunkel und trocken gelagert, behält der Samen bei günstigen Lagerbedingungen seine Keimfähigkeit 2 &#8211; 3 Jahre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Verwendungsmglichkeiten'><span style="text-decoration: underline;">Verwendungsmöglichkeiten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Hausapotheke'><span style="text-decoration: underline;">Hausapotheke</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einen bekömmlichen Tee erhalten Sie, wenn einige Dillsamen mit kochendem Wasser überbrüht werden. Er verspricht Linderung bei krampfartigen Bauchschmerzen, Blähungen und allgemeine Magenverstimmungen. Bei stillenden Müttern regt er den Fluss der Muttermilch an.</p>
<p>Ungesüßt hilft er gegen Schluckauf. Als wirkungsvolles und natürliches Schlafmittel wird mit einem Löffel Honig gemischt und vor dem zu Bett gehen warm getrunken. Dem Dill-Tee, der auch mit Fenchel- oder Kümmelsamen gemischt werden kann, wurde ebenfalls eine leicht harntreibende Wirkung nachgewiesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Kche'><span style="text-decoration: underline;">Küche</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu einer hellen Soße gesellt sich eine Handvoll frischer (oder gefrorener) Dill, ein Spritzer Zitrone und eine Prise Zucker. Das Endprodukt: eine schmackhafte Dillsoße, die nicht nur zu allerlei Fischsorten oder Schalentieren passt, sondern auch über gekochten Eiern dem Magen und Gaumen ein Festmahl bereitet.</p>
<div id="attachment_243" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Ein-leckerer-und-gesunder-Salat-mit-Dill-garniert.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-243" class="  wp-image-243 size-full" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Ein-leckerer-und-gesunder-Salat-mit-Dill-garniert.png" alt="Ein leckerer und gesunder Salat mit Dill garniert" width="300" height="287" /></a><p id="caption-attachment-243" class="wp-caption-text">Ein leckerer und gesunder Salat mit Dill garniert</p></div>
<p>Kalte Platten werden durch Garnituren von frischem Dill nicht nur zum Augenschmaus. Wer gern Gurken einlegt, wird auf das Gewürzkraut ebenso wenig verzichten, wie der Salat-Fan, sei es nun Grüner oder Kartoffelsalat.</p>
<p>Auch dem Hammelbraten verleiht er einen unverwechselbaren Geschmack und trägt zur besseren Verdauung des schweren Essens bei. Geben Sie Dillblütenstände, Blätter oder die Samen, in eine saubere Flasche und gießen Sie mit Obst- oder Weinessig auf. Der sogenannte Kräuteressig wird regelmäßig durchgeschüttelt und verbleibt 2-3 Wochen an einem sonnigen Platz. In dieser Zeit gehen die wohltuenden Inhaltsstoffe in den Essig über.</p>
<p>Dieser Kräuteressig ist fast unbegrenzt haltbar. Ein Blickfang für Ihre gesunde Küche und noch dazu sehr schmackhaft. Und ein ausgefallenes Geschenk für liebe Mitmenschen. Achten Sie aber darauf, dass keine Pflanzenteile aus der Flüssigkeit ragen, die sonst faulen könnten. Sie können den Dill aber auch mit anderen Kräutern mischen und auf die gleiche Weise ein Kräuteröl herstellen.</p>
<p>Auch möglich: Schneiden Sie einige frische Dillblätter klein und vermengen diese mit Butter oder Käse? Dill hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und lässt unsere Geschmacksrezeptoren Achterbahn fahren. Probieren und Experimentieren Sie ein wenig mit dem Kraut, um Ihre Spezialitäten zu kreieren!</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Historische-Verwendung'><span style="text-decoration: underline;">Historische Verwendung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><em>Hinweis in eigener Sache: Die Zeiten, in denen man sich nach einer Zahnwurzelbehandlung eine Nelke in die Backe schob oder eine Betäubung mit einem Knüppel bzw. literweise Alkohol herbeiführte, sind vorbei. Heutzutage gibt es wirksamere Methoden, um die eigene Gesundheit zu erhalten. </em></p>
<p><em>Vor dem Gebrauch der hier aufgeführten historischen Verwendungsmöglichkeiten ist immer der Hausarzt oder Apotheker zu konsultieren! Sehen Sie die Nutzbarmachung der Flora, die unsere Vorfahren einsetzten, mit einem zwinckernden Auge und mehr als unterhaltende Lektüre. </em></p>
<p><em>Nichtsdestotrotz sind viele dieser älteren Methoden auch heute noch und bspw. in Notzeiten durchaus wirksam und verlieren dadurch nur wenig an ihrer Bedeutung.</em></p></blockquote>
<p>Schon in jungsteinzeitlichen Siedlungen wurden Dillsamen gefunden. Das war etwa 4.000 Jahre vor dem Beginn unserer Zeitrechnung. Somit zählt Dill zu den ältesten Gewürzen der Menschheit. Die Ägypter verwendeten die Heilpflanze gegen Kopfschmerzen und auch die antiken Griechen und Römer konnten ihr nicht wiederstehen.</p>
<p>Dioscurides (1. Jahrhundert) meinte zu Lebzeiten: &#8220;Vom Dill braucht man die Dolde und Samen als Mittel, die Milch zu vermehren, die Verdauung zu verbessern, zu viel und zu oft genossen schwächt er jedoch.&#8221;</p>
<p>Ein Römer namens Palladius empfahl: &#8220;Im Februar sät man den Dill; er verträgt jedes Klima; allein das laue ist ihm am liebsten! Fehlt es an Regen so gießt man! Man darf ihn nicht zu dicht säen. Manche bedecken den Samen gar nicht mit Erde, weil sie glauben, kein Vogel gehe daran.&#8221; In der römischen Küche würzte der Dill Wein und Geflügel.</p>
<p>Skeptisch gegenüber stand Hildegard von Bingen (1098 &#8211; 1179) dem Dill. Sie sagte: &#8220;Der Dille ist trocken und warm, sein Genuss stimmt den Menschen zu Traurigkeit. Roh genossen ist er nicht gesund, weil er die Feuchtigkeit und etwas Fettigkeit der Erde an sich hat; gekocht vertreibt er die Gicht.&#8221; Der bekannte deutsch Gelehrte Albert Magnus (1200 &#8211; 1280) empfahl den Dill erstmals in unseren Breiten gegen Blähungen und um die Muttermilch reichlich fließen zu lassen.</p>
<p>Schon im Mittelalter galt eine Mischung den Samen von Dill, Fenchel, Anis und Kümmel als besonders wertvoll. Nicht nur zum Brot backen oder Tee zubereiten wurden diese 4 Kräuter verwendet. Sie wirken auf Grund ihrer Inhaltsstoffe erwärmend, beruhigend und krampfstillend und durften in keinem gut sortierten Haushalt fehlen.</p>
<p>Im späten Mittelalter setzten die Kräuterväter den Dill wieder in das rechte Licht und rieten zur Verwendung des Kappiskraut nicht nur &#8220;zum Einmachen der jungen cucumern (Gurken), weil es ihnen einen guten Geschmack verleihet, sondern nehmet ihnen auch die Windigkeit und machet es desto verdaulicher&#8221;.</p>
<p>Ein anderer großer Botaniker, Tabernaemontanus (1522 &#8211; 1590), schrieb: &#8220;In Summa / unsere Weiber und Köch können des Dills in ihren Küchen keines wegs entbehren.&#8221; Und vom Dillsamen: Im Wein &#8220;stillet er das Magenwehen / das Grimmen im Leib und Reissen in den Därmen.&#8221;</p>
<p>Eine andere Verwendungsmöglichkeit, Dillsamen in die Schuhe der jungen Bräute auf dem Weg zum Altar zu stecken, um sich den Mann gefügig zu machen, habe ich ja schon am Anfang des Artikels genannt. Gibt es Erfahrungswerte der werten Leserschaft in dieser Richtung? <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Besondere-Arten-und-Sorten'><span style="text-decoration: underline;">Besondere Arten und Sorten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir unterscheiden heute den wild wachsenden Ackerdill (Anethum graveolens L. var. graveolens), den Indischen Dill (Anethum graveolens L. subsp. sowa) und den bekannten und beliebten Gartendill (Anethum graveolens L. var. hortorum Alef.). Von diesem Gartendill gibt es diverse Züchtungen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte kultiviert wurden. Da hätten wir zum einen den:</p>
<ul>
<li><strong>Tetra Dill</strong> &#8211; der sich durch seine blattreiche Form auszeichnet</li>
<li><strong>Farnblättriger Dill</strong> &#8211; auch Fernleaf genannt, besitzt farnähnliche Blätter und gedeiht gut in Töpfen z. B. auf dem Balkon, da er nicht so hoch wächst</li>
<li><strong>Vierling Dill</strong> &#8211; hohe standfeste Blätter mit blaugrünen Blättern</li>
<li><strong>Dukat</strong> &#8211; Sorte mit hohem Ölgehalt und starkem Aroma</li>
<li><strong>Hercules</strong> &#8211; deutsche Züchtung, die bis zu 160 cm hoch wächst, spät in Blüte geht und viele Blätter schenkt</li>
<li><strong>Bouquet</strong> &#8211; kleine, feine Blätter und niedriger Wuchs</li>
<li><strong>Elefant</strong> &#8211; eine ebenfalls stark wachsende Sorte die nicht für den Anbau im Topf geeignet ist</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Nebenwirkungen'><span style="text-decoration: underline;">Nebenwirkungen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sind keine bekannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Wichtiger-Hinweis'><strong><span style="text-decoration: underline;">Wichtiger Hinweis</span></strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die in diesem Artikel und dem gesamten Pflanzenlexikon aufgeführten Hinweise zur Verwendung der einzelnen Pflanzen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen. Bevor Sie diese Pflanzen verwenden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Diverse Pflanzen und deren Inhaltsstoffe können in Verbindung mit bereits eingenommenen Medikamenten schwere Nebenwirkungen verursachen. Eine fachliche Beratung erhalten Sie <strong>nur von Ihrem Arzt</strong>. Sie muss <strong>vor der Einnahme</strong> der hier vorgestellten Pflanze erfolgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Tipp-am-Ende-des-Artikels'>Tipp am Ende des Artikels</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Tabelle zu den <a href='http://pflanzenlexikon.org/buecher-ueber-essbare-wildpflanzen-und-wildkraeuter/' class='small-button smallgreen' target="_blank">Büchern über essbare Wildpflanzen und Wildkräuter</a> gibt es jede Menge mehr Informationen zu den Pflanzen die wir nicht nur als Nahrung achten. Mehr als 600 Bücher werden dort vorgestellt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Chicoree</title>
		<link>http://www.pflanzenlexikon.org/chicoree-cichorium-intybus-var-foliosum/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=chicoree-cichorium-intybus-var-foliosum</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe Ross]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2013 11:21:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[C]]></category>
		<category><![CDATA[Slider]]></category>
		<category><![CDATA[Chicorée]]></category>
		<category><![CDATA[Chicoree-Salat]]></category>
		<category><![CDATA[Chicoréesalat]]></category>
		<category><![CDATA[Schikoree]]></category>
		<category><![CDATA[Zichorienwurzeln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob roh als Salat, überbacken, gedünstet, gebraten, gekocht, paniert oder als Auflauf zubereitet. Der Chicorée fühlt sich in jeder gesunden Küche zu Hause. Ein junges Gemüse, dass erst Anfang des 19. Jahrhunderts aus einer versteckten Zichorienwurzel trieb.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ob roh als Salat, überbacken, gedünstet, gebraten, gekocht, paniert oder als Auflauf zubereitet. Der Chicorée fühlt sich in jeder gesunden Küche zu Hause. Ein junges Gemüse, dass erst Anfang des 19. Jahrhunderts aus einer versteckten Zichorienwurzel trieb.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_164" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicorée.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-164" class="wp-image-164 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicorée-300x298.jpg" alt="Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum)" width="300" height="298" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicorée-300x298.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicorée-150x150.jpg 150w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicorée.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-164" class="wp-caption-text">Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum)</p></div>
<p><em><div id='toc'><div id='toc_title' class='post-137'>Inhaltsverzeichnis</div>
<ul><li><a href="#Botanischer-Steckbrief">Botanischer Steckbrief</a></li>
<li><a href="#Volkstmliche-Namen">Volkstümliche Namen</a></li>
<li><a href="#Heimat-und-Verbreitung">Heimat und Verbreitung</a></li>
<li><a href="#Inhaltsstoffe">Inhaltsstoffe</a></li>
<li><a href="#Geschmack-und-Wrze">Geschmack und Würze</a></li>
<li><a href="#Anbau-und-Pflege">Anbau und Pflege</a></li>
<li><a href="#Samenbau-und-Vermehrung">Samenbau und Vermehrung</a></li>
<li><a href="#Pflanzengesundheit">Pflanzengesundheit</a></li>
<li><a href="#Biologische-Tipps-und-Mischkultur">Biologische Tipps und Mischkultur</a></li>
<li><a href="#Ernte-und-Lagerung">Ernte und Lagerung</a></li>
<li><a href="#Verwendungsmglichkeiten">Verwendungsmöglichkeiten</a>
<ul><li><a href="#Kche">Küche</a></li></ul></li>
<li><a href="#Historische-Verwendung">Historische Verwendung</a></li>
<li><a href="#Besondere-Arten-und-Sorten">Besondere Arten und Sorten</a></li>
<li><a href="#Nebenwirkungen">Nebenwirkungen</a></li>
<li><a href="#Wichtiger-Hinweis">Wichtiger Hinweis</a></li>
<li><a href="#Tipp-am-Ende-des-Artikels">Tipp am Ende des Artikels</a></li>
</ul></li></ul>
</div></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Botanischer-Steckbrief'><span style="text-decoration: underline;">Botanischer Steckbrief</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus der Zichorienwurzel treiben im Winter, bei Dunkelheit und kühlen Temperaturen 3-5 cm dicke und 15-20 cm lange Triebe. Diese haben meist eine weiße bis Weiß-gelbliche, rote oder grüne Farbe und bestehen, ähnlich dem Weißkohl, aus mehreren Schichten fest geschlossener Blattschöpfe. Der Chicoree (Cichorium intybus var. foliosum) gehört auf Grund seines hohen Gehalts an wertvollen Inhaltsstoffen in jede gesunde Küche. Eine leichte Bitterkeit, die jedoch verdauungsfördernd wirkt, kann vermieden werden, wenn Sie den Strunk vor der Zubereitung entfernen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Volkstmliche-Namen'><span style="text-decoration: underline;">Volkstümliche Namen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Chicoree, Fleischkraut, Schikoree, Zichorie</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Heimat-und-Verbreitung'><span style="text-decoration: underline;">Heimat und Verbreitung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Vorfahre aller Kulturzichorien, zu denen auch der Chicorée gehört, gilt die <em>Gewöhnliche Wegwarte</em> (Cichorium intybus var. intybus). Das ist dieses (Un)Kraut mit den hübschen blauen Korbblüten und langen Stengeln, welches Ihnen im Sommer öfter am Wegesrand oder in Acker-, Gartenunkkraut-, und Ruderalgesellschaften begegnet. Diese Wegwarte ist ebenfalls essbar und als Heilpflanze sehr geschätzt. Wenn Sie diese Gewöhnliche Wegwarte kosten wollen, sollten Sie sie nicht neben viel befahrenen Straßen oder auf belasteten Böden sammeln.</p>
<p>Über die Herkunft des Chicorees gibt es viele Geschichten. Eine amüsante möchte ich Ihnen erzählen: In den revolutionären Zeiten um 1830 wurden in Belgien die Zichorienwurzeln, aus denen man eine Art Kaffeeersatz herstellte, von den Bauern versteckt. Sie vergruben sie einfach in der Erde und eher durch Zufall entdeckte man dann die weißen, knackige Knospe, die sich aus den oberirdischen Blättern formte. Da der Mensch von Haus aus neugierig ist, kostete er diese und befand den Geschmack wohl für gut.</p>
<p>Man erkannte also erst Anfang des 19. Jahrhunderts, dass der Zichorienwurzel ein schmackhafter Spross entspringt und nannte ihn Chicorée. Eine andere Überlieferung besagt, dass der Chicoree erstmals von Bresier, einem Chefgartenbauer in Belgien, im Jahre 1846 kultiviert wurde. Um den bitteren Geschmack der Sprossen zu verhindern, hat er den Chicoree dunkel angetrieben.</p>
<p>Vor allem in Belgien, den Niederlanden und Frankreich wird das bekömmliche Gemüse auch heute noch oft gedünstet. Die Amerikaner und Deutschen verspeisen ihn seltener und dann meist roh. Die Felder um Parchim, einer beschaulichen Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, waren vor vielen Jahren mal Anbaugebiet für die Zichorienwurzel, aus der Kaffee gewonnen wurde.</p>
<p>Falls Sie den Kaffee mal probieren möchten: Der handelsübliche Landkaffee <em>Caro</em> enthält unter anderem ein Anteil an Zichorienwurzeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Inhaltsstoffe'><span style="text-decoration: underline;">Inhaltsstoffe</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Chicorée besteht zu 95% aus Wasser. Sein hoher Gehalt an Kalium und Calcium machen in für die gesunde und ausgewogene Ernährung ebenso sinnvoll, wie der nicht geringe Anteil an Vitamin C und A. Außerdem finden sich im Chicoree noch Natrium, Phosphor, Niacin und verschiedene Ballaststoffe. Und den Bitterstoff Intybin, der nicht nur die Magensekretion und den Speichelfluss anregt, sondern auch verdauungsfördernd, galle- und harntreibend wirkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Geschmack-und-Wrze'><span style="text-decoration: underline;">Geschmack und Würze</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Chicoree hat einen leicht bitteren Geschmack. Dieser wird durch überlagerten oder nicht gebleichten, bzw. im hellen angetriebene Pflanze verstärkt. Die Chicoree-Knopsen aus dem Supermarkt besitzen diesen bitteren Beigeschmack <del>leider</del> meist nicht mehr, da er <em>weg gezüchtet</em> wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Anbau-und-Pflege'><span style="text-decoration: underline;">Anbau und Pflege</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im ersten Jahr werden aus den Samen kräftige Wurzel gezogen. Versenken Sie den Chicoree-Samen ab Mitte April bis spätestens Mitte Mai in der Erde. Wenn Sie früher aussäen, kann es zu Schossbildung kommen. Bei einer späteren Aussaat entwickeln sich die Wurzeln nicht mehr optimal, um dann im nächsten Frühjahr kräftige und schöne Sprosse, also den eigentlichen Chicorée, auszubilden. Bei mindestens 5,3 Grad dauert es nicht lange, bis die Samen keimen. Optimale Keimtemperaturen sind 15-18 Grad.</p>
<div id="attachment_167" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicoree-im-Eimer.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-167" class="  wp-image-167 size-medium" title="Chicoree im Eimer" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicoree-im-Eimer-300x225.jpg" alt="Chicoree im Eimer" width="300" height="225" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicoree-im-Eimer-300x225.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicoree-im-Eimer.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-167" class="wp-caption-text">Chicoree im Eimer</p></div>
<p>3-4 Wochen nach der Aussaat werden die Jungpflanzen vereinzelt. Achten Sie auf einen Abstand von mindestens 10 cm/Pflanze. In der Reihe stehen die Zichorienwurzeln dann 50-60 cm auseinander, um gesunde und kräftige Pflanzen zu erhalten. Chicoree gehört zu den Mittel- bzw. Schwachzehrern. Er braucht daher keine besondere Düngung und entzieht Ihrem Boden auch nicht übermäßig Nährstoffe. Frischen Mist zwischen den Reihen mag er überhaupt nicht.</p>
<p>Im späten Herbst bis Dezember können Sie die ausgegrabenen Chicorée-Wurzeln antreiben. Ein ausreichend großer Eimer wird mit feuchtem Sand gefüllt und die Wurzeln senkrecht tief hinein gesteckt. Vorher kürzen Sie die Wurzeln am unteren Ende auf 20 cm und schneiden das übrig gebliebene Laub oberhalb ab. Dabei sollten die Herzblätter der Pflanze nicht verletzt werden. Nun kommt der Eimer in einen dunklen geschlossenen Raum. Notfalls stülpen Sie einfach einen anderen Eimer darüber. In 3-4 Wochen treiben die Knospen bei ca. 15-20 Grad aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei niedrigeren Temperaturen, die aber nicht unter 8 Grad fallen sollten, dauert es entsprechende länger, bis Sie die 15-20 cm großen Schikoree-Knospen ernten können. Achten Sie darauf, dass der Eimer nicht zu warm steht, sonst bildet der Schikoree nur lockere Zapfen aus, die die Mühe nicht wert sind. Außerdem werden diese schwachen Triebe oft von Läusen besucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Samenbau-und-Vermehrung'><span style="text-decoration: underline;">Samenbau und Vermehrung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erst im 2. Jahr können Sie aus der Zichorienwurzel keimfähige Samen ernten. Pflanzen, die bereits im ersten Jahr in Blüte gehen, eignen sich für die Samenvermehrung nicht und landen besser vor der Blüte auf dem Küchentisch oder dem Komposthaufen. Für die Samenvermehrung brauchen Sie mindestens 15 große, gesunde, gut überwinterte und schön ausgebildete Zichorienwurzeln.</p>
<p>Halten Sie einen Abstand von mindestens 150 m zu anderen blühenden Sorten oder den verwandten Endivien Eine Verkreuzung mit der wild wachsenden Gewöhnlichen Wegwarte ist möglich und kann nur durch den Samenanbau unter Kulturschutznetzen oder in Isolierkäfigen weitgehend ausgeschlossen werden.</p>
<p>Die Zichorienwurzeln werden ebenso angetrieben wie der Chicorée (siehe Anbau und Pflege). Nur die Ernte entfällt, da die Pflanzen im Februar komplett in den Garten umziehen. Das ist dann auch die letzte Möglichkeit, um die Pflanzen zu selektieren. Achten Sie auf lange, gleichmäßige und kräftige Wurzeln, besonders feste und große <em>Pfeifen, </em>typische Rosette nach Farbe und Form und bei Kaffeezichorien auf ausreichenden Bitterstoffgehalt und gutes Aroma.</p>
<p>Verbrennungen durch die heiße Wintersonne sollten vermieden werden. Bevor der Chicoree seine Samenträger ansetzt, sollten Sie diese mit Stützpfählen und Schnur gegen umknicken sichern. Schon bald werden dann die blauen Blüten erscheinen. Warten Sie mit der Ernte der reifen Samen nicht zu lange, sonst werden Sie, wie bei anderen Korbblütlern auch, vom Wind davon getragen. Der richtige Reife- und Erntezeitpunkt ist , kurz bevor die Samen ausfallen. Viel Glück. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Sollten Sie keimfähige Samen erhalten, was Sie leicht durch eine Keimprobe nachprüfen können, sind diese unter günstigen Bedingungen 4-5 Jahre lagerfähig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Pflanzengesundheit'><span style="text-decoration: underline;">Pflanzengesundheit</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kräftige Pflanzen sind selten krankheitsanfällig. Sollten die Wurzeln in einem stark sauren Boden stecken, wird dieser mit etwas Kalk aufgewertet. Achten Sie, vor allem in heißen Sommern, auf eine ausreichende Wasserversorgung, lockern Sie den Boden regelmäßig und halten ihn frei von Beikraut. Mulchen empfiehlt sich; sollte aber im Herbst, wenn die Niederschläge zunehmen, wieder entfernt werden, damit die Pflanzen nicht zur Fäulnis neigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Biologische-Tipps-und-Mischkultur'><span style="text-decoration: underline;">Biologische Tipps und Mischkultur</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schikoree gedeiht gut in der Nähe von Fenchel, Gartenbohnen, Kopfsalaten, Möhren, Rote Bete, Tomaten und Zwiebeln. Neben seinen nahen Verwandten, den Endivien, Haferwurzeln und dem Radicchio gefällt es ihm gar nicht und er stellt das Wachstum größtenteils ein. Als Nachfrucht von Erbsen eignet sich Chikoree, wenn Sie schon ein paar Jungpflanzen vorgezogen haben.</p>
<p>Chicorée sollte erst nach 4 Jahren wieder auf dem gleichen Beet oder nach anderen Korbblütlern angebaut werden, um Krankheiten zu vermeiden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Ernte-und-Lagerung'><span style="text-decoration: underline;">Ernte und Lagerung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leider ist Chicoree, also der oberirdische Trieb der Zichorienwurzel, nicht lange lagerfähig. Im Keller mag er einen dunklen kühlen Platz. Diesen findet er auch im Kühlfach Ihres Kühlschranks bei 3-6 Grad. Nach spätestens einer Woche sollten Sie dieses gesunde Gemüse verarbeitet und gegessen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Verwendungsmglichkeiten'><span style="text-decoration: underline;">Verwendungsmöglichkeiten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Kche'><span style="text-decoration: underline;">Küche</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der <strong>Chicoree-Salat</strong> gehört wohl zu den bekanntesten Zubereitungsarten dieser Pflanze. Was wäre das Pflanzenlexikon ohne ein schmackhaftes Rezept? Hier können Sie Ihren Gaumen erfreuen. Die Zutaten im Einzelnen:</p>
<ul>
<li>2 Chicorée</li>
<li>1 Orange oder 2-3 Mandarinen</li>
<li>2 El Walnussöl</li>
<li>1 El Balsamico-Essig</li>
<li>1 Tl Honig</li>
<li>ein paar geröstete Mandelplättchen (für Feinschmecker)</li>
<li>Salz und Pfeffer</li>
</ul>
<p>Vom Chicoree werden die äußeren Blätter entfernt. Dann die Knospe waschen und halbieren. Im Strunk befinden sich meist die Bitterstoffe. Wer das nicht mag, kann diesen entfernen. Nun schneiden Sie die Hälften einmal kreuzweise um kleine Würfel zu erhalten. Eine Hälfte der Orange wird ebenfalls klein geschnitten und mit dem Chicoree vermengt. Die andere wird gepresst und mit den restlichen Zutaten vermischt. Nachdem das Dressing 30 Minuten durchgezogen ist, geben Sie es über den Chicoreesalat und vermischen alles gründlich.</p>
<div id="attachment_168" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicoree-Salat.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-168" class="  wp-image-168 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicoree-Salat-300x284.jpg" alt="Chicoreesalat" width="300" height="284" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicoree-Salat-300x284.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Chicoree-Salat.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-168" class="wp-caption-text">Chicoree-Salat</p></div>
<p>Das i-Tüpfelchen bilden dann die gerösteten und kleingehackten Mandelplättchen, die Sie vor dem Servieren über den Salat streuen. Selbstverständlich können Sie auch ein gutes Olivenöl anstatt Walnussöl oder geröstete Sonnenblumenkerne verwenden. Am Ende erhalten eine sehr gesunde Beilage zum Fisch oder ein leichtes Menü &#8211; auf alle Fälle aber einen schmackhaften Vitaminspender.</p>
<p>Ich habe meinen Salat noch mit einem Blatt einer einzigartigen Pflanze verziert. Erraten Sie um welches essbare und wertvolle Gewächs es sich hier handelt? Schreiben Sie es in den Kommentar. Der/Die Erste mit der richtigen Lösung erhält von mir eine Chicorée Knospe frei Haus geliefert (innerhalb Deutschlands). <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Aber nicht nur als Salat findet der Chicoree in der Küche Verwendung. Sie können den Chicoree überbacken, braten, kochen oder als Auflauf zubereiten. Chicoree Rezepte gibt es im Netz ausreichend und wenn Sie dieses Gemüse noch nie gegessen haben, sollten Sie sich im Supermarkt mal 1-2 Stück kaufen oder gar selbst im Eimer anziehen und dann zubereiten. Es lohnt sich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Historische-Verwendung'><span style="text-decoration: underline;">Historische Verwendung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><em>Hinweis in eigener Sache: Die Zeiten, in denen man sich nach einer Zahnwurzelbehandlung eine Nelke in die Backe schob oder eine Betäubung mit einem Knüppel bzw. literweise Alkohol herbeiführte, sind vorbei. Heutzutage gibt es wirksamere Methoden, um die eigene Gesundheit zu erhalten. </em></p>
<p><em>Vor dem Gebrauch der hier aufgeführten historischen Verwendungsmöglichkeiten ist immer der Hausarzt oder Apotheker zu konsultieren! Sehen Sie die Nutzbarmachung der Flora, die unsere Vorfahren einsetzten, mit einem zwinckernden Auge und mehr als unterhaltende Lektüre. </em></p>
<p><em>Nichtsdestotrotz sind viele dieser älteren Methoden auch heute noch und bspw. in Notzeiten durchaus wirksam und verlieren dadurch nur wenig an ihrer Bedeutung.</em></p></blockquote>
<p>Die Mutter des Chicoree, die Gewöhnliche Wegwarte, wurde schon in den Notzeiten der vergangenen Jahrhunderte von den kundigen Pflanzengängern als Nahrung gesammelt und zubereitet. Auch die Verwendung als Heilkraut ist überliefert. Demnach soll es die Wassersucht bekämpft und allerlei Beschwerden der Milz, Galle, Herz, Magen und Leber gelindert haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Besondere-Arten-und-Sorten'><span style="text-decoration: underline;">Besondere Arten und Sorten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Witloof</strong> (Weißlaub) war der Name der ersten kultivierten Treibchicorée</li>
<li><strong>Brüsseler Witloof</strong> (Cichorium intybus var. foliosum) ist die bekannteste Sorte und wird im Mai ausgesät; Ernte der Wurzeln für die Treiberei von Anfang Oktober bis Mitte November</li>
<li><strong>Tardivo</strong> (Cichorium intybus ssp. sativum) besitzt einen ausgeprägten Chicorée Geschmack und wird ebenso wie der Brüsseler Witloof angebaut</li>
<li><strong>Chicorée Robin</strong> (Cichorium intybus ssp. sativum)gefällt durch seine roten Triebe/Knospen und kann von Mai-Juni ausgesät werden</li>
<li><strong>Dura</strong> eignet sich für den Anbau bei niedrigen Temperaturen</li>
<li><strong>Atlas</strong> ist eine altbewährte Sorte für die frühe Treibung</li>
<li><strong>Schnittzichorie</strong> ist in unseren Breiten weniger bekannt. Sie hat eine leicht bittere Note und stellt weniger hohe Ansprüche an den Anbau. Ziehen Sie die Pflanzen im ungeheizten Gewächshaus ab Mitte Februar vor. Möglich ist ebenfalls die Direktsaat auf das Beet von Mitte März bis Ende Juli im Abstand von 20-25 cm. Wem der Geschmack zusagt, kann laufend frische Blätter ernten oder alle 2 Wochen neu aussäen.</li>
<li>reine <strong>Wurzelzichorien</strong> für den verwöhnten Kaffeeliebhaber gibt es auch unter dem Namen <strong>Radici di Chiavari</strong> und <strong>Kaffee-Zichorie</strong></li>
<li><strong>Sonchino</strong> nennt sich eine Wurzelzichorie, die wenig Bitterstoffe enthält und in Italien auch als Gemüse angeboten wird</li>
</ul>
<p>Vor allem in Italien baut man zahlreiche Sorten an, die entweder geschlossenen Knospen/Triebe oder eine Blattrosette hervorbringen. Der obere Teil dieser Pflanzen wird als Wintersalat unter den Namen roter bzw. grüner Raddicchio oder Zuckerhut vermarktet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Nebenwirkungen'><span style="text-decoration: underline;">Nebenwirkungen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sind keine bekannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Wichtiger-Hinweis'><strong><span style="text-decoration: underline;">Wichtiger Hinweis</span></strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die in diesem Artikel und dem gesamten Pflanzenlexikon aufgeführten Hinweise zur Verwendung der einzelnen Pflanzen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen. Bevor Sie diese Pflanzen verwenden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Diverse Pflanzen und deren Inhaltsstoffe können in Verbindung mit bereits eingenommenen Medikamenten schwere Nebenwirkungen verursachen. Eine fachliche Beratung erhalten Sie <strong>nur von Ihrem Arzt</strong>. Sie muss <strong>vor der Einnahme</strong> der hier vorgestellten Pflanze erfolgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Tipp-am-Ende-des-Artikels'>Tipp am Ende des Artikels</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Tabelle zu den <a href='http://pflanzenlexikon.org/buecher-ueber-essbare-wildpflanzen-und-wildkraeuter/' class='small-button smallgreen' target="_blank">Büchern über essbare Wildpflanzen und Wildkräuter</a> gibt es jede Menge mehr Informationen zu den Pflanzen die wir nicht nur als Nahrung achten. Mehr als 600 Bücher werden dort vorgestellt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Basilikum</title>
		<link>http://www.pflanzenlexikon.org/basilikum-ocimum-basilicum/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=basilikum-ocimum-basilicum</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe Ross]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2013 18:30:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[B]]></category>
		<category><![CDATA[Slider]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.bewusste-menschen.de/pflanzenlexikon/?p=99</guid>

					<description><![CDATA[<p>Basilikum ist ein vielseitig verwendbares Gewächs - ausgezeichnetes Würzkraut und wirksame Heilpflanze. Der Samen des Basilikums diente seit jeher für alle Mängel und Gebrechen des Herzens, wehret den schweren Gedanken und erwecket im Menschen Freud und Mut.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Basilikum ist ein vielseitig verwendbares Gewächs &#8211; ausgezeichnetes Würzkraut und wirksame Heilpflanze. Der Samen des Basilikums diente seit jeher für alle Mängel und Gebrechen des Herzens, wehret den schweren Gedanken und erwecket im Menschen Freud und Mut.<br />
</strong><br />
<b> </b></p>
<div id="attachment_102" style="width: 182px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikum-Ocimum-basilicum.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-102" class="wp-image-102 size-full" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikum-Ocimum-basilicum.jpg" alt="Basilikum (Ocimum basilicum)" width="172" height="290" /></a><p id="caption-attachment-102" class="wp-caption-text">Basilikum (Ocimum basilicum)</p></div>
<p><em><div id='toc'><div id='toc_title' class='post-99'>Inhaltsverzeichnis</div>
<ul><li><a href="#Botanischer-Steckbrief">Botanischer Steckbrief</a></li>
<li><a href="#Volkstmliche-Namen">Volkstümliche Namen</a></li>
<li><a href="#Heimat-und-Verbreitung">Heimat und Verbreitung</a></li>
<li><a href="#Inhaltsstoffe">Inhaltsstoffe</a></li>
<li><a href="#Geschmack-und-Wrze">Geschmack und Würze</a></li>
<li><a href="#Anbau-und-Pflege">Anbau und Pflege</a></li>
<li><a href="#Samenbau-und-Vermehrung">Samenbau und Vermehrung</a></li>
<li><a href="#Pflanzengesundheit">Pflanzengesundheit</a></li>
<li><a href="#Biologische-Tipps-und-Mischkultur">Biologische Tipps und Mischkultur</a></li>
<li><a href="#Ernte-und-Lagerung">Ernte und Lagerung</a></li>
<li><a href="#Verwendungsmglichkeiten">Verwendungsmöglichkeiten</a>
<ul><li><a href="#Hausapotheke">Hausapotheke</a></li>
<li><a href="#Kche">Küche</a></li>
<li><a href="#Sonstige">Sonstige</a></li></ul></li>
<li><a href="#Historische-Verwendung">Historische Verwendung</a></li>
<li><a href="#Besondere-Arten-und-Sorten">Besondere Arten und Sorten</a></li>
<li><a href="#Nebenwirkungen-des-Basilikum">Nebenwirkungen des Basilikum</a></li>
<li><a href="#Wichtiger-Hinweis">Wichtiger Hinweis</a></li>
<li><a href="#Tipp-am-Ende-des-Artikels">Tipp am Ende des Artikels</a></li>
</ul></li></ul>
</div></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Botanischer-Steckbrief'><span style="text-decoration: underline;">Botanischer Steckbrief</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die etwa 15 &#8211; 60 cm hohe, meist einjährige Pflanze des Basilikum (Ocimum basilicum) ist buschig bis stark verzweigt, krautig und besitzt kantige Stengel. Ihre eiförmigen oder länglich-ovalen, leicht gezähnten oder ganzrandigen Blätter sind lang gestielt, manchmal gewölbt und meist grün, rot oder eine Mischung daraus. Die Blüten stehen in unseren Breiten von Juli bis September in den Farben rosa, purpurrot oder weiß in achselständigen Trugdolden (Scheinquirlen).</p>
<p>Die Vielfalt an Sortenzüchtungen der vergangenen Jahrzehnte macht eine genaue Beschreibung fast unmöglich. Erkennen können Sie das Basilikum meist am leicht pfeffrig-süßen, einzigartigen Geschmack.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Volkstmliche-Namen'><span style="text-decoration: underline;">Volkstümliche Namen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Balsam, Basilienkraut, Bienenweide, Braunsilge, Deutscher Pfeffer, Hirnkraut, Hirtenbasilie, Josefskräutlein, Königsbalsam, Königskraut, Krampfkräutl, Nelkenbasilie, Pfefferkraut, Suppenbasil</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Heimat-und-Verbreitung'><span style="text-decoration: underline;">Heimat und Verbreitung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man geht davon aus, dass das Basilikum im tropischen Vorderindien seine Wurzeln erstmals in die Erde bohrte. Bereits in den Grabkammern der alten Pyramiden wurden Basilienkränze gefunden. Im antiken Griechenland war Basilikum als heilsames und würziges Kraut sehr geschätzt. Wir Mitteleuropäer mussten bis zum 12. Jahrhundert warten, als es den Weg über die Alpen auf unsere Marktplätze fand. Heutzutage findet man Basilikum, bedingt durch die Wetterzonen, nördlich der Alpen nicht in freier Natur. Es wird hier meist in Gärten und Töpfen kultiviert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Inhaltsstoffe'><span style="text-decoration: underline;">Inhaltsstoffe</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ätherische Öle wie Eugenol, Estragol und Linalool. Weiterhin Glykoside, Gerbstoffe und Flavonoide.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Geschmack-und-Wrze'><span style="text-decoration: underline;">Geschmack und Würze</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Basilikum erkennt man unter anderem an einem intensiven, würzig-feurigem Duft. Der leicht pfeffrige und/oder süße Geschmack wird begleitet von einer feinen Note der verschiedenen Sortenzüchtungen wie Anis, Lakritze, Nelke, Zimt, Zitrone usw. usf. Die Basilikumtöpfe aus dem Supermarkt besitzen zusätzlich eine mehr oder weniger ausgeprägte chemische Geschmacksnuance. Der hohe Gehalt an ätherischen Ölen, der sich nur bei voller Sonne richtig entfalten kann, macht das selbst angebaute Basilikum nicht nur für die experimentelle Küche interessant.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Anbau-und-Pflege'><span style="text-decoration: underline;">Anbau und Pflege</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_129" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Genoveser-Basilikum-Ocimum-basilicum-in-Bio-Qualität-aus-dem-Supermarkt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-129" class="wp-image-129 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Genoveser-Basilikum-Ocimum-basilicum-in-Bio-Qualität-aus-dem-Supermarkt-225x300.jpg" alt="Genoveser-Basilikum-Ocimum-basilicum-in-Bio-Qualität-aus-dem-Supermarkt" width="225" height="300" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Genoveser-Basilikum-Ocimum-basilicum-in-Bio-Qualität-aus-dem-Supermarkt-225x300.jpg 225w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Genoveser-Basilikum-Ocimum-basilicum-in-Bio-Qualität-aus-dem-Supermarkt.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><p id="caption-attachment-129" class="wp-caption-text">Basilikum der Sorte Genoveser in Bio-Qualität aus dem Supermarkt</p></div>
<p>Basilikum braucht einige Wochen, bis es die ersten Blätter zur Ernte freigibt. Wenn Sie im Supermarkt oder dem regionalen Markt einen (Bio) Basilikumtopf erhaschen können der gesund aussieht, sollten Sie zuschlagen. Hier ist der chemische Beigeschmack meist nicht so ausgeprägt wie im konventionell angebauten Basilikum.</p>
<p>Frost mag die Pflanze überhaupt nicht und legt schon nach 1 &#8211; 2 Minusgraden ihre Stengel beiseite. Am besten gedeiht sie im warmen und sonnigen Klima an einer Fensterbank mit Südseite oder ab Mitte Mai im Freiland. Wenn Sie den Eigenanbau aus Samen wagen, drücken Sie die Samen nur leicht auf die Erde. Basilikum ist ein Lichtkeimer und verträgt höchsten eine sehr dünne Schicht Erde.</p>
<p>Nach ungefähr 10 &#8211; 19 Tagen sollte die Saat aufgehen, sofern Sie den Topf an einen hellen Platz stellen. Optimale Keimtemperatur der Samen: 20-25 Grad und immer schön feucht halten. Wenn der Basilikumsamen in dieser Zeit nicht aufgeht, war das Saagut eventuell nicht mehr keimfähig und Sie dürfen das Ganze getrost auf dem Komposthaufen oder in der Bio-Tonne entsorgen.</p>
<p>Im geschützten Gewächshaus oder Frühbeetkasten können Sie bereits Anfang April loslegen. Für das Freiland empfiehlt sich eine Aussaat nach den Eisheiligen. Wer eine warme helle Fensterbank besitzt, kann den ganzjährigen Anbau versuchen. Aber wie bereits erwähnt: Basilikum braucht die Kraft der Sonne, um unter anderem seine ätherischen Öle <em>herzustellen</em>, die der Pflanze seinen außergewöhnlichen Geschmack und auch die Heilkräfte verleihen.</p>
<p>Und einen guten warmen und feuchten Boden braucht die Pflanze ebenso. Er sollte möglichst durchlässig, lehmig und nicht zu schwer sein. Reichern Sie ihn bei Bedarf mit einer Schaufel Sand an. Wer keine Experimente machen möchte, kauft sich die Anzuchterde aus dem Baumarkt. Pikieren sollten Sie die Keimlinge auch einmal, um kräftige Pflanzen zu erhalten. Nehmen Sie ein Büschel der kleinen Pflänzchen und setzen es ein wenig tiefer als vorher in einen Topf mit guter Kräutererde oder geben Sie unter ein Lehm-Sand Gemisch ungefähr 1,5 Fingerhut voll Mineraldünger.</p>
<p>Ab Mitte Mai zieht der Basilikum in den Garten oder auf den Balkon. Ein sonniger, warmer Tag wird den Pflanzen gefallen. Auf dem Balkon können sich die Pflanzen nun in der Sonne prächtig entwickeln. Im Garten setzen Sie sie im Abstand von 25 x 25 cm/Pflanze auf ein gut vorbereitetes humusreiches und lockeres Beet oder zwischen andere Pflanzen in Mischkultur. Hoffen Sie auf einen warmen Sommer und halten Sie den Boden leicht feucht. Mehr können Sie momentan nicht tun. In nasskalten Jahren gedeiht der Basilikum schlecht und es empfiehlt sich, die Töpfe auf dem Fensterbrett zu pflegen.</p>
<p>Auf einem windigen Platz fühlt sich der Basilikum auch nicht wohl. Regelmäßig werden die Spitzen ausgekniffen. Dies hat zur Folge, dass der Basilikum schön buschig und kräftig wächst. Entfernen Sie vor allem in den ersten Wochen sämtliche Blütenansätze. Wenn der Basilikum blüht, stellt er seine Blattproduktion ein und die Pflanze konzentriert sich auf die Produktion von Samen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Samenbau-und-Vermehrung'><span style="text-decoration: underline;">Samenbau und Vermehrung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Keimfähige Basilikumsamen in unseren Klimazonen zu gewinnen ist ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Dafür haben wir einfach nicht genügend natürliche Wärme und Licht. Wenn es Ihnen doch gelingt, bleiben die Samen ungefähr 4 Jahre keimfähig. Alternativ können Sie sich aber Samen oder kleine Pflanzen auf dem Markt kaufen oder spezielle Raritäten der beliebten Kräuter über den Versandhandel bestellen. Baumärkte bieten in dieser Richtung in der warmen Jahreszeit meist auch ein Angebot an verschiedenen Basilikum-Sorten.</p>
<p>Was Sie aber machen können, um Ihren Basilikum zu verjüngen, ist folgendes: Schneiden Sie von den kräftigen gesunden Pflanzen ca. 8 &#8211; 10 cm lange Stecklinge. Diese stellen Sie nun in ein Glas Wasser, dass Sie mindestens alle 2 Tage wechseln. Nach ungefähr 7 Tagen an einem warmen und hellen Ort sollten die Stecklinge kleine Wurzelansätze gebildet haben. Nun werden diese in einen neuen Topf mit guter Erde gepflanzt. Wenn Sie die entsprechende Größe erreicht haben, können Sie auch hier die schmackhaften Blätter ernten.</p>
<p>Das ganze funktioniert bei den meisten Sorten auch ohne den Umweg über das Wasserglas. Stecken Sie die abgeschnittenen Pfanzenteile direkt in die Erde und halten diese feucht. Wenn die Pflanze wächst hat sie bereits Wurzeln geschlagen und kann bald ihre schmackhaften Blätter spenden.</p>
<p>Probieren Sie es einfach aus. Vor allem bei der häufig anzutreffenden Sorte Genoveser-Basilikum ist die Vermehrung über Stecklinge eine Methode, um sich einen ganzen Sommer lang, bis in den späten Herbst mit frischen Basilikumblättern zu versorgen, auch wenn der Verkäufer des Basilikum nicht der Meinung ist, dass man diesen so über längere Zeit vermehren kann. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Irgendwann ist dann aber, zumindest bei den einjährigen Basilikum-Sorten Schluss und die Pflanze begibt sich in die wohlverdiente Ruhe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Pflanzengesundheit'><span style="text-decoration: underline;">Pflanzengesundheit</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt verschiedene Viruserkrankungen, die Ihrem Basilikum den Gar ausmachen können. Das Risiko besteht eigentlich immer, wenn Sie frische Stecklinge schneiden. Die Schnittstellen  bieten den Viren ungehinderten Zugang zum Pflanzeninneren. Wenn Ihr Basilikum von Viren befallen ist, merken Sie das unter anderem daran, dass sich die Blätter ungewöhnlich kräuseln und die Pflanze langsam eingeht. Versuchen Sie noch einige gesunde Stecklinge zu ernten, um diese sofort in frische Erde zu stecken. Manchmal hat sich die Krankheit noch nicht über die ganze Pflanze ausgebreitet und Sie können bald wieder vom neuen Topf Basilikum ernten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Biologische-Tipps-und-Mischkultur'><span style="text-decoration: underline;">Biologische Tipps und Mischkultur</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn Sie einige Pflanzen übrig haben, setzen Sie sie doch als Mischkultur zwischen Ihre Tomaten, Gurken oder den Kohl. Der intensive Duft des Basilikum hält Ihnen die Weiße Fliege vom Kohl fern und verbessert das Aroma der Tomaten. Gleichzeitig vermindert die Pflanze bei Tomaten und Gurken das Auftreten des echten und falschen Mehltaus.</p>
<p>Basilikum verträgt sich außerdem gut mit Aprikosen, Fenchel, Lilien, Mangold, Paprika, Petersilie, Puffbohnen, Ringelblumen, Salaten, Spargel, Wein, Wurzelpetersilie und Zucchini. Nur mit anderen Kräutern wie Salbei, Thymian, Weinraute, Wermut, Zitronenmelisse und Knollenziest mag er nicht so eng zusammen stehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Ernte-und-Lagerung'><span style="text-decoration: underline;">Ernte und Lagerung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_192" style="width: 228px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikum-der-Sorte-Zanzibar.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-192" class="wp-image-192 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikum-der-Sorte-Zanzibar-218x300.jpg" alt="Basilikum - Zanzibar" width="218" height="300" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikum-der-Sorte-Zanzibar-218x300.jpg 218w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikum-der-Sorte-Zanzibar.jpg 291w" sizes="auto, (max-width: 218px) 100vw, 218px" /></a><p id="caption-attachment-192" class="wp-caption-text">Basilikum &#8211; Zanzibar</p></div>
<p>Junge, frische Triebe und Blätter können Sie vom Basilikum ernten, solange sie der Pflanze genügend Blattwerk zum Überleben lassen. Mit zunehmendem Alter schmecken die Blätter schärfer und werden hart. Ein echter Gourmet zerschneidet die Basilikumernte nicht, sondern zerrupft oder zerdrückt sie. So kann sich der ganze Geschmack aus den Pflanzenzellen unter das Mahl mischen.</p>
<p>Basilikum verliert beim Trocknen einen Großteil seiner Würze. Es gibt einige Sorten wie das Basilikum-Zanzibar, dass auch im getrockneten Zustand seine Würzkraft behält, aber mit frischem Basilikum kann diese <em>Notlösung</em> nicht mithalten.</p>
<p>Die Konservierung des Basilikum in der Tiefkühltruhe funktioniert ebenfalls nicht. Ich habe noch keine Sorte entdeckt, die sich zum Einfrieren eignet. Meist erhält man nach dem Auftauen nur eine breiige Masse, die weder ausreichend Würzkraft besitzt noch ästhetisch aussieht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Verwendungsmglichkeiten'><span style="text-decoration: underline;">Verwendungsmöglichkeiten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Hausapotheke'><span style="text-decoration: underline;">Hausapotheke</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für die Hausapotheke wird das blühende Kraut geerntet. Basilikum hat eine wassertreibende, nervenberuhigende, wärmende und krampflösende Wirkung auf unseren Körper. Es lindert Blähungen und Magenverstimmungen. Auch das BGA (Bundesgesundheitsamt) erkennt diese Wirkung an. Weiterhin regt es den Appetit an, stärkt den Magen-Darm-Bereich und löst Verkrampfungen darin.</p>
<p>Als Mittel bei Schlaflosigkeit ist es ebenso zu empfehlen wie zum Gurgeln bei Halsentzündungen bzw. -schmerzen. Und bei Stuhlverstopfung, um den Stuhl zu erweichen oder als Umschlag bei schlecht heilenden oder eiternden Wunden.</p>
<p>Und so bereiten Sie einen <strong>Basilikum-Tee</strong>: 1 &#8211; 2 gehäufte Teelöffel Basilikumkraut werden mit 250 ml kochendem Wasser übergossen. Das Ganze 10 &#8211; 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Bei Bedarf trinken Sie eine Tasse dieses Gebräus ungesüßt. Chronische Blähungen behandeln Sie am besten mit einer Kur aus Basilienkraut-Tee nach folgender Anweisung: Trinken Sie 2 Tassen pro Tag. Legen Sie nach 8 Tagen eine Pause von 14 Tagen ein. Nach diesen 14 Tagen trinken Sie wieder 8 Tage lang 2 Tassen/Tag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Kche'><span style="text-decoration: underline;">Küche</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Küche werden die Blüten, Blätter und fischen Triebe verwendet. Basilikum passt zu allen Arten von Kräutersoßen, Kräuterbutter, Salaten, fetten Speisen wie Fleisch, Schalentieren, Tomaten und anderem Gemüse. Was wäre z. B. eine Pizza Margherita ohne Basilikum? Richtig: Keine italienische Pizza. Behandeln Sie das Kraut aber behutsam, es ist hitzeempfindlich. Temperaturen über 200 Grad führen meist dazu, dass vom edlen Basilikum nur eine geschmacksneutrale grüne Masse zurück bleibt.</p>
<p>Das wertvolle, verdauungsfördernde Kraut ist beliebt bei alt und jung. Es sollte aber in der Speise den Ton angeben, da es leicht von anderen Gewürzen überdeckt wird. Probieren Sie es ruhig mal in Verbindung mit einer kleinen Beigabe von Salbei oder Rosmarin in Back- oder Kochfisch. In der Diätküche eignet sich Basilikum auch als Salzersatz. Die bunten Blüten lassen sich ebenfalls essen und haben schon so manchen Sommersalat in ein ansprechendes Farbenmeer verwandelt.</p>
<p>Experimentieren Sie mit den frischen Blättern. Geben Sie sie klein gezupft und vor dem Servieren, in die Gemüsesuppe um Auge und Gaumen zu verwöhnen, mengen sie das Kraut unter Weich- und andere Käse, Kräuterquark oder einfach in den grünen Salat. Nur die Menge Ihrer Vorräte setzt Ihrer Phantasie Grenzen.</p>
<div id="attachment_191" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikumblatt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-191" class="  wp-image-191 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikumblatt-300x225.jpg" alt="Basilikumblatt" width="300" height="225" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikumblatt-300x225.jpg 300w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Basilikumblatt.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-191" class="wp-caption-text">Basilikumblatt</p></div>
<p>Weiterhin können Sie aus den Blättern und Blüten ein köstliches Kräuteröl herstellen: In eine Flasche werden 1 Handvoll frisches</p>
<p>Basilikum gegeben und mit gutem Olivenöl aufgefüllt. Diese Mischung zieht nun 3 Wochen in der Sonne durch. Danach wird es dunkel und kühl aufbewahrt. Besonders beim Basilikum ist es wichtig, das Kräuteröl nach spätestens 2 &#8211; 3 Monaten abzuseihen, da das Grün sonst verschleimt. Würzen Sie damit Soßen, Reis, Geflügel, Salat oder begeben Sie sich auf ein ganz persönliches Geschmacks-Experiment. Es lohnt sich. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Basilikum eignet sich auch zum Trocknen und man kann daraus einen Tee zubereiten, aber der größte Teil der ätherischen Öle geht durch das Prozessieren verloren und geschmacklich kann Basilikumtee nur mit einer Mischung aus anderen Kräutern empfohlen werden. Verwahren Sie den getrockneten Tee in gut verschließbaren Gläsern an einem trockenen und dunklen Ort.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit, frisches Basilikum zu verwenden, ist die Zubereitung von Basilikum-Pesto. 100 g Basilikumkraut sollten ausreichen um einen ersten Geschmacks-Test zu starten. Zusammen mit 2 &#8211; 3 Knoblauchzehen, 50 g Pinienkernen, eine Prise Meersalz und als i-Tüpfelchen 100 g frisch geriebenen Pecorino oder Parmesan. Diese Zutaten alle in einen Mixer geben und alles fein pürieren. Zu der Masse geben Sie nach und nach ein gutes, kalt gepresstes Olivenöl, bis Sie eine cremige Konsistenz erhält.</p>
<p>Dann ab damit in verschließbare Gläser. Ich empfehle gern diese Twist-Off Gläser, die eh in jedem Haushalt anfallen. Die obere Schicht vom Pesto wird noch mit etwas Olivenöl bedeckt, damit nichts schimmeln kann. Bewahren Sie das Pesto im Kühlschrank auf und überraschen Sie Ihre Familie mal mit Spaghetti &#8211; vermengt mit diesem einzigartigen Geschmackserlebnis. Basilikum-Pesto selber machen ist kinderleicht, vielseitig einsetzbar und eignet sich ebenfalls für die Herstellung von Kräuterbutter oder zum Garnieren von kalten Platten.</p>
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<h4 id='Sonstige'><span style="text-decoration: underline;">Sonstige</span></h4>
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<p>Stellen Sie den Basilikum auf eine Fensterbank und er vertreibt die lästigen Fliegen und anderes Getier durch seinen Duft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Historische-Verwendung'><span style="text-decoration: underline;">Historische Verwendung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><em>In eigener Sache: Die Zeiten, in denen man sich nach einer Zahnwurzelbehandlung eine Nelke in die Backe schob oder eine Betäubung mit einem Knüppel bzw. literweise Alkohol herbeiführte, sind vorbei. Heutzutage gibt es wirksamere Methoden, um die eigene Gesundheit zu erhalten. </em></p>
<p><em>Vor dem Gebrauch der hier aufgeführten historischen Verwendungsmöglichkeiten ist immer der Hausarzt oder Apotheker zu konsultieren! Sehen Sie die Nutzbarmachung der Flora, die unsere Vorfahren einsetzten, mit einem zwinckernden Auge und mehr als unterhaltende Lektüre. </em></p>
<p><em>Nichtsdestotrotz sind viele dieser älteren Methoden auch heute noch und bspw. in Notzeiten durchaus wirksam und verlieren dadurch nur wenig an ihrer Bedeutung.</em></p></blockquote>
<p>Dioscurides (1. Jahrhundert) meinte in einer seiner Aufzeichnungen: &#8220;<em>Basilienöl wird bereitet, indem man die Pflanze in Olivenöl thut, dieses abseiht, dann nochmals Basilien hineinthut und wieder abseiht. Übrigens ist die Basilie allgemein bekannt. Man braucht sie auch innerlich und äußerlich zu Heilzwecken. In die Nase gebracht, erregt sie das Niesen, und man muß beim Niesen die Augen schließen.&#8221;</em></p>
<p>Ebenfalls empfiehlt Discurides Basilikum, um die Produktion von Muttermilch und Harn zu fördern oder den Stuhlgang zu erweichen. In ihrer Physika schrieb Hildegard von Bingen (1098 &#8211; 1179) über das wertvolle Kraut: &#8220;<em>Wenn aber ein Mensch an seiner Zunge gelähmt ist, und er nicht sprechen kann, dann möge er Basilica unter seine Zunge legen, und er wird die Worte wieder erlangen. Gegen Tertian- und Quantenfieber wird Basilica in Wein gekocht, mit Honig empfohlen.&#8221;</em></p>
<p>Ein geheimnisvolles Rezept ist aus dem Mittelalter überliefert: &#8220;<em>So man die Basilien zwischen zweyen Steinen reibet, und einen newen Hafen (neuen Topf) darueber stuertzet, so sollen nach etlichen Tagen darauß Scorpionen wachsen.&#8221;</em> Wahrscheinlich werden sie von diesem Duft angezogen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Auch bei den Kräutervätern finden sich Möglichkeiten der Verwendung der Basilien. Tabernaemontanus (1522 &#8211; 1590) schrieb dazu: &#8220;<em>Das Kraut bewegt zu ehelichen Werken. Der Samen des Basilikums dient für alle Mängel und Gebrechen des Herzens, wehret den schwaeren Gedanken und erwecket im Menschen Freud und Muht.&#8221;</em></p>
<p>Hieronymus Bock (1498 &#8211; 1554) wiederum meinte zu Lebzeiten: &#8220;<em>Basilgen Kreutter gedört und ein Most darüber lassen verjären, gibt dem Wein einen herzlichen guten geschmack und geruch dem Moscateller gleich.&#8221;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Besondere-Arten-und-Sorten'><span style="text-decoration: underline;">Besondere Arten und Sorten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übrigens bekommen Sie meist nur die Sorte <strong>Genoveser-Basilikum</strong> im Supermarkt oder auf dem regionalem Markt zu kaufen. Diese eignet sich mit seinem reichen Aroma und großen, gewölbten grünen Blättern aber hervorragend für Basilikum-Pesto.</p>
<p>Einen <em>kurzen</em> Einblick in die Welt der Basilikum-Sorten und Züchtungen möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:</p>
<ul>
<li><strong>African Blue</strong> (Ocimum kilimandscharicum) -&gt; dunkelgrüne Blätter mit roten Adern, purpurrosa Blüten; Geschmack: leicht kampferartig; eines der wenigen Basiliken die an einem warmen Platz mehrjährig gesunde Blätter liefern</li>
<li><strong>Buschbasilikum</strong> -&gt; indische, buschig wachsende Art mit weißen Blüten und kleinen Blättern; eignet sich für den Anbau auf dem Balkon in Kästen und Töpfen; Geschmack: feinwürzig</li>
<li><strong>Dark Opal</strong> -&gt; an dieser Sorte ist alles rot bis dunkelrot, Blätter, Blüten und Stengel; Geschmack: leicht herb</li>
<li><strong>Green Ruffles</strong> -&gt; auf deutsch: Grünes Krauses; kräftige runzlige Blätter mit starker Würze</li>
<li><strong>Indisches Basilikum</strong> (Omicum tenuiflorum) -&gt; auch unter den Namen Heiliges Basilikum, Königsbasilikum, Tulasi oder Tulsi bekannt; kleine rosa Blüten an leicht behaarten kleinen grünen bis rötlichen Blättern und verholzenden Stielen; wichtiges Kraut der ayurvedischen Medizin; jeder gut sortierte Haushalt in Indien besitzt mindestens eine dieser für sie heiligen Pflanze; stärkt das Immunsystem, Geschmack: leicht nach Gewürznelken</li>
<li><strong>Thai Basilikum</strong> -&gt; auch unter den Namen Siam Queen, Bai Horapa oder Horapha bekannt; dunkle purpurfarbene Blüten, grüne bis rötliche Blätter an rötlichen Stengeln; Geschmack: leicht süßlich nach Anis und/oder Lakritze, gut geeignet für Basilikum-Pesto</li>
<li><strong>Zimtbasilikum</strong> -&gt; im Handel auch als Cino, Cinnamon oder Orientale erhältlich; purpurgeäderte, grüne Blätter mit rosafarbenen Blüten; Geschmack: schmeckt nicht nur nach Zimt, sondern duftet auch danach</li>
</ul>
<p>Anzufügen wäre noch, dass die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind. Die Geschmacksrezeptoren reagieren bei vielen Menschen halt unterschiedlich. Daher empfehle ich, wenn sich die Möglichkeit bietet, vorher von der entsprechenden Basilikum-Pflanze zu kosten, um danach nicht vom Geschmack enttäuscht zu sein, was allerdings selten vorkommen dürfte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Nebenwirkungen-des-Basilikum'><span style="text-decoration: underline;">Nebenwirkungen des Basilikum</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sind keine bekannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Wichtiger-Hinweis'><strong><span style="text-decoration: underline;">Wichtiger Hinweis</span></strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die in diesem Artikel und dem gesamten Pflanzenlexikon aufgeführten Hinweise zur Verwendung der einzelnen Pflanzen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen. Bevor Sie diese Pflanzen verwenden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Diverse Pflanzen und deren Inhaltsstoffe können in Verbindung mit bereits eingenommenen Medikamenten schwere Nebenwirkungen verursachen. Eine fachliche Beratung erhalten Sie <strong>nur von Ihrem Arzt</strong>. Sie muss <strong>vor der Einnahme</strong> der hier vorgestellten Pflanze erfolgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Tipp-am-Ende-des-Artikels'>Tipp am Ende des Artikels</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Tabelle zu den <a href='http://pflanzenlexikon.org/buecher-ueber-essbare-wildpflanzen-und-wildkraeuter/' class='small-button smallgreen' target="_blank">Büchern über essbare Wildpflanzen und Wildkräuter</a> gibt es jede Menge mehr Informationen zu den Pflanzen die wir nicht nur als Nahrung achten. Mehr als 600 Bücher werden dort vorgestellt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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</tr>
</tbody>
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		<title>Ackerschachtelhalm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Uwe Ross]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 17:50:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[A]]></category>
		<category><![CDATA[Slider]]></category>
		<category><![CDATA[Ackerschachtelhalm]]></category>
		<category><![CDATA[Ackerschachtelhalmtee]]></category>
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		<category><![CDATA[Sumpfschachtelhalm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ackerschachtelhalm – Dieses Kraut löst bei vielen Hobby-Gärtnern Angst und Schrecken aus. Das Gewächs werden Sie nicht wieder los, auch nicht mit der chemischen Keule. Aber vielleicht entdecken Sie die vielen nützlichen Eigenschaften dieser Pflanze? Lassen Sie sich überraschen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ackerschachtelhalm – Dieses Kraut löst bei vielen Hobby-Gärtnern Angst und Schrecken aus. Das Gewächs werden Sie nicht wieder los, auch nicht mit der chemischen Keule. Aber vielleicht entdecken Sie die vielen nützlichen Eigenschaften dieser Pflanze? Lassen Sie sich überraschen.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_47" style="width: 187px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Ackerschachtelhalm-Equisetum-arvense.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-47" class=" wp-image-47 size-medium" title="Ackerschachtelhalm-Equisetum-arvense" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Ackerschachtelhalm-Equisetum-arvense-177x300.jpg" alt="Ackerschachtelhalm-Equisetum-arvense" width="177" height="300" srcset="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Ackerschachtelhalm-Equisetum-arvense-177x300.jpg 177w, http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Ackerschachtelhalm-Equisetum-arvense.jpg 457w" sizes="auto, (max-width: 177px) 100vw, 177px" /></a><p id="caption-attachment-47" class="wp-caption-text">Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)</p></div>
<p><em><div id='toc'><div id='toc_title' class='post-37'>Inhaltsverzeichnis</div>
<ul><li><a href="#Botanischer-Steckbrief">Botanischer Steckbrief</a></li>
<li><a href="#Verwechslungsgefahr-mit-giftigen-Pflanzen">Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen</a></li>
<li><a href="#Volkstmliche-Namen">Volkstümliche Namen</a></li>
<li><a href="#Heimat-und-Verbreitung">Heimat und Verbreitung</a></li>
<li><a href="#Inhaltsstoffe">Inhaltsstoffe</a></li>
<li><a href="#Geschmack-und-Wrze">Geschmack und Würze</a></li>
<li><a href="#Anbau-und-Pflege">Anbau und Pflege</a></li>
<li><a href="#Ernte-und-Lagerung">Ernte und Lagerung</a></li>
<li><a href="#Verwendungsmglichkeiten">Verwendungsmöglichkeiten</a>
<ul><li><a href="#Hausapotheke">Hausapotheke</a></li>
<li><a href="#Badezusatz">Badezusatz</a></li>
<li><a href="#Homopathie">Homöopathie</a></li>
<li><a href="#Kche">Küche</a></li>
<li><a href="#Pflanzengesundheit">Pflanzengesundheit</a></li>
<li><a href="#Messer-schrfen">Messer schärfen</a></li>
<li><a href="#Fr-Sportler">Für Sportler</a></li></ul></li>
<li><a href="#Historische-Verwendung">Historische Verwendung</a></li>
<li><a href="#Nebenwirkungen">Nebenwirkungen</a></li>
<li><a href="#Wichtiger-Hinweis">Wichtiger Hinweis</a></li>
<li><a href="#Tipp-am-Ende-des-Artikels">Tipp am Ende des Artikels</a></li>
</ul></li></ul>
</div></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Botanischer-Steckbrief'><span style="text-decoration: underline;">Botanischer Steckbrief</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) ist eine Pflanzenart aus der Klasse der Schachtelhalmgewächse (Equisetopsida). Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre).</p>
<p>Neben diesen beiden Vertretern gibt es auch noch den Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale) und den ebenfalls giftigen Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile). In diesem Artikel geht es vornehmlich um den Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense).</p>
<p>Schon im zeitigen Frühjahr treibt der Ackerschachtelhalm aus einem verzweigt waagerecht im Boden liegenden Wurzelstock aus. Braune Sporentriebe mit einer endständigen Sporenähre ragen dann aus der Erde. Aus der Pflanze entwickeln sich ca. 20-30 cm hohe Stengel. Diese grünen Triebe sind auch ein Erkennungsmerkmal gegenüber anderen giftigen Schachtelhalmarten.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Erkennungsmerkmale des Ackerschachtelhalms:</span></p>
<ul>
<li>die Seitentriebe sind im Querschnitt sternförmig</li>
<li>die Äste sind, wie auch beim Sumpfschachtelhalm in Quirlen angeordnet</li>
<li>die Ähren tragenden Sprosse sind astlos und bräunlich gefärbt</li>
<li>im Querschnitt ist der Stengel hohl und gerippt</li>
<li>die Anzahl der Zähne an den Blattscheiden entspricht der Anzahl der Rippen</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Verwechslungsgefahr-mit-giftigen-Pflanzen'><span style="text-decoration: underline;">Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_67" style="width: 151px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Sumpfschachtelhalm-Equisetum-palustre.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-67" class="wp-image-67 size-medium" src="http://www.pflanzenlexikon.org/wp-content/uploads/2013/02/Sumpfschachtelhalm-Equisetum-palustre-141x300.jpg" alt="Sumpfschachtelhalm ist giftig (Equisetum palustre)" width="141" height="300" /></a><p id="caption-attachment-67" class="wp-caption-text">Sumpfschachtelhalm ist giftig (Equisetum palustre)</p></div>
<p>Der Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) sieht dem Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense) sehr ähnlich und wer sich nicht absolut sicher ist, sollte diese beiden Pflanze meiden.</p>
<p>Bisher sind Vergiftungserscheinungen vorwiegend bei Tieren beobachtet worden, die nach dem Genuss von Sumpf-Schachtelhalm taumeln, Zuckungen im Gesicht zeigten und sehr schreckhaft waren.</p>
<p>Der Sumpfschachtelhalm enthält das Alkaloid Palustrin und Enzyme, die einen Vitamin-B1-Mangel hervorrufen. Also Finger weg von dieser giftigen Pflanze!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wichtige Unterscheidungsmerkmale von Acker-Schachtelhalm und dem giftigen Sumpf-Schachtelhalm:</span></p>
<ul>
<li>die [[Sporangien]] stehen beim Ackerschachtelhalm auf braunen und beim Sumpfschachtelhalm auf grünen Sprossen</li>
<li>außerdem erscheinen die Sprossen beim Ackerschachtelhalm nicht, wenn die typischen Katzenstiele zu sehen sind</li>
<li>Finger weg von grünem Schachtelhalm, der oben Zapfen trägt &#8211; es handelt sich in dem Fall um den giftigen Sumpfschachtelhalm</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Weitere Unterscheidungsmerkmale zwischen Acker-Schachtelhalm und dem giftigen Sumpf-Schachtelhalm:</span></p>
<ul>
<li> die Blattscheiden vom Ackerschachtelhalm besitzen mehr als 8 Zacken</li>
<li>der Sumpfschachtelhalm besitzt weniger als 8  Zähne, die deutlich an der dunkel gefärbten, ineinander gesteckten Stengeletage sichtbar sind</li>
<li>die Stengel vom Ackerschachtelhalm sind breiter als 3mm</li>
<li>die Ähren tragenden Sprosse vom giftigen Sumpfschachtelhalm sind dünner als 3 mm, beastet und grünlich gefärbt</li>
<li>die unteren Scheiden der Seitenäste sind beim giftigen Sumpfschachtelhalm dunkel gefärbt</li>
</ul>
<p>Gegenmaßnahmen bei Vergiftungserscheinungen: Arzt aufsuchen, Magen entleeren und eventuell Magen spülen.</p>
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<h3 id='Volkstmliche-Namen'><span style="text-decoration: underline;">Volkstümliche Namen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Acker-Zinnkraut, Fegekraut, Katzenschwanz, Katzenwedel, Pfannebutzer, Pferdeschwanz, Schaftelen, Schaftheu, Scheuergras, Scheuerkraut, Zinnkraut</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Heimat-und-Verbreitung'><span style="text-decoration: underline;">Heimat und Verbreitung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie finden den Acker-Schachtelhalm in feuchten Hainbuchen-Eichen-Wäldern oder Auenwäldern. Ebenfalls wohl fühlt er sich an Waldrändern, Hecken, auf Ton- und Sandböden und an grundwassernahen Standorten im Flachland. Auch auf den Anbauflächen des fleißigen Gärtners wurde er, wie auch der Giersch, schon des öfteren als lästiges Unkraut mit Sorge betrachtet und eher bekämpft als genutzt. Auf lehmigen und feuchten Böden werden Sie den Ackerschachtelhalm oft antreffen.</p>
<p>Er gilt als Pionierpflanze und wächst selbst auf stark mit Herbiziden verseuchten oder salzigen Böden. Auch auf überfluteten Rasen, nährstoffreichen Krautfluren, Ruderalgesellschaften und Garten- und Ackerunkrautgesellschaften fühlt er sich wohl.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Inhaltsstoffe'><span style="text-decoration: underline;">Inhaltsstoffe</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor allem mineralische Bestandteile kann der Ackerschachtelhalm vorweisen. Unter anderem finden sich bis zu 10% Kieselsäure und Kalium in der Pflanze. Weiterhin Sterole, Flavonoide wie Quercetingglykoside, Saponine und Kämpferol. Auch Spuren von Alkaloiden und seltene Dicarbonsäuren wurden in den Pflanzenbestandteilen nachgewiesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Geschmack-und-Wrze'><span style="text-decoration: underline;">Geschmack und Würze</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die weichen braunen Stengel haben ein leichtes Pilzaroma und sind sehr mild. Die grünen Stengel hingegen schmecken bitter und sollten eventuell prozessiert werden. Einfach die Stengel in eine Socke oder ähnliches stopfen und für ca. 1 Stunde oder länger in einen Bach mit fließendem sauberen Wasser legen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Anbau-und-Pflege'><span style="text-decoration: underline;">Anbau und Pflege</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich meine, wer den Ackerschachtelhalm im Garten hat, braucht sich um die Vermehrung keine Sorgen zu machen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Seine Wurzeln erreichen Tiefen von bis zu 200 cm und vermehren sich rasant. Gleichzeitig lockern sie aber mit ihren hohlen Stängeln den Boden auf und sorgen dadurch für eine gute Belüftung. Man kann den Ackerschachtelhalm bekämpfen, aufessen, als Mulchmaterial verwenden, seine Ausbreitung im Garten eindämmen oder einfach als wichtige Nutzpflanze akzeptieren. Selbst starke Herbizide können weder ihm, noch dem allseits bekannten Giersch etwas anhaben. Letzterer ist übrigens auch eine ziemlich wertvoller Vertreter unserer heimischen Pflanzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Ernte-und-Lagerung'><span style="text-decoration: underline;">Ernte und Lagerung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die jungen zarten Stengel werden durch Einsalzen konserviert. Das Kraut wird getrocknet und danach in dunklen wasserdichten Gefäßen aufbewahrt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Verwendungsmglichkeiten'><span style="text-decoration: underline;">Verwendungsmöglichkeiten</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Hausapotheke'><span style="text-decoration: underline;">Hausapotheke</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vorwiegend bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß wird der <strong>Ackerschachtelhalmtee</strong> aus dem frischen oder getrockneten Kraut bereitet. Neben der harntreibenden Wirkung lindert er ebenfalls rheumatische Beschwerden und kommt bei starken Monatsblutungen oder Nasenbluten zum Einsatz. Die immunstimulierende Wirkung der Pflanze ist ebenfalls bewiesen. Auch gegen Gicht und bei Lungenleiden wird der Tee getrunken, den Sie wie folgt zubereiten:</p>
<p>Je 250 ml Wasser werden 1-2 Teelöffel des geschnittenen Krautes entweder mit heißem Wasser übergossen und nach 30 Minuten abgeseiht oder 12 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht und danach durch ein Sieb gegeben. Trinken Sie 3 Tassen davon täglich und über einen längeren Zeitraum.</p>
<p>Äußerlich als Umschlag aufgelegt findet der Ackerschachtelhalm-Tee Verwendung bei Frostbeulen, Knochenbrüchen, Schwellungen und schlecht heilenden oder infizierten Wunden. Entzündungen im Rachenraum können durch Gurgeln und Mundspülung gelindert werden.</p>
<p>Hier noch ein besonderes Rezept für einen Haustee, der nicht nur Asthmatikern sondern auch allen anderen Hustenpatienten gleich welchen Alters Linderung verschafft: Eine Teemischung aus</p>
<ul>
<li>10 g Ackerschachtelhalm</li>
<li>10 g Malvenblüten</li>
<li>10 g Lindenblüten</li>
<li>10 g Spitzwegerich</li>
<li>5 g Fenchelfrüchte</li>
<li>5 g Holunderblüten</li>
<li>5 g Thymian</li>
</ul>
<p>250 ml kochendes Wasser werden auf 2 Teelöffel dieser Mischung gegeben. 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und mit einem Löffel Honig genießen. Ein Tee, der die Abwehrkräfte des Körpers aktiviert und stärkt und in Erkältungszeiten vorbeugend wirkt. Trinken Sie davon täglich 2-3 Tassen und die Erkältung bleibt wo der Pfeffer wächst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Badezusatz'><span style="text-decoration: underline;">Badezusatz</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der hohe Anteil an Kieselsäure, der sich im Badewasser auflöst und dann vom Körper aufgenommen wird, trägt unter anderem auch dazu bei, den Stoffwechsel der Haut anzuregen und damit die Durchblutung zu fördern. Die Widerstandskraft wird heraufgesetzt und durch seine lokal anregende Wirkung findet er bei Beingeschwüren (offene Beine), Schwellungen nach Knochenbrüchen, Frostbeulen oder Durchblutungsstörungen Anwendung.</p>
<p>Ein <strong>Ackerschachtelhalm-Bad</strong> ist schnell zubereitet und wirken wie bereits erwähnt auch bei Stoffwechselleiden, Gicht und Rheuma wohltuend. Entweder Sie erwerben in der Apotheke ein Fertigprodukt oder nehmen 100 g Ihres selbst geernteten Ackerschachtelhalm-Krautes, übergießen es mit heißem Wasser, lassen es 1 Stunde lang ausziehen und geben die Flüssigkeit in das Badewasser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Homopathie'><span style="text-decoration: underline;">Homöopathie</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor allem die sterilen, unfruchtbaren und frischen Stengel des Winterschachtelhalmes (Equisetum hyemale) wird für das gleichnamige Homöopathikum verwendet. Die Inhaltsstoffe dieser beiden Pflanzen unterschieden sich kaum. Anwendung findet das Mittel in der zweiten bis sechsten Potenz. Gegen nächtliches Einnässen, Reizblase, Nieren- und Blasenleiden und um die Wasserausscheidung anzuregen. Dabei werden 5 bis 15 Tropfen mehrmals täglich verabreicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Kche'><span style="text-decoration: underline;">Küche</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von März bis April können Sie die grünen, nadelförmigen Blätter und die Stengel als Zutat in Kochgemüse verwenden. Die in dieser Jahreszeit noch weichen Teile der Pflanze haben einen herben Geschmack. Des weiteren können Sie diese Pflanzenteile bis in den August hinein zur Teezubereitung nutzen und einen Vorrat für den Winter trocknen.</p>
<p>Später, wenn die Stengel braun werden, eignen sich die zarten Teile wie auch die Sporenträger-Kolben als Füllung in Aufläufen, roh als Salatbeigabe, als Pfannengemüse ähnlich den Pilzen zubereitet oder als exquisite Beilage in Suppen. Auch eine Verwendung in Eierspeisen wie Rührei oder Omelett sollte den leidenschaftlichen Wildpflanzen-Gourmet erfreuen. Kochen Sie doch einmal die Sporen tragenden Kolben von März bis April in Milch zu einer Art Grütze oder Brei! In Notzeiten sicher einen Versuch wert und eine günstige Alternative, um sich zu ernähren.</p>
<p>Die kleinen Wurzelknollen des Acker-Schachtelhalmes können in Gemüsegerichten mitgekocht oder gleich an Ort und Stelle (nach der Säuberung) roh gegessen werden. Erntezeit für die Knollen: September bis März.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Pflanzengesundheit'><span style="text-decoration: underline;">Pflanzengesundheit</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber es geht noch weiter. Manch einer wird schon von der wohltuenden Wirkung der <strong>Ackerschachtelhalm-Brühe</strong> für unsere Hauspflanzen gehört haben. Seine vorbeugende Anwendung gegen diverse Pilzerkrankungen wie Mehltau, Rost, Schorf, Kraut- und Knollenfäule, Blattfleckenkrankheiten und Monilia ist seit Urzeiten bekannt. Auch gegen Lauchmotten und Spinnmilben wurde dieses Gebräu schon erfolgreich eingesetzt. Zubereiten kann diese Brühe jeder, der seinen Pflanzen etwas gutes tun will. Entweder kaufen Sie das getrocknete Kraut z. B. in der Apotheke oder ein Flüssigextrakt oder Ackerschachtelhalm-Konzentrat aus der Pflanze im Handel. Besser noch: Sie sammeln die frische Pflanze von Mai bis August selbst und trocknen sich einen Vorrat für den Winter. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Die Herstellung der Pflanzenbrühe gestaltet sich einfach: Nehmen sie 300 g frisches oder 30 g getrockneten Ackerschachtelhalm und geben ihn in ein Eimer mit 10 Liter Wasser. Die frischen Kräuter sollten Sie dabei mit einer Schere etwas zerkleinern. Für die getrocknete Droge reicht das Zermahlen zwischen den Händen. 24 Stunden darf der Ackerschachtelhalm nun im Wasser einweichen. Danach wird das Ganze bis zum Sieden erhitzt und eine Viertelstunde leise weiter gekocht.</p>
<p>Selbstverständlich können Sie auch kleinere Mengen für den Hausgebrauch herstellen, wenn Sie die entsprechenden Mengen angleichen. Ist der Eimer abgekühlt, sieben Sie die Schachtelhalm-Brühe ab. Das fertige Produkt wird 1:5 mit Wasser verdünnt und vorbeugend im Frühling und Sommer über die gefährdeten Pflanzen gesprüht. Sprühen Sie bei trockenem, sonnigen oder besser bedecktem Wetter und vor dem Mittag, um die Schachtelhalm-Wirkung noch zu erhöhen. Der Kieselsäureanteil im Acker-Schachtelhalm erschwert den Pilzen das Eindringen in die Pflanze und schützt diese so vor Infektionen. Gleichzeitig schützt und stärkt sie die Oberfläche der Blätter. Ein natürliches Spritzmittel, dass neben der Zeit für die Zubereitung, nichts kostet. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Für die weniger empfindlichen Nasen eignet sich auch die Zubereitung einer <strong>Ackerschachtelhalm-Jauche</strong>. Einfach etwas frische oder getrocknete Droge in ein Gefäß und dieses möglichst mit Regenwasser aufgefüllt. Im Schatten reift nun die wertvolle Jauche je nach Ihren Temperaturverhältnissen schnell oder langsam. Nach ca. 10-20 Tagen, wenn die Brühe nicht mehr schäumt und sich die Bestandteile der Pflanze zum größten Teil bereits aufgelöst haben, kann sie 1:10 mit Wasser verdünnt auf die Pflanzen oder direkt in den feuchten Wurzelbereich als zusätzlicher biologischer Dünger gegeben werden. Es empfiehlt sich, die Jauche täglich umzurühren. Wenn die Sache doch zu sehr <em>stinkt</em>, sollten Sie etwas Gesteinsmehl über die Suppe streuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Messer-schrfen'><span style="text-decoration: underline;">Messer schärfen</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übrigens lässt sich der Ackerschachtelhalm auf Grund seines hohen Gehaltes an Kieselsäure auch für den Feinschliff von Messern verwenden. Kieselsäure ist härter als Stahl und feiner als der Abrieb von Steinen. Sammeln Sie einige möglichst lange Stiele, drücken diese mit dem Messerknauf etwas flach und legen Sie diese parallel nebeneinander. Nun ziehen Sie das Messer über den Halmen beidseitig mehrmals ab. Am Ende erhalten Sie eine rasiermesserscharfe Klinge und auf den Stängeln ist der silbergraue Abrieb des Stahls deutlich zu erkennen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4 id='Fr-Sportler'><span style="text-decoration: underline;">Für Sportler</span></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ja liebe Leser, es gibt seit einiger Zeit auch ein Ackerschachtelhalm-Konzentrat für Hochleistungssportler. Die Firma <em>ultra sports</em> bietet dieses Gebräu in handlichen 100 ml Flaschen zum Preis von 14,90 Euro an. Es wird empfohlen, den Kieselsäurespender während intensiver Trainingsperioden oder 2 Wochen davor einzunehmen. Aber auch als abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung, für eine gesunde Lebensweise und als Kapsel erhältlich, hat das Un-Kraut Ackerschachtelhalm den Marketing-Sprung in die schöne neue <del>Doping</del> Welt gefunden. Und glaubt man einigen Rezensionen im Netz, scheint das Mittelchen tatsächlich zu wirken.</p>
<p>In dem Fläschchen sind nach Herstellerangaben 33% Ackerschachtelhalmpulver, 67% Ackerschachtelhalm-Nährkonzentrat (auf Maltodextrinbasis), Konservierungsstoff (Kaliumsorbat) und Wasser. Man munkelt, dass auch Lance Armstrong gerne mal am Ackerschachtelhalm genascht hat, um seine Erfolge einzufahren. Jedenfalls wird es als der Chefnährstoff für Sportler empfohlen und wenn der Schachtelhalm eines Tages nicht mehr in dieser Form erhältlich ist, meldet sich vielleicht ein Profi-Sportler und zupft Ihnen freiwillig den Ackerschachtelhalm aus dem Garten?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Historische-Verwendung'><span style="text-decoration: underline;">Historische Verwendung</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><em>Hinweis in eigener Sache: Die Zeiten, in denen man sich nach einer Zahnwurzelbehandlung eine Nelke in die Backe schob oder eine Betäubung mit einem Knüppel bzw. literweise Alkohol herbeiführte, sind vorbei. Heutzutage gibt es wirksamere Methoden, um die eigene Gesundheit zu erhalten. </em></p>
<p><em>Vor dem Gebrauch der hier aufgeführten historischen Verwendungsmöglichkeiten ist immer der Hausarzt oder Apotheker zu konsultieren! Sehen Sie die Nutzbarmachung der Flora, die unsere Vorfahren einsetzten, mit einem zwinckernden Auge und mehr als unterhaltende Lektüre. </em></p>
<p><em>Nichtsdestotrotz sind viele dieser älteren Methoden auch heute noch und bspw. in Notzeiten durchaus wirksam und verlieren dadurch nur wenig an ihrer Bedeutung.</em></p></blockquote>
<p>Die volkstümlichen Namen wie Fegekraut, Pfannebutzer, Scheuergras, Scheuerkraut oder Zinnkraut lassen erahnen, wozu das Kraut vor vielen Monden verwendet wurde. Da sich die Kieselsäure vor allem in der Außenhaut der Pflanze befindet, wurden damit Zinn, Blech und viele andere metallische Oberflächen poliert.</p>
<p>Aber schon im Altertum nutzte man den Ackerschachtelham als blutstillendes Mittel. Im Mittelalter zusätzlich gegen starken Husten, Steinleiden, Ruhr und Gicht. Erst Sebastian Kneipp (1821-1897) brachte das längst vergessene Heilkraut wieder ins Gespräch. Empfohlen wurde es von ihm als harntreibendes Mittel, zum Gurgeln und Mundspülen, gegen Gicht, Rheuma, Umschlag bei schlecht heilenden Wunden und als Badezusatz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Nebenwirkungen'><span style="text-decoration: underline;">Nebenwirkungen</span></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sind keine bekannt. Das BGA (Bundesgesundheitsamt) empfiehlt aber, den Tee nicht einzunehmen, wenn die Herz- oder Nierentätigkeit eingeschränkt sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Wichtiger-Hinweis'><strong><span style="text-decoration: underline;">Wichtiger Hinweis</span></strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die in diesem Artikel und dem gesamten Pflanzenlexikon aufgeführten Hinweise zur Verwendung der einzelnen Pflanzen sind nicht als ärztliche Handlungsempfehlungen zu verstehen. Bevor Sie diese Pflanzen verwenden, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren. Diverse Pflanzen und deren Inhaltsstoffe können in Verbindung mit bereits eingenommenen Medikamenten schwere Nebenwirkungen verursachen. Eine fachliche Beratung erhalten Sie <strong>nur von Ihrem Arzt</strong>. Sie muss <strong>vor der Einnahme</strong> der hier vorgestellten Pflanze erfolgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 id='Tipp-am-Ende-des-Artikels'>Tipp am Ende des Artikels</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Tabelle zu den <a href='http://pflanzenlexikon.org/buecher-ueber-essbare-wildpflanzen-und-wildkraeuter/' class='small-button smallgreen' target="_blank">Büchern über essbare Wildpflanzen und Wildkräuter</a> gibt es jede Menge mehr Informationen zu den Pflanzen die wir nicht nur als Nahrung achten. Mehr als 600 Bücher werden dort vorgestellt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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<td class="SL_td" align="left" width="20%"><select id="SL_lng_from" style="background: #ffffff url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/select.png') no-repeat scroll 100% 0px;"><option value="auto">Detect language</option><option value="af">Afrikaans</option><option value="sq">Albanian</option><option value="ar">Arabic</option><option value="hy">Armenian</option><option value="az">Azerbaijani</option><option value="eu">Basque</option><option value="be">Belarusian</option><option value="bn">Bengali</option><option value="bs">Bosnian</option><option value="bg">Bulgarian</option><option value="ca">Catalan</option><option value="ceb">Cebuano</option><option value="ny">Chichewa</option><option value="zh-CN">Chinese (Simplified)</option><option value="zh-TW">Chinese (Traditional)</option><option value="hr">Croatian</option><option value="cs">Czech</option><option value="da">Danish</option><option value="nl">Dutch</option><option value="en">English</option><option value="eo">Esperanto</option><option value="et">Estonian</option><option value="tl">Filipino</option><option value="fi">Finnish</option><option value="fr">French</option><option value="gl">Galician</option><option value="ka">Georgian</option><option value="de">German</option><option value="el">Greek</option><option value="gu">Gujarati</option><option value="ht">Haitian Creole</option><option value="ha">Hausa</option><option value="iw">Hebrew</option><option value="hi">Hindi</option><option value="hmn">Hmong</option><option value="hu">Hungarian</option><option value="is">Icelandic</option><option value="ig">Igbo</option><option value="id">Indonesian</option><option value="ga">Irish</option><option value="it">Italian</option><option value="ja">Japanese</option><option value="jw">Javanese</option><option value="kn">Kannada</option><option value="kk">Kazakh</option><option value="km">Khmer</option><option value="ko">Korean</option><option value="lo">Lao</option><option value="la">Latin</option><option value="lv">Latvian</option><option value="lt">Lithuanian</option><option value="mk">Macedonian</option><option value="mg">Malagasy</option><option value="ms">Malay</option><option value="ml">Malayalam</option><option value="mt">Maltese</option><option value="mi">Maori</option><option value="mr">Marathi</option><option value="mn">Mongolian</option><option value="my">Myanmar (Burmese)</option><option value="ne">Nepali</option><option value="no">Norwegian</option><option value="fa">Persian</option><option value="pl">Polish</option><option value="pt">Portuguese</option><option value="pa">Punjabi</option><option value="ro">Romanian</option><option value="ru">Russian</option><option value="sr">Serbian</option><option value="st">Sesotho</option><option value="si">Sinhala</option><option value="sk">Slovak</option><option value="sl">Slovenian</option><option value="so">Somali</option><option value="es">Spanish</option><option value="su">Sundanese</option><option value="sw">Swahili</option><option value="sv">Swedish</option><option value="tg">Tajik</option><option value="ta">Tamil</option><option value="te">Telugu</option><option value="th">Thai</option><option value="tr">Turkish</option><option value="uk">Ukrainian</option><option value="ur">Urdu</option><option value="uz">Uzbek</option><option value="vi">Vietnamese</option><option value="cy">Welsh</option><option value="yi">Yiddish</option><option value="yo">Yoruba</option><option value="zu">Zulu</option></select></td>
<td class="SL_td" align="center" width="3">
<div id="SL_switch_b" style="background: rgba(0, 0, 0, 0) url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/switchb.png') repeat scroll 0% 0%;" title="Switch languages"></div>
</td>
<td class="SL_td" align="left" width="20%"><select id="SL_lng_to" style="background: #ffffff url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/select.png') no-repeat scroll 100% 0px;"><option value="af">Afrikaans</option><option value="sq">Albanian</option><option value="ar">Arabic</option><option value="hy">Armenian</option><option value="az">Azerbaijani</option><option value="eu">Basque</option><option value="be">Belarusian</option><option value="bn">Bengali</option><option value="bs">Bosnian</option><option value="bg">Bulgarian</option><option value="ca">Catalan</option><option value="ceb">Cebuano</option><option value="ny">Chichewa</option><option value="zh-CN">Chinese (Simplified)</option><option value="zh-TW">Chinese (Traditional)</option><option value="hr">Croatian</option><option value="cs">Czech</option><option value="da">Danish</option><option value="nl">Dutch</option><option selected="selected" value="en">English</option><option value="eo">Esperanto</option><option value="et">Estonian</option><option value="tl">Filipino</option><option value="fi">Finnish</option><option value="fr">French</option><option value="gl">Galician</option><option value="ka">Georgian</option><option value="de">German</option><option value="el">Greek</option><option value="gu">Gujarati</option><option value="ht">Haitian Creole</option><option value="ha">Hausa</option><option value="iw">Hebrew</option><option value="hi">Hindi</option><option value="hmn">Hmong</option><option value="hu">Hungarian</option><option value="is">Icelandic</option><option value="ig">Igbo</option><option value="id">Indonesian</option><option value="ga">Irish</option><option value="it">Italian</option><option value="ja">Japanese</option><option value="jw">Javanese</option><option value="kn">Kannada</option><option value="kk">Kazakh</option><option value="km">Khmer</option><option value="ko">Korean</option><option value="lo">Lao</option><option value="la">Latin</option><option value="lv">Latvian</option><option value="lt">Lithuanian</option><option value="mk">Macedonian</option><option value="mg">Malagasy</option><option value="ms">Malay</option><option value="ml">Malayalam</option><option value="mt">Maltese</option><option value="mi">Maori</option><option value="mr">Marathi</option><option value="mn">Mongolian</option><option value="my">Myanmar (Burmese)</option><option value="ne">Nepali</option><option value="no">Norwegian</option><option value="fa">Persian</option><option value="pl">Polish</option><option value="pt">Portuguese</option><option value="pa">Punjabi</option><option value="ro">Romanian</option><option value="ru">Russian</option><option value="sr">Serbian</option><option value="st">Sesotho</option><option value="si">Sinhala</option><option value="sk">Slovak</option><option value="sl">Slovenian</option><option value="so">Somali</option><option value="es">Spanish</option><option value="su">Sundanese</option><option value="sw">Swahili</option><option value="sv">Swedish</option><option value="tg">Tajik</option><option value="ta">Tamil</option><option value="te">Telugu</option><option value="th">Thai</option><option value="tr">Turkish</option><option value="uk">Ukrainian</option><option value="ur">Urdu</option><option value="uz">Uzbek</option><option value="vi">Vietnamese</option><option value="cy">Welsh</option><option value="yi">Yiddish</option><option value="yo">Yoruba</option><option value="zu">Zulu</option></select></td>
<td class="SL_td" align="center" width="8%">
<div id="SL_TTS_voice" style="background: rgba(0, 0, 0, 0) url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/ttsvoice.png') repeat scroll 0% 0%;" title="Listen to the translation"></div>
</td>
<td class="SL_td" align="center" width="8%">
<div id="SL_copy" class="SL_copy" style="background: rgba(0, 0, 0, 0) url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/copy.png') repeat scroll 0% 0%;" title="Copy translation"></div>
</td>
<td class="SL_td" align="center" width="8%">
<div id="SL_bbl_font_patch"></div>
<div id="SL_bbl_font" class="SL_bbl_font" style="background: rgba(0, 0, 0, 0) url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/font.png') repeat scroll 0% 0%;" title="Font size"></div>
</td>
<td class="SL_td" align="center" width="8%">
<div id="SL_bbl_help" style="background: rgba(0, 0, 0, 0) url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/bhelp.png') repeat scroll 0% 0%;" title="Help"></div>
</td>
<td class="SL_td" align="right" width="15%">
<div id="SL_pin" class="SL_pin_off" style="background: rgba(0, 0, 0, 0) url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/pin-on.png') repeat scroll 0% 0%;" title="Pin pop-up bubble"></div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
</div>
<div id="SL_shadow_translation_result" style="visibility: visible;"></div>
<div id="SL_loading" class="SL_loading" style="background: rgba(0, 0, 0, 0) url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/loading.gif') repeat scroll 0% 0%;"></div>
<div id="SL_player2"></div>
<div id="SL_alert100">Text-to-speech function is limited to 200 characters</div>
<div id="SL_Balloon_options" style="background: #ffffff url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/bg3.png') repeat scroll 0% 0%;">
<div id="SL_arrow_down" style="background: rgba(0, 0, 0, 0) url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/down.png') repeat scroll 0% 0%;"></div>
<table id="SL_tbl_opt" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td align="center" width="5%"><input id="SL_BBL_locer" title="Show Translator's button 3 second(s)" checked="checked" type="checkbox" /></td>
<td align="left" width="5%">
<div id="SL_BBL_IMG" style="background: rgba(0, 0, 0, 0) url('moz-extension://f9e62f7b-c6a0-4638-9538-c26f24a4b94f/content/img/util/bbl-logo.png') repeat scroll 0% 0%;" title="Show Translator's button 3 second(s)"></div>
</td>
<td align="center" width="70%">Options : History : Feedback : <a class="SL_options" title="Make a small contribution" href="https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclick&amp;hosted_button_id=GD9D8CPW8HFA2" target="_blank" rel="noopener">Donate</a></td>
<td align="right" width="15%"><span id="SL_Balloon_Close" title="Close">Close</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
</div>
</div>
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