Gemüse

Also…da die Frage nach dem Unterschied Obst Gemüse nicht exakt beantwortet werden kann, wollen wir hier keinen auf Schlaumeier machen, sondern das Wichtigste in dieser Sache kompakt zusammenfassen.

Frische Gemüsesorten auf dem Markt

Frische Gemüsesorten auf dem Markt – (Foto: comprock / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Obst ist mehrjährig, Gemüse einjährig. Punkt. Obst wird meist roh gegessen, Gemüse wird vorher gekocht. Noch ein Punkt. Obst kann man einfach so vernaschen, Gemüse sollte man mit Gewürzen tunen, damit es schmeckt. Dritter Punkt. Obst blüht einmal im Jahr in voller Pracht, Gemüse kommt eher unscheinbar daher. Punkt vier. Und wie immer gilt, dass Ausnahmen die Regel bestätigen.

So, Spaß beiseite, schlendern wir einfach mal durch den Gemüsegarten und schauen, welche Gemüsesorten sich da auftun. Gemüse ist ein Sammelbegriff für essbare Pflanzenteile. Dies können Blätter und Früchte sein, aber auch Knollen, Wurzeln oder Stängel von krautigen Pflanzen. Gemüse ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, der hohe Gehalt an Ballaststoffen ist gut für die Verdauung.

Hat Gemüse kein Dach über dem Kopf, sprechen die Experten vom Feldgemüse. Diverse Kohlsorten, Zwiebeln, Gurken und Karotten sind Vertreter dieser Gattung. Nimmt sich allerdings ein Gärtner mittels Gemüsesamen und Gewächshaus der leckeren Beikost an, spricht man vom gärtnerischen Gemüsebau. Und wenn unser Gärtner ein ausgeschlafenes Kerlchen ist, widmet er sich dem Frühgemüse. Das so heißt, weil es recht früh im Jahr geerntet wird. Sommergemüse, Herbstgemüse und schließlich das Wintergemüse signalisieren mit ihren Namen, wann Erntezeit ist. Dann gibt es da noch die Dauerbrenner, die ganzjährig Saison haben und entsprechend als Dauergemüse bezeichnet werden.

Gemüsesuppe, Pfanne, Eintopf oder gegrillt - Gemüse ist vielseitig verwendbar

Gemüsesuppe, Pfanne, Eintopf oder gegrillt – Gemüse ist vielseitig verwendbar – (Foto: Martin Cathrae / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Eine Vielzahl Gemüsegerichte wird in den Supermärkten angebaut respektive angeboten. Denn bereits seit 1957 gibt es in Deutschland tiefgefrorenes Gemüse. Was mit Spinat begann, gipfelt heuer in einer Riesenauswahl, mit der die Hausfrau sämtliche Gemüse Rezepte nachkochen kann. Und das auch noch auf die gesunde Art. Denn Vitamine und Nährstoffe bleiben durch die Kälte fast vollständig erhalten. Andererseits kann man dem Gemüse auch kräftig einheizen, gegrilltes Gemüse etwa mundet im Dialog mit einem Holzfällersteak nicht gerade schlecht. Aber auch frisch aus der Gemüsekiste, als deftiger Gemüseeintopf oder als mediterrane Gemüsepfanne hat man in Kohl und Co viel Abwechslung auf dem Speisezettel.

In Deutschland ist Gemüse eine Vier-Klassengesellschaft. Es geht um die Qualität der nützlichen Pflanzen und deren Einteilung. Extraklasse verdient sich das Gemüse in Form und Farbe ohne Tadel und von hervorragender Qualität. Schon leichte Fehler in Form und Farbe degradieren den Wirsing in die Handelsklasse I, und die Gurke, die darüber hinaus eine sortentypische Ausprägung der Merkmale vermissen lässt, findet sich auf dem Markt unter dem Kürzel HKL II wieder. Letzter Platz, denn die früher noch angebotene Handelsklasse III ist längst vom Markt verschwunden.

An Gemüse kann man sich getrost sattessen, es ist Nahrung der eher gesünderen Art. Man kann sich aber auch satt dran sehen. Ein Streifzug durch die Welt des Kinos lässt uns den „Angriff der Killertomaten“ erleben. Das ist ein US-Film aus dem Jahre 1978, der genüsslich das Genre der Horror- und Science-Fiction-Filme auf die Schippe nimmt. Für die Filmkritiker ein C-Movie, auf dem Markt der Gemüsesorten für die Händler die Handelsklasse III. „Grüne Tomaten“ hingegen aus dem Jahre 1991 wurde von der Kritik mit viel Wohlwollen bedacht und vom Publikum goutiert.

Aus-dem-Gemüsegarten-frisch-auf-den-Küchentisch-Gemüse-Rezepte - sind-angesagt

Aus-dem-Gemüsegarten-frisch-auf-den-Küchentisch-Gemüse-Rezepte-sind-angesagt – (Foto: mhaller1979 / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Eine deutsche Produktion befasste sich mit der Frage, „Warum die UFOs unseren Salat klauen“, an dieser Stelle findet auch „Kannibalinnen im Avocado-Dschungel des Todes“ Erwähnung. Kein Geringerer als Paul Breitner gab 1975 in „Potato Fritz“ sein Debüt als Schauspieler, und „Blaue Bohnen für ein Halleluja“ ist ein typischer Spaghetti-Western mit Terrence Hill und Bud Spencer. Übrigens: Der Preis für den schlechtesten Film des Jahres ist die „Goldene Himbeere“ – ein süßes Früchtchen, aber bestimmt kein Gemüse.

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